So schützen Sie sich vor der Tigermücke
Ob entspannte Momente mit einem Cocktail am Strand oder spannende Entdeckungsreisen in der Wildnis – der Sommer steht für viele von uns für Erholung, Abenteuer und unvergessliche Erinnerungen. Doch leider gehören auch weniger willkommene „Souvenirs“ dazu, wie Insektenstiche, besonders die der Tigermücke.
Diese kleine schwarz-weiß gestreifte Mücke stammt ursprünglich aus Asien, ist jedoch mittlerweile auch in Belgien immer häufiger anzutreffen. Anders als viele heimische Mückenarten ist sie vor allem tagsüber aktiv – und kann unter bestimmten Umständen Krankheiten wie Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Fieber übertragen. Die gute Nachricht: Das Ansteckungsrisiko ist hierzulande derzeit sehr gering. Dennoch lohnt es sich, mit ein paar einfachen Schutzmaßnahmen vorzubeugen – für Ihre eigene Gesundheit und zur Eindämmung der Ausbreitung dieser Mücke.
Vor der Reise: Gut vorbereitet starten
Sie planen eine Reise? Dann sollten Sie sich vorab über mögliche Gesundheitsrisiken informieren. Auf der Website www.wanda.be (nur auf Französisch, Niederländisch und Englisch verfügbar) finden Sie aktuelle Informationen zu durch Mücken übertragenen Krankheiten – ideal, um herauszufinden, ob besondere Schutzmaßnahmen erforderlich sind.
Brauchen Sie einen Impfschutz?
Gegen einige durch Mücken übertragene Krankheiten gibt es eine Impfung. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder einer auf Reisemedizin spezialisierten Klinik, um sich individuell beraten zu lassen.
Während der Reise: Schutz ist alles
- Mückenschutzmittel verwenden
Wählen Sie ein wirksames Spray oder eine Lotion mit DEET, Icaridin oder Citriodiol. Tragen Sie das Mittel auf unbedeckte Hautstellen auf – besonders tagsüber. Für Kinder gilt: Achten Sie auf altersgerechte Produkte!
- Lange, helle Kleidung tragen
Langärmlige Oberteile und lange Hosen in hellen Farben machen Sie für Mücken weniger attraktiv. Enge Stoffe wie Jeans sind nicht ideal, da die Mücken durch den Stoff stechen können.
- Unter einem Moskitonetz schlafen
Auch wenn die Tigermücke vorwiegend tagsüber zusticht, bietet ein Moskitonetz zusätzlichen Schutz – vor allem in Gebieten mit vielen Insekten oder wenn Sie im Freien übernachten.
Ein echter blinder Passagier
Auch die Tigermücke reist gerne mit – und zwar als blinder Passagier. Sie versteckt sich gerne in Fahrzeugen, im Gepäck oder auch in Pflanzen, die als Mitbringsel eingepackt werden. Wenn Sie mit dem Auto oder Wohnmobil unterwegs sind, sollten Sie vor der Abreise Ihr Gepäck gründlich überprüfen, es reinigen und alles gut trocknen lassen.
Nach der Reise: Auf Symptome achten
Sie fühlen sich nach Ihrer Rückkehr unwohl? Sie haben Fieber, Muskelschmerzen oder Hautausschlag? Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt. Vergessen Sie nicht, Ihr Reiseziel dort zu erwähnen. Dies ermöglicht eine schnelle und angemessene Diagnose.
Vermehrung der Tigermücke verhindern
Mücken benötigen Wasser, damit sich ihre Eier und Larven entwickeln können. Die Tigermücke kommt jedoch bereits mit sehr kleinen Mengen stehenden Wassers aus.
Um zu verhindern, dass sie sich auf Ihrer Terrasse oder in Ihrem Garten vermehrt, beachten Sie folgende Tipps:
- Leeren Sie Eimer, Gießkannen und Blumentöpfe oder drehen Sie diese um. Reinigen Sie außerdem die Dachrinnen, damit sich dort kein Wasser ansammeln kann.
- Wechseln Sie das Wasser in Vogel- und anderen Tiertränken jede Woche und reinigen Sie diese mindestens einmal jährlich gründlich.
- Sorgen Sie dafür, dass Regentonnen, Brunnen, Behälter und sonstige Wasserspeicher immer gut abgedeckt sind.
- Gestalten Sie eine naturnahe Ecke, um natürliche Fressfeinde von Mücken wie Libellen und Vögel anzulocken. So lässt sich ihre Ausbreitung auf natürliche Weise eindämmen.
Tigermücke erkennen und melden
So erkennen Sie die Tigermücke:
- Sie sticht vor allem tagsüber und häufig.
- Sie ist klein (4-5 mm), flink und schnell.
- Sie hat auffällige schwarze und weiße Streifen auf Körper und Beinen.
Haben Sie eine Tigermücke entdeckt? Melden Sie den Fund unter www.surveillancemoustiques.be.
Gesund bleiben – für sich und andere
Wer sich schützt, schützt auch andere. Mit dem richtigen Verhalten sorgen Sie auf Reisen und zu Hause für Entspannung und helfen dabei, die Tigermücke in Schach zu halten.