Vapen: Beliebt bei Jugendlichen, aber ungesund


Vapes, also E-Zigaretten, mögen vielleicht harmlos erscheinen, sind es aber ganz und gar nicht. Die duftende Dampfwolke mit süßen Aromen gehört inzwischen fest zum Straßenbild. In Belgien vapet fast jeder 5. Jugendliche – und das ist keineswegs ohne Risiko, wie Gesundheitsexperten verdeutlichen. Es ist an der Zeit, Fakten von Mythen zu unterscheiden.


Vapes sind „einfach“ Wasserdampf?

Falsch! Der ausgeatmete Dampf ist kein reiner Wasserdampf. E-Zigaretten enthalten eine Mischung aus chemischen Stoffen wie Glycerin, Propylenglykol, Aromastoffen und oft auch Nikotin. Diese Stoffe können die Lunge schädigen und insbesondere bei Jugendlichen auch Auswirkungen auf das Gehirn haben.

Vapes sind weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten?

Richtig. Da kein Tabak direkt verbrannt wird, sind E-Zigaretten im Allgemeinen weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten. Das Risiko für bestimmte Krebsarten ist deutlich geringer.

 

Weniger schädlich bedeutet jedoch nicht harmlos: Die Langzeitfolgen des Vapens sind noch nicht vollständig bekannt, Experten warnen bereits vor Atemwegserkrankungen, Asthmaanfällen sowie langfristig vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Gesünder leben heißt daher: weder rauchen noch vapen.

Vapen ist eine gute Alternative zum Rauchen?

Falsch! Die vielen Geschmacksrichtungen machen Vapes besonders attraktiv – vor allem für Jugendliche. Das auch in E-Zigaretten enthaltene Nikotin macht sie zudem abhängig. In der Praxis ist Vapen somit für Jugendliche keine Alternative zum Rauchen sondern eher ein Einstieg. Nicht ohne Grund ist der Verkauf von Vapes an Minderjährige in Belgien verboten. Außerdem wird der Verkauf von aromatisierten E-Zigaretten ab September 2028 untersagt.

Passivvapen ist ungefährlich?

Falsch! Wer den Dampf von Vapes passiv einatmet, nimmt vielleicht kein Nikotin auf, aber sehr wohl andere schädliche Stoffe. Dazu zählen Feinstaubpartikel wie reaktive Sauerstoffverbindungen sowie Metalle wie Nickel, Blei und Chrom. Die meisten dieser Stoffe sind schädlich für die Lunge. Passivvapen ist daher nicht risikofrei.

Vapen hilft beim Rauchstopp?

Richtig. E-Zigaretten kamen ursprünglich als Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung auf den Markt. Es gibt ausreichend Belege dafür, dass sie erwachsenen Rauchern bessere Chancen geben können, mit dem Rauchen aufzuhören. Jugendlichen und Nichtrauchern wird Vapen weiterhin nicht empfohlen.

Alle Vapes sind gleich und gut reguliert?

Falsch! Obwohl der Verkauf von E-Zigaretten in Belgien reguliert ist, gelangen dennoch viele illegale Produkte auf den Markt – häufig über Online-Shops oder soziale Medien. Was genau enthalten ist, ist oft unklar, und genau das macht sie noch riskanter.

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