Parkinson: Eine Krankheit, die den Alltag verlangsamt
14.04.2026Parkinson zählt zu den chronischen Erkrankungen. Zittern, steife Muskeln und langsame Bewegungen sind typisch. Betroffene erleben, wie selbst einfache Tätigkeiten wie Schreiben, Aufstehen oder Gehen immer schwieriger werden.
Morbus Parkinson
Morbus Parkinson zählt zu den verbreitetsten chronischen Erkrankungen des Nervensystems. Benannt wurde sie nach dem britischen Arzt James Parkinson, der im 19. Jahrhundert die Anzeichen der sogenannten „Schüttellähmung“ erstmals charakterisierte. Jedes Jahr am 11. April, dem Geburtstag von James Parkinson, rückt die Erkrankung in den Mittelpunkt.
Symptome
Typisch für Morbus Parkinson ist ein (Ruhe-)Zittern (Tremor), meist an Händen oder Füßen. Weitere Hauptsymptome sind Muskelsteifheit (Rigor) und verlangsamte Bewegungen (Bradykinese). Im Verlauf können Sprech- und Schluckstörungen, „Einfrieren“ von Bewegungen sowie Blutdruckprobleme auftreten. Später sind auch kognitive Einschränkungen bis hin zu Demenz möglich. Stress, Schlafmangel oder Fieber können die Symptome verstärken.
Frühe Anzeichen sind oft unspezifisch und zeigen sich teils Jahre vorher (z.B. Depressionen, Schlafstörungen, Müdigkeit, Verstopfung oder ein eingeschränkter Geruchssinn). Auch eine leisere Stimme, feinmotorische Probleme oder ein vermindertes Mitschwingen der Arme beim Gehen können Hinweise sein. Die typischen Hauptsymptome treten meist erst später deutlich hervor.
Ursachen
Parkinson entsteht durch das Absterben von Nervenzellen im Hirnstamm, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser ist entscheidend für die Einleitung und Feinabstimmung von Bewegungen. Die Erkrankung entwickelt sich schleichend und tritt meist erst im fortgeschrittenen Erwachsenenalter auf – oft gehen jahrelange Veränderungen voraus. Als mögliche Einflussfaktoren gelten u.a. die steigende Lebenserwartung sowie Veränderungen des Immunsystems, des Stoffwechsels und Umwelteinflüsse. Die genauen Ursachen sind jedoch bis heute nicht gänzlich geklärt. Zwar wurden auch erbliche Zusammenhänge beobachtet, dennoch zählt Parkinson nicht zu den klassischen Erbkrankheiten.
Behandlungsmöglichkeiten
Parkinson ist nicht heilbar, kann jedoch mit verschiedenen Therapieansätzen wie Medikamenten, Ergotherapie, Logopädie, Lebensstiländerungen oder auch einer chirurgischen Hirnstimulation begleitet und – je nach Ausprägung – gut behandelt werden.
Ausführliche Informationen zum Thema „chronische Krankheiten“ finden Sie in der Ausgabe 138 unseres Freie Magazins.