Bessere Wundversorgung dank Fotos
28.01.2026Digitale Fotos von Wunden helfen Krankenpflegern und Ärzten, den Heilungsverlauf genau zu beobachten und die Behandlung bei Bedarf anzupassen. Manche Patienten fühlen sich bei dem Gedanken an ein Foto zunächst unwohl. Das ist nachvollziehbar – medizinisch gesehen aber notwendig. Denn die Bilder machen die Betreuung einfacher, schneller und gezielter.
Wundpflege zu Hause nimmt zu
Immer mehr Menschen werden zu Hause wegen einer Wunde gepflegt.
- 2023 erhielten 25.083 Mitglieder der Freien Krankenkassen eine Erstattung für Wundversorgung.
- 2024 stieg diese Zahl um 4,7 % auf 26.268.
Nicht nur für das Archiv
Ein Wundfoto ist mehr als reine Dokumentation. Es zeigt dem Behandlungsteam, wie sich die Wunde entwickelt, ob sich der Zustand verbessert oder verschlechtert und ob Anzeichen einer Infektion vorliegen und rasch gehandelt werden muss.
Wundfotos werden zudem in der Ausbildung von Krankenpflegern eingesetzt. Sie zeigen unterschiedliche Wundarten und helfen zu verstehen, welche Pflege jeweils sinnvoll ist. Das trägt langfristig zu einer besseren Versorgungsqualität bei.
Voraussetzung für die Rückerstattung
Neben dem medizinischen Nutzen gibt es auch eine gesetzliche Vorgabe:
Für die Abrechnung von Wundpflege ist ein Foto als Nachweis notwendig, dass die Pflege tatsächlich durchgeführt wurde. Ohne Bild kann die Leistung nicht verrechnet und somit auch nicht erstattet werden.
Sicher in der elektronischen Patientenakte
Das digitale Wundfoto wird in der elektronischen Patientenakte gespeichert. Zugriff haben nur die zuständigen Krankenpfleger, der Hausarzt und/oder der behandelnde Arzt, der die Wundpflege verordnet hat.
Die Bilder werden nicht weitergegeben und ausschließlich für die medizinische Betreuung genutzt. Ihre Privatsphäre bleibt dabei vollständig geschützt.