Grünes Licht für den nationalen Aktionsplan endokrine Disruptoren (NAPED)


Ende Juni haben die zuständigen Minister den nationalen Aktionsplan endokrine Disruptoren (NAPED) gebilligt. Bei diesem Projekt, das von den Freien Krankenkassen vorangetrieben wird, handelt es sich um den ersten nationalen Aktionsplan, mit dem erreicht werden soll, dass die Menschen weniger endokrinen Disruptoren ausgesetzt sind. Auch sollen die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit reduziert werden.


Was sind endokrine Disruptoren?

Endokrine Disruptoren sind schädliche Chemikalien, die in alltäglichen Produkten und Gegenständen enthalten sein können, wie Spielzeug, Kosmetika, Textilien oder Lebensmittel. Sie können unsere Gesundheit beeinträchtigen, indem sie z.B. Krebs, Fruchtbarkeits- oder Wachstumsstörungen verursachen. Durch einige einfache Maßnahmen können Sie Ihre Exposition gegenüber endokrinen Disruptoren zu Hause leicht reduzieren.

 

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10 Tipps, wie Sie endokrine Disruptoren in Ihrem Haus und in Ihrer Umgebung vermeiden können:

Endokrine Disruptoren sind chemische Substanzen, die nicht vom menschlichen Körper produziert werden und die die Funktion unseres Hormonsystems beeinträchtigen. Sie können negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Kinder, Jugendliche und Schwangere sind dabei besonders gefährdet. Um den Einfluss dieser Chemikalien auf unseren Organismus einzuschränken, sollten Sie Folgendes beachten:

  1. Schälen Sie Ihr Obst und Gemüse (wenn es nicht aus biologischem Anbau stammt).
  2. Schränken Sie den Einsatz von Pestiziden im Garten und im Haus ein.
  3. Waschen Sie neue Kleidungsstücke, bevor Sie sie zum ersten Mal anziehen. Vermeiden Sie Labels wie „geruchshemmend“ oder „ antibakteriell“.
  4. Vermeiden Sie den Gebrauch von parfümierten Reinigungsmitteln, Raumsprays und Lufterfrischern.
  5. Lüften Sie Ihr Haus 10 Minuten lang, 1 bis 2 Mal am Tag.
  6. Für Schwangere: Schränken Sie die Verwendung von Kosmetika, Lotionen, Haarfärbemitteln und Nagellacken ein und verwenden Sie keine Produkte, die Phthalate und Parabene enthalten.
  7. Nehmen Sie regelmäßig Staub und putzen Sie mit feuchten Lappen. Verwenden Sie vorzugsweise Reinigungsprodukte mit EU-Umweltzeichen.
  8. Vermeiden Sie Lebensmittel, die in Plastik verpackt sind und den Recycling-Code 36 oder 7 tragen. Diese können Phthalate oder andere potenziell gefährliche Stoffe enthalten.
  9. Wärmen Sie Lebensmittel nicht in Plastikbehältern auf (Mikrowelle).
  10. Entsorgen Sie antihaftbeschichtete Pfannen und Töpfe, wenn diese beschädigt sind.

Unsere Priorität: Umwelt und Gesundheit

Für uns als Krankenkasse hat der Zusammenhang zwischen Umwelt und Gesundheit absolute Priorität. Bereits 2020 haben die Freien Krankenkassen ein Symposium zum Thema endokrine Disruptoren organisiert. Insbesondere wegen unseres Fachwissens in diesem Bereich sind wir eingeladen worden, an der Ausarbeitung des NAPED mitzuwirken. Die Genehmigung des Plans ist ein sehr wichtiger Schritt. Umso mehr freuen wir uns, unseren Beitrag zur Umsetzung dieses Aktionsplans leisten zu können!

 

Weitere Informationen über diese jüngste Genehmigung sowie den vollständigen Aktionsplan finden Sie auf der Website des FÖD Volksgesundheit (bisher nur auf Französisch und Niederländisch).