Was passiert bei Diabetes im Körper?

Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper den Zucker (Glukose) im Blut nicht richtig verwerten kann. Ursache ist entweder ein Mangel an Insulin oder eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel an, was langfristig Augen, Nieren, Nerven sowie das Herz-Kreislauf-System schädigen kann.

 

Am häufigsten treten 2 Formen auf:

  • Typ-1-Diabetes: Insulinmangel, da die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert.
  • Typ-2-Diabetes: Insulinresistenz, häufig in Verbindung mit Alter, genetischen Faktoren oder Lebensstil.

Wer ist von Diabetes betroffen?

Diabetes ist kein Thema, das ausschließlich ältere oder übergewichtige Menschen betrifft. Auch jüngere Erwachsene oder Menschen mit normalem Gewicht können erkranken. Die Profile sind ganz unterschiedlich. Bestimmte Faktoren erhöhen jedoch das Risiko, z.B. wenn:

  • man über 45 Jahre alt ist,
  • es Fälle von Diabetes in der Familie gibt,
  • man sich wenig bewegt,
  • man raucht,
  • die Ernährung unausgewogen ist,
  • Blutdruck oder Cholesterin erhöht sind.
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Vor allem der Typ-2-Diabetes nimmt in Belgien deutlich zu. Gründe dafür sind u.a. der demografische Wandel, Bewegungsmangel und ein zunehmender Konsum von stark verarbeiteten Lebensmitteln.

Behandlungswege

Diabetes verläuft bei jedem Patienten anders. Deshalb richtet sich auch die Unterstützung nach dem jeweiligen Diabetestyp, dem Stadium der Erkrankung und den persönlichen Bedürfnissen. In Belgien stehen darüf verschiedene strukturierte Behandlungswege zur Verfügung.

Startprogramm Typ-2-Diabetes

Das Startprogramm richtet sich an Personen mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes, die noch keinem anderen Diabetesprogramm angeschlossen sind. Ab dem Zeitpunkt der Diagnose erhalten sie eine persönliche und auf ihre Situation abgestimmte Begleitung. Dazu gehören u.a.:

  • 4 kostenlose Sitzungen bei einem spezialisierten Berater,
  • 2 Sitzungen von je 30 Minuten bei einem anerkannten Ernährungsberater,
  • 2 Sitzungen von je 45 Minuten bei einem anerkannten Podologen (bei erhöhtem Risiko für Fußprobleme),
  • Erstattung der jährlichen zahnärztlichen Kontrolluntersuchung (Zuschläge ausgenommen).

Behandlungsweg Typ-2-Diabetes

Für Personen mit Typ-2-Diabetes, die bereits intensiver behandelt werden und zusätzliche Unterstützung benötigen, bietet dieser Behandlungsweg eine umfassende Begleitung. Die Patienten erhalten eine Erstattung für:

  • Diabetes-Beratung,
  • Material zur Selbstkontrolle,
  • Sitzungen bei einem anerkannten Ernährungsberater,
  • Sitzungen bei einem anerkannten Podologen,
  • eine jährliche zahnärztliche Kontrolluntersuchung (Zuschläge ausgenommen).

Der Behalungsweg erstreckt sich über 4 Jahre und kann verlängert werden, sofern die Bedingungen weiterhin erfüllt werden.

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Weitere Informationen zur Betreuung bei fortgeschrittenem Diabetes finden Sie finden Sie auf der Website des LIKIV (siehe Nützliche Links).

Diabetes-Abkommen

Dieser Behandlungsweg ist für Personen gedacht, die an Typ-1- oder Typ-2-Diabetes leiden und sehr komplexe Therapieanforderungen haben (u.a. mehrfache Insulininjektionen). Die Betreuung erfolgt multidisziplinär über das Krankenhaus, inklusive Rückerstattung des benötigten Materials.

 

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Weitere Informationen zu den Behandlungswegen und Erstattungen finden Sie auf der Website des LIKIV (siehe Nützliche Links).

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Sprechen Sie mit Ihrem Arzt!

Ob Risiko, Verdacht oder Diagnose – der Hausarzt ist die erste Anlaufstelle. Er kann eine Untersuchung veranlassen, einschätzen, ob ein Behandlungsweg sinnvoll ist, und bei Bedarf den passenden Behandlungsweg starten.

 

Mit regelmäßiger Kontrolle, guter medizinischer Begleitung und alltagstauglichen Empfehlungen lässt sich trotz Diabetes ein aktives und gesundes Leben führen – und Komplikationen können wirksam verhindert werden.