Mit Erster Hilfe Leben retten


Jedes Jahr steht am zweiten Samstag im September die Bedeutung der Ersten Hilfe im Mittelpunkt – in diesem Jahr am 12. September. Denn ein Notfall kann jederzeit und überall eintreten, sei es durch einen Unfall, eine plötzliche Erkrankung oder einen Schlaganfall. In solchen Momenten zählt jede Minute. Wer weiß, was zu tun ist, kann gezielt helfen und mit den richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen im Ernstfall sogar Leben retten.


Lebensrettende Reihenfolge

Für viele Menschen ist die Vorstellung, als Erster an einem Unfallort einzutreffen und helfen zu müssen, mit Angst und Unsicherheit verbunden. Gerade in solchen Momenten ist es wichtig, zu wissen, was zu tun ist. Wer die richtigen Schritte kennt, kann sicherer handeln, wertvolle Zeit gewinnen und im Ernstfall entscheidend zur Lebensrettung beitragen. Dabei kommt es vor allem auf die richtige Reihenfolge der Maßnahmen an.

  • Ruhe bewahren: Auch wenn es herausfordernd ist, versuchen Sie einen kühlen Kopf zu bewahren und sich zügig einen Überblick zu verschaffen.
  • Schutz beachten: Achten Sie zuerst auf Ihre eigene Sicherheit und sichern Sie die Unfallstelle, um weitere Gefahren zu vermeiden. Bringen Sie anschließend – sofern gefahrlos möglich – Betroffene aus dem Gefahrenbereich und beziehen Sie andere Anwesende in die Hilfe mit ein.
  • Lebenszeichen prüfen: Kontrollieren Sie Lebenszeichen wie Bewusstsein und Atmung der betroffenen Personen. Wie man auf Lebenszeichen prüft, können Sie im letzten Punkt nachlesen.
  • Notrufnummer „112“ wählen: Teilen Sie mit, wer Sie sind, wo Sie sich befinden, was passiert ist, wie viele Personen betroffen sind und welche Verletzungen erkennbar sind. Beantworten Sie Rückfragen und legen Sie erst auf, wenn die Notrufzentrale das Gespräch beendet.
  • Erste Hilfe leisten:
    • Beginnen Sie bei bewusstlosen Personen ohne Atmung mit der Wiederbelebungund schließen – falls vorhanden – einen AED (Automatisierter Externer Defibrillator) an. Hier können Sie auf die Unterstützung anderer bei der Herzdruckmassage zurückgreifen.
    • Stillen Sie lebensbedrohliche Blutungen. 
    • Bringen Sie bewusstlose Personen mit Atmung in die stabile Seitenlage.

Bis professionelle Hilfe eintrifft, können wertvolle Minuten vergehen. Umso wichtiger ist es, diese Zeit zu nutzen: Die Erste-Hilfe-Maßnahmen können im Ernstfall Leben retten.

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Erste-Hilfe-Kurs

Wir erstatten Ihnen durch unsere Zusätzlichen Dienste 100 % der Teilnahmegebühren an einem Erste-Hilfe-Kurs, der vom Belgischen Roten Kreuz oder von der VoG „Retten macht Schule“ organisiert wird.

 

Ausführliche Informationen zu den unterschiedlichen Kursen finden Sie in der Rubrik Verwandte Themen unter „Erste-Hilfe-Kurse“.

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Wie prüft man eine Person auf Lebenszeichen?

  • Bewusstsein prüfen: Sprechen Sie die Person laut an und schütteln Sie sie vorsichtig an den Schultern.
  • Atmung prüfen: Reagiert die Person nicht, überstrecken Sie vorsichtig den Kopf, legen Sie hierzu eine Hand an die Stirn und die andere an das Kinn der Person, um die Atemwege freizuhalten. Prüfen Sie anschließend, ob eine normale Atmung vorhanden ist – achten Sie dabei auf Atemgeräusche und Bewegungen des Brustkorbs. Bei normaler Atmung legen Sie die Person in die stabile Seitenlage.
  • Wichtig: Schnappatmung oder eine auffällig langsame, mühsame Atmung gelten nicht als normale Atmung und können auf einen Kreislaufstillstand hindeuten.