Corona-Impfung: Was müssen Sie wissen?

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Bei spezifischen Fragen wenden Sie sich an die Hotline des Ministeriums (Tel. 0800-23 0 32) oder Ihren Hausarzt.

 

Organisation der 3. Impfung

  • Die Rolle der Freien Krankenkasse

    Unsere Krankenkasse unterstützt gemeinsam mit den anderen belgischen Krankenkassen* die laufende Impfkampagne gegen Covid-19. Die Krankenkassen nehmen in diesem Rahmen 3 Aufgaben wahr:

    1. Bereitstellung von bestimmten digitalen Kontaktdaten der Mitglieder
    2. Mitteilung der Nationalregisternummern von Mitgliedern, die zu den Risikopatienten gehören
    3. allgemeine Sensibilisierung und Information zu den Covid-19-Impfungen

    (*Landesbund der Freien Krankenkassen, Landesbund der Christlichen Krankenkassen, Nationalverband der Sozialistischen Krankenkassen, Landesverband der Liberalen Krankenkassen, Landesverband der Neutralen Krankenkassen, Hilfskasse für Kranken- und Invalidenversicherung, Gesundheitspflegekasse HR Rail)

    Kontaktdaten

    Die zuständige Behörde, in der Deutschsprachigen Gemeinschaft das Ministerium der DG, wird Ihnen Ihre Einladung zur Vereinbarung eines Impftermins per Brief zusenden. Wenn Sie bei der Krankenkasse Ihre Handynummer oder Ihre E-Mailadresse angegeben haben, werden diese Kontaktangaben an die Impfdatenbank der Behörden übermittelt. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass Sie zusätzlich zur Briefeinladung die Informationen zu Ihrem Impftermin über Ihr Mobiltelefon oder per E-Mail erhalten. 

    Risikopatienten wird eine zusätzliche Impfdosis angeboten

    Die bisher vorliegenden wissenschaftlichen Daten zeigen, dass Menschen mit einer verminderten Immunität aufgrund bestimmter Krankheiten oder Behandlungen nach der ersten Impfung (unabhängig davon, ob es sich um eine Impfung mit einfacher oder zweifacher Dosis handelt) weniger Antikörper bilden als der Rest der Bevölkerung. Bei diesen Personen soll eine zusätzliche Dosis des mRNA-Impfstoffs (derzeit Pfizer oder Moderna) die Antikörper erhöhen.

    Wie bisher haben Krankenkassen und Ärzte daher ihre Daten gebündelt, um die Auswahl von Hochrisikopatienten zu ermöglichen. Personen, deren Immunität aufgrund einer Erkrankung oder einer Behandlung schwächer ist, werden daher zu einer Nachimpfung mit einer zusätzlichen Dosis des Impfstoffs eingeladen, um ihre Immunität zu optimieren.

    Die Krankenkassen tun alles, um diesen Auftrag zu erfüllen. Die Übermittlung der Informationen, die für den Versand dieser Einladungen verwendet werden, erfolgt auf sichere Weise und wurde vom Ausschuss für Informationssicherheit genehmigt. (IVC/KSZG/21/324).

     

    Weitere Informationen zu dem Personenkreis, der von dieser Nachimpfung betroffen ist, finden Sie weiter unten.

     

    Wir tun unser Bestes, um diese Aufgabe zu erfüllen. Natürlich werden wir auch weiterhin unsere Informationsrolle wahrnehmen. Es ist für uns selbstverständlich, Ihnen auch weiterhin zuverlässige, aktuelle und wissenschaftlich überprüfte Informationen zu liefern.

    Möchten Sie mehr erfahren?

    Wünschen Sie weitere Informationen zu der Impfkampagne in Ihrer Region oder Gemeinschaft, über die Verarbeitung Ihrer Daten und über Ihre Rechte?

     

    In der Deutschsprachigen Gemeinschaft:

    In der Französischen Gemeinschaft:

    In Flandern:

  • Warum eine 3. Impfung?

    Jüngste wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass manche Menschen auch nach der 2. Dosis von Astra Zeneca, Pfizer, Moderna oder dem Einzelimpfstoff Johnson & Johnson weniger Antikörper entwickeln.

    Diese Reaktion steht manchmal im Zusammenhang mit einer bestimmten Erkrankung wie angeborenen Immunstörungen oder HIV, bei denen die Betroffenen nur wenige Antikörper bilden.

    Sie kann auch mit einer Behandlung zusammenhängen, die Antikörper zerstört (z. B. einer Dialyse) oder den Körper daran hindert, Antikörper zu bilden (z. B. Krebsbehandlungen, Behandlungen zur Verhinderung der Abstoßung von Transplantaten, immunsuppressive Behandlungen).

    Auf der Grundlage dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse hat die belgische Regierung beschlossen, für bestimmte Personen eine zusätzliche Injektion des Impfstoffs zu veranlassen.

  • Wer soll die 3. Dosis der Covid-19 Impfung erhalten?

    Die folgenden Kategorien von Personen ab 12 Jahren wurden ausgewählt, um prioritär eine zusätzliche Dosis zu erhalten:

    • Patienten mit angeborenen Immunstörungen
    • Patienten mit chronischer Nierendialyse
    • HIV-infizierte Patienten mit einer CD4-Zellzahl von weniger als 200 pro mm³ Blut
    • Patienten mit Blutkrebs oder anderen bösartigen Erkrankungen, die in den letzten 3 Jahren aktiv behandelt wurden oder werden
    • Patienten, die sich einer Prä-Transplantation, Stammzell- und Organtransplantation unterziehen
    • Patienten mit entzündlichen Erkrankungen, die mit Immunsuppressiva behandelt werden

    Die aktuellen Infektionszahlen führen dazu, dass die Regierung beschlossen hat, im Anschluss der gesamten Bevölkerung eine 3. Impfung zur Verfügung zu stellen. 

  • Wie erhalten Betroffene die Einladung?

    Betroffene erhalten die Impf-Einladung automatisch, so wie sie die früheren auch erhalten haben. Grundsätzlich erfolgt die Impfung in dem Impfzentrum, in dem die ersten Impfungen verabreicht wurden, frühestens 4 Wochen nach der letzten Injektion.

    Ausgewählte Personen, die in einem Pflegezentrum oder einer Gemeinschaftsunterkunft (Pflegeheim, Alten- und Pflegeheim, Behindertenwohnheim usw.) leben, werden für diese zusätzliche Impfung ebenfalls in das Impfzentrum eingeladen.

    In Absprache mit der Impfstelle kann eine Heimimpfung mit Unterstützung des Hausarztes, der die GMA des Patienten verwaltet, organisiert werden.

  • Welcher Impfstoff wird für die 3. Impfung verwendet?

    Für diese zusätzliche Dosis werden die Menschen mit Impfstoffen von Pfizer oder Moderna geimpft, unabhängig davon, welchen Impfstoff sie ursprünglich erhalten haben (Pfizer, Moderna, Astra Zeneca oder Johnson & Johnson). Es hat sich herausgestellt, dass die höchste Immunantwort bei der Kombination von Astra Zeneca und mRNA-Impfstoffen (Pfizer oder Moderna) zu verzeichnen ist.

  • Können Krankenkassen jemanden auf die Liste der Risikopatienten aufnehmen?

    Nein, die Auswahl der betroffenen Personen erfolgt ausschließlich und automatisch auf der Grundlage der bis zum 31.03.2021 gespeicherten Abrechnungsdaten im Gesundheitswesen. Die Krankenkassen können niemanden manuell hinzufügen. Wenn Sie die Kriterien erfüllen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

  • Woher weiß ich, ob ich auf der Liste stehe?

    Insgesamt werden etwa 375.000 Menschen zu der 3. Impfung eingeladen. Die Liste wird frühestens am 13. September verfügbar sein. Sie können dann überprüfen, ob Sie auf der Liste stehen, indem Sie die Plattform MeineGesundheit.be besuchen.

    Wenn Sie wissen möchten, warum Sie auf der Liste stehen oder nicht, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden. Er oder sie kennt die Auswahlparameter und kann sie in Bezug auf Ihren Gesundheitszustand überprüfen.

  • Wann sollten Sie Ihren Hausarzt kontaktieren?

    Wenn Sie bei Ihrem Hausarzt Ihre GMA haben und Ihr Gesundheitszustand dies rechtfertigt, hat er Sie möglicherweise bereits auf die Liste der Personen gesetzt, die zu einer zusätzlichen Impfung eingeladen werden.

    In den folgenden Fällen sollten Sie nicht zögern, sich an Ihren Arzt zu wenden, um eine zusätzliche Dosis des Impfstoffs zu erhalten:

    • Wenn Sie eine angeborene Immunschwäche haben
    • Wenn Sie mit HIV infiziert sind und Ihre CD4-Zellzahl unter 200 pro mm³ Blut liegt
    • Wenn Sie Blutkrebs oder andere bösartige Tumore haben, die erst nach dem 04.01.2021 diagnostiziert wurden
    • Wenn Sie Prä-Transplantationspatient sind oder wenn Sie nach dem 01.04.2021 eine Stammzellentransplantation oder eine Organtransplantation erhalten haben
    • Wenn Sie an einer entzündlichen Krankheit leiden und nach dem 04.01.2021 eine immunsuppressive Behandlung begonnen haben
  • Können Krankenkassen weitere Bedingungen in die Liste aufnehmen?

    Nein, die Liste der Erkrankungen, für die eine zusätzliche Impfdosis verabreicht wird, kann nicht um weitere Erkrankungen ergänzt werden. Auch wenn Sie ein Attest von einem Facharzt haben.

  • Was müssen Sie tun, wenn Sie nicht auf der Liste stehen wollen?

    Die Krankenkassen können Sie nicht von der Liste streichen. Ihr Hausarzt oder der Arzt, der im Besitz Ihrer GMA ist, kann dies tun.

    Sie können auch auf Ihre Einladung warten und sie telefonisch oder über die Webanwendung ablehnen. Auf diese Weise schaffen Sie Platz für jemand anderen. Sie sind nicht verpflichtet, diese zusätzliche Dosis des Impfstoffs zu erhalten. Diese zusätzliche Injektion wird jedoch nur einmal organisiert.

  • Wer entscheidet über die Reihenfolge, in der die Einladungen für die 3. Impfung verschickt werden?

    Die Krankenkassen haben keinen Einfluss auf die Reihenfolge der Impfung. Die Einladungen werden zuerst an die ältesten und dann an die jüngsten Betroffenen verschickt. Je nach der Verfügbarkeit von Plätzen in Ihrer Region kann dies in einem anderen Tempo erfolgen. Es wird angestrebt, die gesamte Gruppe bis spätestens 15. Oktober 2021 zu impfen.

    Wenn Sie mehr über die allgemeine Impfstrategie in Belgien erfahren möchten, besuchen Sie jemevaccine.be

 

Organisation und Ablauf der Impfkampagne

  • Wo werde ich geimpft?

    In der Deutschsprachigen Gemeinschaft wurden 2 Impfzentren eingerichtet:

    • in Eupen (Lascheter Weg 20) für die Gemeinden Eupen, Kelmis, Lontzen und Raeren
    • in St. Vith (Malmedyer Straße 69) für die Gemeinden Amel, Büllingen, Burg-Reuland, Bütgenbach und St. Vith

    Je nach Ihrem Wohnort werden Sie einem Impfzentrum zugewiesen. Besuchen Sie die Impfzentren nur, wenn Sie einen Termin haben.

     

    Pflegebedürftige Personen, denen die Fahrt zum Impfzentrum nicht möglich ist, können zu Hause vom Mobilen Team oder vom Hausarzt geimpft werden (ebenfalls kostenlos).

  • Ablauf in den Impfzentren
    1. Zuerst wird Ihnen die Temperatur gemessen. Nur wenn Ihre Temperatur unter 38°C liegt, können Sie geimpft werden. Sonst müssen Sie einen neuen Termin vereinbaren.
    2. Am Check-in-Schalter müssen Sie die Einladung und/oder das E-Ticket mit QR-Code, Ihren Personalausweis und Ihren Impfpass vorlegen. Wenn Sie keinen Impfpass haben, erhalten Sie kostenlos einen neuen. Diesen sollten Sie beim 2. Termin wieder mitbringen. Das gilt ebenfalls für Ihre Einladung. Bewahren Sie die Dokumente daher sorgfältig auf. Bei der Registrierung werden Ihnen außerdem ein paar Fragen zu Ihrem aktuellen Gesundheitszustand gestellt, um Sicherheitsbedenken auszuschließen. 
    3. Dann geht es zur Impfkabine, wo Sie von einem Krankenpfleger geimpft werden. Anhand des QR-Codes wird Ihre Impfung sofort registriert. Das dauert nur wenige Minuten.
    4. Nach der Impfung müssen Sie sich noch 15 bis 30 Minuten im Beobachtungsbereich aufhalten. Sollte es beispielsweise zu einer allergischen Reaktion kommen, kann sofort gehandelt werden.
    5. Wenn Sie das Impfzentrum verlassen, scannt ein Mitarbeiter erneut den QR-Code, um nachzuweisen, dass Sie das Zentrum verlassen haben.

    Der gesamte Impfprozess inklusive Anmeldung und Nachbetreuung dauert voraussichtlich eine Stunde. 

    Was sollten Sie beachten? 

    • Sie sollten 15 Minuten vor Ihrem vereinbarten Termin im Impfzentrum ankommen.
    • Bei der Ankunft müssen Sie eine Maske tragen: eine medizinische Maske oder eine Stoffmaske, jedoch kein Bandana und keinen Schal.
    • Tragen Sie Kleidung, die einen leichten Zugang zum Oberarm erlaubt.
    • Kommen Sie allein zum Impfzentrum, es sei denn, Sie benötigen Hilfe. Dann können Sie sich von einer Person begleiten lassen.

     

  • Der Weg zum Impfzentrum

    Sie können sich mit öffentlichen oder persönlichen Verkehrsmitteln zum Impfzentrum begeben. Die Hin- und Rückfahrt zum Impfzentrum mit den Linienbussen ist kostenlos. Es genügt, das E-Ticket vorzuzeigen, das zur Bestätigung des Impftermins erstellt wurde – entweder als Ausdruck oder auf Ihrem Smartphone.

     

    Wenn nicht ausreichend öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, Sie kein Auto zur Verfügung haben oder nicht mehr selbst fahren können, sollten Sie die Hilfe von Kindern, Enkeln, Nachbarn oder Bekannten in Anspruch nehmen. Sie können ebenfalls Kontakt mit ehrenamtlichen Diensten wie dem Josephine-Koch-Service oder der Stundenblume aufnehmen.

     

    Wenn Sie weniger mobil sind und im Impfzentrum Hilfe benötigen, so melden Sie dies bitte vorher bei der Hotline an unter 0800-23 0 32. Die Hotline wird die Mitarbeiter des Impfzentrums informieren.

  • Was ist, wenn ich mich aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Impfzentrum begeben kann?

     

    Ist der Weg zum Impfzentrum aus erheblichen medizinischen Gründen nicht möglich, bspw. wegen gravierender körperlicher Beeinträchtigungen oder aus schwerwiegenden psychiatrischen Gründen, kann eine Person auch zuhause durch den Hausarzt geimpft werden. Voraussetzung ist natürlich, dass die Person schon eine Einladung zur Impfung erhalten hat.

     

    Die Entscheidung, ob eine Person zu Hause geimpft werden kann, trifft der Hausarzt. Der Patient muss seinen Hausarzt kontaktieren. Dieser bewertet die Notwendigkeit, führt das Aufklärungsgespräch und kümmert sich anschließend um die Reservierung des Impfstoffs, die Terminvereinbarung und die Organisation am Tag der Impfung.

     

    Halten Sie für das Gespräch mit Ihrem Hausarzt immer Ihre Impfeinladung mit dem persönlichen Impf-Code bereit. Sie können nicht auswählen, mit welchem Impfstoff sie geimpft werden.

  • Wer trägt die Kosten der Impfung?

    Die Impfung ist kostenlos. Die Kosten der Impfung tragen der Föderalstaat und die Teilstaaten.

  • Erhalte ich einen Impfnachweis?

    Alle durchgeführten Impfungen werden in der digitalen Impfdatenbank Vaccinet+ abgespeichert. Zudem wird die Impfung in den persönlichen Impfpass eingetragen.

     

    Vollständig Geimpfte erhalten ein Covid-Zertifikat. Dieses kann auf dem Portal MeineGesundheit oder der App CovidSafeBE beantragt werden. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft wird Ihnen das Zertifikat auch automatisch per Post zugesandt. 

  • Werden Kinder und Jugendliche auch geimpft?

    Der Hohe Gesundheitsrat hat bereits empfohlen auch 16- bis 17-Jährige mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer impfen zu lassen. Lesen Sie hier mehr dazu.

     

    Der BioNTech/Pfizer-Impfstoff gilt in Europa mittlerweile auch als sicher für eine Verwendung bei 12- bis 15-Jährigen. Die belgischen Gesundheitsminister haben am 7. Juni 2021 grünes Licht für die Impfung gegeben. 

 

Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe

  • Wie wirkt ein Impfstoff im Allgemeinen?

    Ein Impfstoff regt unser Immunsystem dazu an, ein bestimmtes Virus oder ein bestimmtes Bakterium zu erkennen, ohne daran zu erkranken. Wenn wir dann mit diesem Virus oder Bakterium in Kontakt kommen, erinnert sich unser Immunsystem an diesen Erreger und produziert Antikörper, um diesen zu zerstören und uns vor der Krankheit zu schützen.

  • Welche Corona-Impfstoffe sind zugelassen?

    Verschiedene Hersteller haben in der Europäischen Union bereits eine Zulassung für ihre Impfstoffe erhalten. Das gilt für BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson. Die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna sind sogenannte mRNA-Impfstoffe. AstraZeneca und Johnson & Johnson haben klassische Vektor-Impfstoffe hergestellt. 

     

    Das Vakzin von Johnson & Johnson muss nur einmal verabreicht werden und wird daher vor allem bei Personen verwendet, die zuhause geimpft werden. Die anderen Impftsoffe müssen in 2 Dosen verabreicht werden mit einem Abstand von wenigen Wochen: 3 Wochen bei BioNTech/Pfizer, 4 Wochen bei den anderen Impfstoffen. Die 1. und 2. Dosis muss vom gleichen Hersteller sein.

     

  • Ab wann tritt der Impfschutz ein?

    Nach Verabreichung der Impfung muss der Organismus erst einmal Antikörper gegen die Erkrankung bilden. Das dauert etwa 10 bis 14 Tage. 

  • Sind die Impfstoffe sicher?

    Die im Vergleich zu anderen Impfstoffen kurze Entwicklungsdauer macht vielen Sorgen, hat aber mehrere Gründe: Corona-Impfstoffen wurde weltweit absolute Priorität eingeräumt, tausende Wissenschaftler forschten gleichzeitig, zehntausende Testpersonen meldeten sich freiwillig, um die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Präparate zu prüfen. Zudem fanden die notwendigen Testphasen nicht alle nacheinander statt, sondern liefen teilweise zeitgleich ab, wodurch viel Zeit gespart werden konnte.

     

    Der Impfstoff ist geprüft, zugelassen und sicher. Die Sicherheit des Impfstoffs wurde ausgiebig getestet und weist ein sehr gutes Sicherheitsprofil auf. In der 3. Testphase wurden mehr Probanden einbezogen als bei den meisten anderen Impfstoffstudien. Unter den Testpersonen waren auch Risikogruppen stark vertreten.

     

    Die Impfstoffsicherheit ist eine Bedingung für die Marktzulassung. Ist der Impfstoff nicht sicher, wird er nicht zugelassen. Impfstoffe gegen COVID-19 müssen den gleichen strengen Anforderungen gerecht werden, wie alle anderen Impfstoffe.

  • Besteht das Risiko, dass die mRNA-Impfstoffe unfruchtbar machen?

    Es wird behauptet, dass die neuen Impfstoffe unfruchtbar machen. Was steckt dahinter?

    Kontext

    Auf der Oberfläche des Virus sitzen Eiweißstoffe, sogenannte Spike-Proteine, mit denen das Virus an menschliche Zellen andockt und sie infiziert. Durch die Impfung soll das Immunsystem Antikörper bilden, die diese Spike-Proteine angreifen.

    Da das Spike-Protein Ähnlichkeiten mit einem anderen menschlichen Protein aufweist – nämlich Syncytin, welches der Körper benötigt, um eine funktionsfähige Plazenta zu bilden – wird behauptet, dass die durch die Impfung gebildeten Antiköper nicht nur das Spike-Protein des Virus angreifen, sondern auch das Syncytin. Frauen könnten somit unfruchtbar werden.

    Die Impfung macht nicht unfruchtbar 

    Dass die Impfung für Unfruchtbarkeit bei Frauen sorgt, macht aber aus verschiedenen Gründen keinen Sinn:

    Grund 1

    Würde die Impfung wirklich unfruchtbar machen, hätten die bisherigen Krankheitsverläufe darauf hinweisen müssen. Das würde nämlich bedeuten, dass jede Frau, die eine Corona-Infektion überstanden hat, danach unfruchtbar ist. Denn auch ihr Immunsystem hat Antikörper gegen das Spike-Protein gebildet.

     

    Es gibt aber keine Hinweise dafür. Im Gegenteil: Einige Frauen, die an der Impfstudie teilgenommen hatten wurden währenddessen schwanger. Würde der Impfstoff unfruchtbar machen, wären diese Schwangerschaften nicht aufgetreten.

    Grund 2

    Tatsache ist auch, dass Hämoglobin (der Farbstoff der roten Blutkörperchen) oder Kollagen ebenfalls Übereinstimmungen mit dem Spike-Protein haben. Die Impfung müsste also unsere Blutkörperchen und unser komplettes Bindegewebe angreifen. Das wäre bei den Corona-Infizierten sowie bei den 40.000 Geimpften längst aufgefallen.

    Grund 3

    Damit Antikörper kreuzagieren – also 2 unterschiedliche Proteine attackieren – müssten diese zu einem Großteil übereinstimmen. Aber nur ein paar wenige Aminosäuren des Spike-Protein stimmen mit dem körpereigenen Protein Syncytin überein.

     

    Die Behauptung, dass die Impfstoffe unfruchtbar machen, ist also unwissenschaftlich und nicht haltbar.

  • Verändert der mRNA-Impfstoff meine DNA?

    Nein. Die Corona-Impfstoffe von BioNtech und Moderna sind sogenannte mRNA-Impfstoffe. Bei mRNA handelt es sich um ein Botenmolekül, das nicht in die DNA einer Zelle eingebaut werden kann und relativ schnell vom Körper abgebaut wird. Ihre DNA kann demnach nicht verändert werden.

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    Es ist das erste Mal, dass ein RNA-Impfstoff kommerzialisiert wird. Allerdings wurde diese Technik bereits in vielen kleineren klinischen Studien eingesetzt, so dass konkrete Rückschlüsse gezogen werden konnten. Diese revolutionäre Technik wird wahrscheinlich viele andere Möglichkeiten bieten, nicht nur in Bezug auf Impfstoffe – sie wird ebenfalls schon für die Behandlung von Krebs erforscht.

  • Was ist mit dem Vektor-Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson?

    Die Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson sind keine mRNA-Impfstoffe, sondern beruhen auf der herkömmlichen Herstellungsweise.

     

    Es sind sogenannte Vektorimpfstoffe. Das bedeutet, dass der genetische Bauplan eines Teils des Coronavirus in ein abgeschwächtes, für uns harmloses Trägervirus verpackt und so in die menschliche Zelle transportiert wird. Die Zelle baut die Teile des Virus nach. Darauf reagiert das Immunsystem und bildet Antikörper.

  • Kann ich durch die Impfung an Covid-19 erkranken?

    Nein, denn der COVID-19-Impfstoff enthält keine Lebendviren und kann daher niemals Corona verursachen. Der Körper braucht aber nach der Impfung einige Wochen, bevor der Schutz wirkt. Wenn Sie sich erst kurz vor der Impfung infiziert haben oder kurz nach der Impfung, könnten Sie trotzdem erkranken.

  • Welche Nebenwirkungen können durch die Impfung auftreten?

    Wie jedes Medikament kann auch die Corona-Impfung Nebenwirkungen verursachen. Die häufigsten Beschwerden nach der COVID-19-Impfung sind Schmerzen oder Rötungen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Fieber oder Muskelschmerzen. Diese Beschwerden halten ein bis 2 Tage an und lassen sich leicht mit einem fiebersenkenden Medikament oder einem Schmerzmittel beheben.

     

    Wenn Sie nach der Impfung mit AstraZeneca oder Johnson & Johnson unerwünschte Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie Ihren Arzt. Bei folgenden Symptome sollten Sie sich sofort an Ihren Arzt wenden:

    • Kurzatmigkeit
    • Brust- oder Magenschmerzen
    • Schwellung oder Kältegefühl eines Armes oder Beines
    • Starke oder sich verschlimmernde Kopfschmerzen
    • Verschwommenes Sehen nach der Impfung
    • Eine anhaltende Blutung
    • mehrere kleine Blutergüsse, rote oder violette Flecken oder Blutblasen unter der Haut.

     

  • Schützt der Impfstoff mich ausreichend?

    Der Impfstoff ist zu 90 % wirksam bei der Prävention von COVID-19. Die Impfung ist daher ein sehr effektiver Weg, um sich vor der Krankheit zu schützen.

     

    Doch auch wenn der Impfstoff keinen 100%igen Schutz bietet: Falls Sie dennoch an Covid-19 erkranken, verläuft die Infektion in der Regel milder. Eine hohe Durchimpfungsrate, d. h. wenn viele Menschen geimpft sind, erhöht darüber hinaus den Schutz, da es für das Virus schwieriger ist, sich zu verbreiten, und für alle Menschen sinkt das Risiko, sich zu infizieren.

     

    Ob Sie nach der Impfung das Virus weiterhin übertragen können, ist noch nicht bekannt. Diese Frage ist derzeit Gegenstand umfangreicher wissenschaftlicher Untersuchungen.

  • Muss ich mich impfen lassen?

    Die Impfung ist freiwillig. Dennoch ist es wichtig, dass sich ein möglichst großer Teil der Bevölkerung impfen lässt. Denn nur bei einer Impfrate von mindestens 70 % kann eine so genannte Herdenimmunität erreicht werden, die neue Corona-Wellen verhindert.

     

    Die Impfung dient nicht nur dem Selbstschutz, sondern auch dem Wohl der Gesellschaft.

  • Muss ich mich impfen lassen, wenn ich bereits Corona hatte?

    Nur weil Sie COVID-19 hatten, heißt das nicht, dass Sie nicht erneut erkranken können. Sie können sich nochmals infizieren und auch andere Personen anstecken. Haben Sie bereits Antikörper entwickelt, so verstärkt die Impfung kräftig deren Wirkung und verlängert die Immunität. Darüber hinaus bieten die Impfstoffe einen besseren Schutz gegen bestimmte Varianten des Virus.

  • Ich gehöre keiner Risikogruppe an, warum sollte ich mich impfen lassen?

    Auch wenn Sie gesund sind und nicht zu einer Risikogruppe gehören, ist die Impfung sehr empfehlenswert. Zum einen ist der Krankheitsverlauf nie vorhersehbar – auch viele gesunde Menschen mussten während der Pandemie im Krankenhaus behandelt werden. Zum anderen tragen Sie mit der Impfung zum Schutz der gesamten Bevölkerung bei.

  • Ich bin schwanger, sollte ich mich impfen lassen?

    Aufgrund der neuesten Erkenntnisse empfiehlt der Hohe Gesundheitsrat auch Schwangeren, sich impfen zu lassen. Sie sollten idealerweise auch vorrangig geimpft werden, denn es besteht ein erhöhtes Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken und eine Frühgeburt zu erleiden. Das Leben der Mutter und des Kindes kann dabei auf dem Spiel stehen. 

     

    Auch stillende Frauen können geimpft werden. Die Daten bezüglich der Impfung von Frauen im gebärfähigen Alter, die schwanger werden wollen, sind zwar noch begrenzt, aber die vorhandenen Erkenntnisse zeigen keine negative Auswirkung der Impfung auf die Fruchtbarkeit.

     

    Insbesondere Mitarbeiterinnen des Gesundheitswesens mit hohem Ansteckungsrisiko und Frauen mit Vorerkrankungen, die zur Risikogruppe gehören, sollten sich impfen lassen.

  • In welchem Fall sollte ich mich nicht impfen lassen?

    Wenn Sie eine Allergie gegen einen der Bestandteile des Impfstoffs haben (d.h. eine Allergie, die es erforderlich macht, dass Sie immer eine Adrenalinspritze bei sich tragen), sollten Sie sich nicht impfen lassen.

     

    Wenn Sie aus anderen gesundheitlichen Gründen daran zweifeln, sich impfen zu lassen, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden. 

Coronavirus: Erstattungen und Krankengeld

Finden Sie hier häufig gestellte Fragen und Antworten zum Thema Covid-19 in Bezug auf Ihre belgische Krankenversicherung:

  • In welcher Situation werden Covid-19-Tests in Belgien erstattet?

    Derzeit existieren drei Arten von Corona-Nachweistests, die in Belgien von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden, d.h. dass Sie dafür eine Erstattung unserer Krankenkasse erhalten:

    • Der molekulare Test (PCR). Hierbei handelt es sich um eine Methode, die es ermöglicht, anhand von Proben aus der Nase oder dem Rachen eine Corona-Infektion festzustellen. Kosten: 40,44 €
    • Der Antigen-Test. Dieser Test kann, wie auch der molekulare Test, durch Nasen- oder Rachenabstriche das Vorhandensein des Virus nachweisen. Kosten: 16,85 € (Achtung: Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem Antigen-Schnelltest!)
    • Der serologische Test. Dieser Test sucht im Blut nach Antikörpern, die der Körper produziert hat, um das Virus zu bekämpfen. Werden solche Antikörper im Körper nachgewiesen, bedeutet dies, dass eine Infektion mit dem Coronavirus stattgefunden hat. Kosten: 9,60 €

    Erstattung von PCR- und Antigentests

    Unter bestimmten Bedingungen werden diese Tests vollständig von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet. Sie müssen in einem anerkannten Labor ausgewertet und die anonymisierten Testergebnisse sofort an Sciensano weitergeleitet werden.

     

    Molekular- oder Antigentests werden erstattet, wenn die von Sciensano festgelegten Richtlinien eingehalten werden (siehe unten) und die betroffene Person über einen 16-stelligen Aktivierungskode zum Testen zugelassen wird oder über eine ärztliche Verschreibung verfügt. Gleiches gilt für Reiserückkehrer, die in ihrem Selbstbeurteilungsformular ein erhöhtes Infektionsrisiko aufweisen und daraufhin einen Aktivierungskode per SMS erhalten. Reiserückkehrer aus orangenen Zonen erhalten keine Erstattung.

     

    Wenn der Antigentest positiv ist, darf kein Molekulartest mehr durchgeführt werden. Sollte der Antigentest allerdings negativ sein, muss noch ein Molekulartest gemacht werden.

    Richtlinien laut Sciensano

    Sciensano hat eine Prioritätenliste für das Testen durch Molekulartests festgelegt, um die Testkapazitäten besser kontrollieren zu können. Folgende Gruppen sollten sich testen lassen:

    1. Alle Personen, die aufgrund von Covid-19-Symptomen möglicherweise positiv sind (siehe „Definition eines möglichen Falls“). Pflegekräfte haben Priorität, ebenso die Bewohner und das Personal von Alten- und Pflegeheimen.
    2. Personen, die engen Kontakt mit einem Infizierten hatten (siehe „Definition eines engen Kontakts“)

     

    Wenn die Testkapazitäten es zulassen:

    1. Personen, deren Krankenhausaufenthalt bevorsteht.
    2. Jeder neue Bewohner, der zum ersten Mal in eine Wohngemeinschaft (z.B. Pflegeheim, Behindertenheim, Jugendzentrum, Gefängnis, usw.) eintritt.
    3. Reiserückkehrer, die auf ihrem Selbstbeurteilungsformular angegeben haben, engen Kontakt zu einem Infizierten gehabt zu haben und die daraufhin einen Aktivierungskode erhalten.

    Definition eines möglichen Falls

    Als möglicher Covid-19-Fall gilt eine Person, die

    • mindestens eines der folgenden akuten Hauptsymptome hat: Husten, Atemnot, Brustschmerzen, Geruchs- oder Geschmacksverlust;
    • zwei oder mehr der folgenden leichteren Symptome hat: Fieber, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Durchfall, akute Verwirrung, und dies ohne andere offensichtliche Ursache;
    • eine Verschlimmerung der chronischen Atemwegssymptome feststellt (COPD, Asthma, chronischer Husten…), ohne andere offensichtliche Ursache.

    Definition eines engen Kontakts (Hochrisikokontakt)

    Das Ansteckungsrisiko wird als “hoch” eingestuft und eine Person somit als enger Kontakt definiert, wenn folgendes zutrifft:

    • die Kontaktzeit zu dem Infizierten hat mindestens 15 Minuten betragen in einem Abstand von weniger als 1,5 m, z.B. während eines Gesprächs, ohne dass eine der beiden Personen eine Maske (Nase und Mund bedeckend) trägt. Dazu gehören bspw. Lebensgefährten, Kinder, Personen, die in einer Wohngemeinschaft leben, Menschen, mit denen eine Mahlzeit geteilt wurde, und möglicherweise auch Nachbarn am Arbeitsplatz.
    • Eine Person, die direkten körperlichen Kontakt zu einem Covid-19-Infizierten hatte.
    • Eine Person, die direkten Kontakt mit Ausscheidungen oder Körperflüssigkeiten eines Covid-19-Patienten gehabt hat, z.B. beim Umarmen oder Mund-zu-Mund-Kontakt oder Kontakt mit Erbrochenem, Stuhl, Schleim usw.
    • Eine Person, die durch den “Coronalert”-Antrag als enger Kontakt identifiziert wurde.

    Zwei kostenlose PCR-Tests für Nicht-Geimpfte im Juli und August

    Für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahre sowie Erwachsene, die noch nicht vollständig geimpft sind (zweite Impfung noch nicht erhalten oder die Impfung ist noch keine 2 Wochen her), erstattet die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für den PCR-Test bis zu einem Höchstbetrag von 55 €. Dies gilt für Tests, die in Belgien nach Erhalt eines “Coronatest Prescription Codes –  CTPC” durchgeführt werden. Diesen kann der Bürger auf der Plattform “Meine Gesundheit“ anfragen (das ist ab dem 26. Juni 2021 möglich) und anschließend einen Termin im Testzentrum seiner Wahl nehmen. Der Code ist bis zu 10 Tagen nach Erhalt gültig. 

     

    Die finanzielle Beteiligung kann von Juli bis September 2021 insgesamt 2x Mal in Anspruch genommen werden. Vereinbaren Sie rechtzeitig einen Termin für den PCR-Test, denn es gibt Wartezeiten und die Auswertung kann bis zu 36 Stunden dauern. Geben Sie immer an, dass Sie einen Termin für eine Reise oder ein Event vereinbaren.

    Wie erhalten Sie Ihre Testergebnisse?

    Sobald das Labor die Ergebnisse an die Datenbank von Sciensano gesendet hat, können Sie Ihr digitales EU-COVID-Zertifikat auf der Website MeineGesundheit anfordern (insofern der Test negativ ist).

    Sie möchten einen PCR-Test durchführen lassen, entsprechen jedoch nicht den oben erwähnten Richtlinien?

    Das ist ebenfalls möglich, allerdings sieht die gesetzliche Krankenversicherung keine Erstattung vor und der Test ist vollständig zu Ihren Lasten. Sie zahlen:

    • 55 Euro für einen Standard-Test
    • 120 Euro für einen PCR-Schnelltest, bei dem das Ergebnis innerhalb von 3 Stunden nach der Probenentnahme vorliegt.

    Auch für diese kostenpflichtigen Tests können Sie einen Aktivierungscode auf der Website MeineGesundheit anfragen oder indem Sie Kontakt mit einem Labor oder Testzentrum aufnehmen.

    Erstattung von serologischen Tests

    Bei einem serologischem Test wird durch den Nachweis von Antikörpern festgestellt, ob der Körper nach dem Kontakt mit dem Virus eine Immunreaktion entwickelt hat.

    Auf der Grundlage des derzeitigen Wissensstandes lässt sich mit einem serologischen Test jedoch nicht feststellen, ob eine Person :

    • Während der ersten Woche mit Symptomen infiziert ist;
    • Eine symptomlose Form von Covid-19 hat;
    • vor einer eventuellen zweiten Infektion geschützt ist und wie lange die Antikörper im Körper bleiben;
    • ansteckend ist;
    • sich in der infektiösen oder postinfektiösen Phase befindet.

     

    In einigen Fällen kann der serologische Test eine Ergänzung zur molekularen Diagnose darstellen, jedoch ist er nicht als diagnostischer Test geeignet.

    Aufgrund dieser Einschränkungen werden serologische Tests nur in folgenden Situationen erstattet:

    1. Bei hospitalisierten Patienten mit einer Auffälligkeit einer Covid-19-Infektion, jedoch einer Unstimmigkeit zwischen Molekulartest und CT-Scan, mindestens 7 Tage nach Auftreten der Symptome.
    2. Bei ambulanten oder stationären Patienten mit einer Auffälligkeit einer Covid-19-Infektion, wenn der Molekulartest negativ ausfiel oder nicht innerhalb von 7 Tagen nach Symptombeginn mittels des Molekulartests getestet werden konnte, mindestens 14 Tage nach Symptombeginn.
    3. Im Rahmen der Differentialdiagnose bei untypischer Erscheinung, mindestens 14 Tage nach Auftreten der Symptome.
    4. Im Rahmen des lokalen Risikomanagements, um den serologischen Status des Pflegepersonals zu untersuchen.

    Erstattung unter folgenden Bedingungen

    • Der Test muss von einem Arzt verordnet sein, auf der Verschreibung sind Grund und Zielgruppe vermerkt.
    • Das Labor, das den Test durchführt, muss anerkannt sein und das vorgeschriebene Testmaterial verwenden.
    • Die anonymen Ergebnisse müssen werden an Sciensano weitergeleitet werden.
    • Die Leistung kann maximal 2 Mal pro Zeitraum von 6 Monaten erstattet werden.
  • Was ist mit Antigen-Schnelltests?

    PCR-Tests bleiben die Referenz für den Nachweis des Covid-19-Virus, da sie die höchste Zuverlässigkeit aufweisen. Allerdings hat sich ein anderer Test, der Antigen-Schnelltest, stark verbessert. In manchen Situationen ist er zuverlässig genug, um den Virus schnell zu erkennen und seine Ausbreitung einzuschränken.

     

    Schnelltests bieten vor allem in 2 Situationen einen Vorteil. In diesen Situationen übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung auch die Erstattung:

    Situation 1: Sie leiden maximal seit 5 Tagen an Symptomen

    Wissenschaftliche Studien zeigen, dass ein Antigen-Schnelltest bei Symptomen fast so zuverlässig ist wie ein PCR-Test, wenn er innerhalb der ersten 5 Tage nach Auftreten der Symptome durchgeführt wird. So kann eine infizierte Person schnell isoliert und die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden.

     

    Situation 2: Sie hatten einen „Kontakt mit geringem Risiko“ zu einer Person Ihrer Gruppe/Gemeinschaft 

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    Definition eines Kontakts mit geringem Risiko

    Sie hatten mehr als 15 Minuten Kontakt zu einem Covid-19-Patienten bei einem Abstand von 1,5m, haben aber beide einen Mundschutz (Nase und Mund bedeckt) getragen
    ODER Sie hatten weniger als 15 Minuten Kontakt zu einem Covid-19-Patienten bei einem Abstand von 1,5m.
    ODER Sie haben sich länger als 15 Minuten mit einem Covid-19-Patienten im selben Raum (geschlossene Umgebung) aufgehalten, aber einen Abstand von 1,5m eingehalten. Dazu gehören bspw. Personen, die im selben Raum arbeiten oder zusammen im Wartezimmer saßen.

    Antigen-Schnelltests sind ein strategisches Mittel im Falle eines Infektionsausbruchs in wesentlichen nicht gefährdeten Gruppen (s. unten). Durch einen Schnelltest können schnell viele Infektionen festgestellt und die Ausbreitung des Virus begrenzt werden, ohne wesentliche Dienste schließen zu müssen. Auch das Kontakt-Tracing kann schnell starten.  Zu den wesentlichen nicht gefährdeten Gruppen gehören:

    • Lebenswichtige Dienste wie die Polizei, die Feuerwehr usw. (in diesem Fall gehören Dienste des Gesundheitswesens nicht dazu);
    • Essentielle Sektoren und Unternehmen;
    • Schulen und Einrichtungen für die Kinderbetreuung.

    Wenn mindestens 2 infizierte Personen in einer solchen Gruppe nachgewiesen wurden, können alle Personen, die einen „risikoarmen Kontakt“ mit diesen infizierten Personen hatten, mit einem Antigen-Schnelltest getestet werden.

     

    Für gefährdete Personengruppen (z. B. in Pflegeheimen, Krankenhäusern usw.) bleiben PCR-Tests jedoch aufgrund ihrer größeren Zuverlässigkeit der Standard.

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    Für Situation 1 und 2 gilt: Wenn Ihr Antigen-Schnelltest negativ ist, müssen Sie dieses Ergebnis nicht mit einem PCR-Test bestätigen lassen.

    Die ausführlichen Richtlinien für die Antigen-Schnelltests finden Sie auf der Website von Sciensano. Diese Richtlinien können sich kurzfristig ändern.

    Wo kann man einen Antigen-Schnelltest durchführen?

    Haben Sie Symptome, so können Sie einen Test in bestimmten Testzentren oder bei Hausärzten oder Laboren durchführen lassen. Auch Schul- und Arbeitsmediziner können Antigen-Schnelltests durchführen.

     

    Hatten Sie einen Kontakt mit geringem Risiko zu einer infizierten Person in Ihrer „Gemeinschaft“ (Schule, Arbeit usw.) kann der zuständige Arzt (bspw. Schul- oder Unternehmensarzt) den Test durchführen. Oder er verschreibt Ihnen den Test und teilt Ihnen den 16-stelligen Aktivierungskode mit. Auf dem Portal Meinegesundheit.be können Sie mit diesem Kode dann einen Termin beim Testzentrum Ihrer Wahl beantragen.

     

    Auch das Kontakt-Tracing-Zentrum kann Kontakt mit Ihnen aufnehmen und Ihnen den Aktivierungscode mitteilen.

    Wie viel kostet ein Antigen-Schnelltest?

    Der Test kostet 16,72 €. Befinden Sie sich in Situation 1 oder 2 ist der Test für Sie kostenlos. Wir übernehmen die Kosten, sobald der Arzt uns den Test in Rechnung stellt.  

    Können Sie in anderen Situationen einen Antigen-Schnelltest durchführen?

    Auch außerhalb der beiden Situationen kann ein Antigen-Schnelltest durchgeführt werden. Das ist bspw. der Fall, wenn der Arbeitgeber oder private bzw. öffentliche Einrichtungen den Test zu präventiven Zwecken verlangen. In diesem Fall wird der Test aber nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet. Der Arzt darf Ihnen 16,72 € in Rechnung stellen.

  • Ich habe mich möglicherweise infiziert. Wie gehe ich nun vor?

    Rufen Sie Ihren Hausarzt an, begeben Sie sich auf keinen Fall zu Ihrem Arzt. Dieser wird Sie gegebenenfalls an ein Sammelzentrum in Ihrer Nähe überweisen.

     

    Sogenannte Sammelzentren wurden eingerichtet, die als Überweisungsstationen für Patienten mit Covid-19-Infektionsrisiko dienen. Es ist wichtig, dass Infizierte nicht das Wartezimmer des Arztes oder die Notaufnahme aufsuchen, denn dadurch könnte es zu weiteren Neuinfizierungen kommen.

    Persönliche Untersuchung

    In diesen Sammelzentren werden mögliche Covid-19-Infizierte untersucht, nachdem der Hausarzt sie telefonisch dorthin überwiesen hat. Für diese Untersuchung erhält das Sammelzentrum ein Honorar, welches vollständig von der Krankenkasse übernommen wird. Der Patient muss keinen Eigenanteil zahlen.

     

    Je nach Gesundheitszustand wird der Untersuchte in ein Krankenhaus überwiesen oder muss sich einer häuslichen Quarantäne unterziehen.

    In Ostbelgien befinden sich solche Sammelzentren in den Krankenhäusern in Eupen, Malmedy und Sankt Vith.

  • Ich bin an Covid-19 erkrankt und muss zu Hause bleiben, erhalte ich ein Krankengeld?

    Wenn Sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben und arbeitsunfähig sind, gelten die gleichen Bedingungen wie bei anderen Krankheiten. 

    • Als Arbeitnehmer haben Sie bei Arbeitsausfall Anrecht auf die garantierte Lohnfortzahlung während der ersten 30 Tage. Wenn Sie länger als einen Monat ausfallen, erhalten Sie Krankengeld seitens Ihrer Krankenkasse.
    • Als Selbstständiger erhalten Sie Krankengeld ab einer Krankheitsperiode von mindestens 8 Tagen.

     

    Reichen Sie dazu die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ein, die Ihr Arzt Ihnen ausgestellt hat. 

  • Ich muss in Quarantäne, bin aber selbst nicht infiziert. Erhalte ich dennoch Krankengeld?

    Wenn Sie nicht selbst erkrankt sind, haben Sie keinen Anspruch auf Krankengeld seitens der Krankenkasse. Die belgische Gesetzgebung sieht jedoch unterschiedliche finanzielle Maßnahmen für Arbeitnehmer und Selbstständige vor.

    Arbeitnehmer

    • Die zeitweilige Arbeitslosigkeit wurde nun ausgeweitet und gilt nicht mehr nur bei höherer Gewalt, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen. Bisher wurden folgende Situationen als „höhere Gewalt“ angesehen:
      • eine durch die Föderalregierung angeordnete Zwangsquarantäne, weil Sie mit Coronapatienten in Kontakt waren;
      • Sie sitzen im Ausland fest, weil Ihre Rückreise bis auf Weiteres abgesagt wurde;
      • Ihr Arbeitgeber hat nicht mehr ausreichend Arbeit für Sie, weil bspw. Zulieferungen aus dem Ausland ausfallen;
      • Zwangsschließung des Geschäfts aufgrund der verschärften Maßnahmen;
      • Home-Office oder Social Distancing können an Ihrem Arbeitsplatz nicht eingehalten werden;
      • Sie müssen zu Hause bleiben, weil ein Familienmitglied infiziert ist (vorher galt die Regelung des bezahlten/unbezahlten Urlaubs).

     

    Inzwischen kann die vorübergehende Arbeitslosigkeit auch aus wirtschaftlichen Gründen angewandt werden. Bspw. wenn das Unternehmen eigentlich geöffnet hat, aber ein deutlicher Kundenrückgang verzeichnet wird und somit weniger Arbeit vorliegt. Zudem erhalten Sie als Zeitarbeitsloser aufgrund der Corona-Epidemie 70 % Ihres letzten Bruttogehalts. In normalen Zeiten sind es 65 %. Die Regierung hat den Prozentsatz bis März 2021 ausnahmsweise erhöht. Aber Vorsicht, das berücksichtigte Basis-Bruttogehalt für diese Berechnung ist auf 2.754,76 € begrenzt.

     

    Zusätzlich zu diesem vorübergehenden Arbeitslosenbonus gibt es einen außergewöhnlichen Bonus von 5,63 € netto pro Tag der Arbeitslosigkeit oder rund 150 € pro Monat (abhängig von der Anzahl der Kalendertage im Monat). 

    Selbstständige

    Die Regierung hat unterschiedliche Maßnahmen für Selbstständige ausgearbeitet, um möglichen Konsequenzen durch die Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Unter anderem ist Folgendes vorgesehen:

    Zahlungserleichterungen

    Neben Zahlungserleichterungen steuerlicher Art, gibt es auch eine Erleichterung zur Senkung der Vorauszahlungen für Selbstständige. Zeichnet sich im Laufe des Jahres ab, dass das Einkommen niedriger ist als der Betrag, der ursprünglich zur Berechnung des Beitrags verwendet wurde, kann eine Reduzierung der Beiträge beantragt werden.

    Zahlungsaufschub der Sozialbeiträge

    Derzeit gilt ein Zahlungsaufschub (oder je nach Bedürfnissen eventuell sogar eine Freistellung) der ersten beiden Quartale des Jahres 2020:

    • Der Sozialbeitrag des 1. Quartals darf aufgeschoben und muss spätestens zum 31. März 2021 bezahlt werden. Der Antrag auf Aufschub muss noch vor dem 31. März 2020 bei Ihrer Sozialversicherungskasse eingereicht werden.
    • Der Beitrag für das 2. Quartal darf ebenfalls aufgeschoben und muss bis zum 30. Juni 2021 bezahlt werden. Der Antrag muss vor dem 15. Juni 2020 bei Ihrer Sozialversicherungskasse eingereicht werden.

    Anspruch auf Überbrückungsmaßnahmen

    Falls Sie aufgrund einer Quarantäne oder aufgrund von Arbeitsverlust Ihre Selbstständigkeit unterbrechen müssen, ohne selbst krank zu sein, haben Sie Anspruch auf Überbrückungsmaßnahmen. Sie können ein Ersatzeinkommen in Höhe von 1.291,69€ pro Monat in Anspruch nehmen (erhöht auf 1.614,10€, wenn Mitversicherte im gleichen Haushalt leben). Informieren Sie sich bei Ihrer Sozialversicherungskasse.

    Ein Callcenter im Dienste der Selbstständigen

    Bei Zahlungsschwierigkeiten ist der erste Schritt, sich unverzüglich mit Ihrer Sozialversicherungskasse in Verbindung zu setzen.

    Darüber hinaus stellt das LISVS (Landesinstitut der Sozialversicherungen für Selbstständige) ein Callcenter für Selbstständige zur Verfügung, die sich über ihre sozialen Rechte oder die von der Regierung beschlossenen Unterstützungsmaßnahmen informieren möchten. Die kostenlose Rufnummer 0800 12 018 ist von Montag bis Freitag von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends erreichbar.

  • Ich arbeite im Gesundheitswesen und habe mich infiziert. Welche Entschädigung steht mir zu?

    Personen des Gesundheitswesens, die sich mit dem COVID-19-Virus infiziert haben, können eine Entschädigung für Berufskrankheiten erhalten. 

    Betroffene Personen

    • Ambulanzpersonal, das am Transport von Patienten mit COVID-19 beteiligt ist;
    • Krankenhauspersonal auf Notfall- und Intensivstationen, in den Abteilungen für Lungen- und Infektionskrankheiten sowie in anderen Abteilungen, in denen COVID-19-Patienten aufgenommen werden;
    • Personen, die diagnostische und therapeutische Verfahren mit solchen Patienten durchgeführt haben;
    • Mitarbeiter, die in anderen Diensten und Pflegeeinrichtungen arbeiten, in denen COVID-19 aufgetreten ist.

     

    Alle Personen, die in den obengenannten Einrichtungen arbeiten, sind von der Maßnahme betroffen: medizinisches, paramedizinisches, logistisches sowie Reinigungspersonal, aber auch Praktikanten und Studenten in diesen Bereichen.

     

    Fälle von COVID-19 bei Mitarbeitern, die Patienten behandeln oder pflegen, die nicht in eine der obengenannten Kategorien fallen, können anerkannt werden, wenn die Erkrankung mit der Ausübung ihres Berufes in Verbindung steht.

    Anspruch auf Entschädigung

    Um Anspruch auf eine Entschädigung seitens der Föderalagentur Fedris zu erhalten, sind folgende Angaben notwendig:

    • Beschreibung der beruflichen Tätigkeit, die in den letzten Wochen vor dem Auftreten der Symptome ausgeübt wurde;
    • Arztbericht über den medizinischen Verlauf der Krankheit;
    • Laborergebnis, das die Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus belegt;
    • die Dauer der vom Arzt verordneten Arbeitsunfähigkeit.
  • Ich befinde mich aufgrund der Coronakrise in einer finanziellen Notlage, was nun?

    Jeder, der finanziell durch die Corona-Krise betroffen ist, kann Hilfe durch das ÖSHZ seiner Wohngemeinde erhalten. Besonders folgende Personen:

    • Arbeitnehmer, die einen Teil ihres Einkommens verloren haben oder mit zusätzlichen Schulden konfrontiert sind
    • Teilzeitbeschäftigte − mit besonderer Aufmerksamkeit für Alleinerziehende, Studenten, bestimmte Selbstständige, Menschen mit Beeinträchtigungen.

     

    Unterschiedliche Formen der Hilfe sind möglich:

    • Unterbringungskosten, einschließlich der Nebenkosten, mit Ausnahme der Mietkaution.
    • Energieverbrauch, einschließlich sozialer und budgetärer Begleitung.
    • Übernahme der Kosten für psychosoziale Hilfe durch Fachleute, die für die Behandlung von partnerschaftlicher Gewalt, Ängsten und psychiatrischen Problemen anerkannt sind.
    • Beteiligungen an medizinischen Kosten wie Krankenhausrechnungen, Medikamenten sowie auch Mund-Nasen-Masken, Gels und Handschuhe.
    • Hilfe beim digitalen barrierefreien Zugang: Digitale Unterstützung zur Förderung von Online-Schritten, sozialen Kontakten und schulischer Unterstützung.
    • Finanzielle Hilfe für unbezahlte Rechnungen, nach einem Rückgang der gewöhnlichen Einnahmen.
    • Finanzielle Hilfe für grundlegende Bedürfnisse, bspw. Beteiligungen an Transportkosten, Kauf von Kleidung, Kauf einer Brille usw.
    • Hilfe für Familien in Schwierigkeiten im Rahmen der Bekämpfung von Kinderarmut.
  • Wie bezahle ich meinen Arzt bei einer telefonischen Konsultation?

    Um die Pflegeleistenden während der Covid-19-Krise zu unterstützen, hat das LIKIV beschlossen, dass Haus- und Fachärzte Konsultationen telefonisch durchführen dürfen. Die Ärzte können folgende Leistungen erbringen:

    • Patienten, die potenziell vom Coronavirus betroffen sind „herausfiltern“ und überweisen. Das gilt ebenfalls im Rahmen eines organisierten Bereitschaftsdienstes. Die Leistung darf pro Patient nur einmal erbracht werden. 
    • die kontinuierliche Versorgung der Patienten gewährleisten; insbesondere die der Risikogruppen, die nicht mehr zum Arzt gehen sollten (chronisch Kranke, Personen mit Immunsuppression, ältere Menschen usw.). Diese Leistung darf pro Patient und pro Arzt nur 5 mal während 30 Tagen erbracht werden.

     

    Für diese Beratung wird ein Honorar von 20 € berechnet. Der Patient zahlt jedoch nichts. Die Ärzte rechnen diese Leistung direkt mit der Krankenkasse des Patienten über das Drittzahler-System ab. Der Arzt darf keine Zuschläge berechnen. 

  • Wie kann ich meine Krankmeldung während der Coronakrise bei der Krankenkasse einreichen?

    Aufgrund der COVID-19-Pandemie können Krankmeldungen vorläufig auch per Mail (md@freie.be) bei der Krankenkasse eingereicht werden. Ein Scan (im PDF-Format) oder ein Foto der Krankmeldung werden akzeptiert, vorausgesetzt, dass alle erforderlichen Elemente vorhanden sind. Die Unterschrift des Arztes ist nicht erforderlich. 

  • Wie erhalte ich meine Medikamentenverschreibung ohne Arztbesuch?

    Verschreibungen für Medikamente werden automatisch auf elektronischem Wege an den Apotheker weitergeleitet. Verschreibt der Arzt ein Medikament, erhält der Patient im Normalfall jedoch einen Beleg mit einem sogenannten RID-Code (Strichcode sowie einem Code bestehend aus Zahlen und Buchstaben), den der Apotheker einscannt. Aufgrund der jetzigen Situation kann der Arzt dem Patienten (mit dessen Zustimmung) den Code per E-Mail oder Telefon übermmitteln.

     

    In der Apotheke teilt der Patient den RID-Code dem Apotheker mit, der ihm dann das verschriebene Medikament aushändigt.

  • Ich bin arbeitsunfähiger Arbeitnehmer. Wie hoch ist mein Krankengeld während der Pandemie?

    Im Rahmen der Covid-19-Pandemie werden Arbeitnehmer, die seit dem 1. März 2020 arbeitsunfähig sind, einen Zusatz zum herkömmlichen Krankengeld erhalten. Ziel der Maßnahme ist es, dass das Krankengeld während der Covid-19-Krise nicht geringer ist, als das Arbeitslosengeld.

     

    Voraussetzungen für die zusätzliche Entschädigung:

    • Sie wurden frühstens am 1. März 2020 als arbeitsunfähig anerkannt.
    • Sie sind durch einen Arbeitsvertrag oder einen gleichwertigen Vertrag gebunden.
    • Ihr Bruttomonatsgehalt übersteigt nicht den Betrag von 3.457,79 €.

    Höhe des Krankengeldes und des Zusatzes

    In der Regel erhalten Sie ein Krankengeld in Höhe von 60 % Ihres Bruttogehaltes, ab dem 2. Monat Ihrer Arbeitsunfähigkeit. Im ersten Krankheitsmonat ist der Arbeitgeber verpflichtet, Ihnen den garantierten Lohn zu zahlen.

     

    Für eine Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. März 2020 erhalten Sie zusätzlich zum herkömmlichen Krankengeld eine weitere Entschädigung. Diese beträgt 10 % Ihres Bruttotagessatzes, erhöht um weitere 5,63 €.

     

    Der Grenzbetrag liegt bei 61,22 € pro Tag, im System der 6-Tage-Woche. D.h. wenn der Tagessatz Ihres Krankengeldes, erhöht um den Zusatz, geringer ausfällt, so wird er auf diese Summe angehoben – dies gilt ebenfalls für das Ersatzeinkommen während einer Mutterschaftsruhe. Der maximale Betrag liegt bei 79,80 € pro Tag und wird ggf. auf diese Summe begrenzt.

    Beispiel

    • Sie verdienen monatlich 2600 € brutto, geteilt durch 26 Tage ergibt dies einen Bruttotagessatz von 100 € im System der 6-Tage-Woche.
    • Ihr herkömmliches Krankengeld liegt somit bei 60 € (60 % des Bruttotagessatzes).
    • Die zusätzliche Entschädigung beträgt 10 % des Bruttotagessatzes (10 €) sowie
      weitere 5,63 €, also 15,63 €.
    • Der Tagessatz Ihres Krankengeldes beträgt insgesamt 75,63 € (60 € + 15,63 €), wovon 11,11 % Steuervorabzug abgehalten werden.

    Auszahlung des Zusatzes

    Wir zahlen Ihnen den Zusatz zeitgleich zum Krankengeld aus. Die Maßnahme gilt bis zum 30. September 2021.

  • Ich bin arbeitsunfähiger Selbstständiger. Wie hoch ist mein Krankengeld während der Pandemie?

    Selbstständige, die während der Covid-19-Pandemie arbeitsunfähig sind, können eventuell eine zusätzliche Zahlung zum Krankengeld erhalten. Es handelt sich um eine vorübergehende Maßnahme im Zusammenhang mit dem Krisenüberbrückungsrecht für Selbstständige.

    Wer hat Anrecht?

    Sie erhalten einen Zusatz zum Krankengeld, wenn Sie sich in einer der folgenden beiden Situationen befinden:

    SITUATION 1

    • Sie sind hauptberuflich selbstständig (oder aus Krankheitsgründen gleichgestellt) oder sind mithelfender Ehepartner.
    • Ihre Arbeitsunfähigkeit hat frühstens am 1. März 2020 begonnen.
    • Sie sind seitdem für mindestens 8 aufeinanderfolgende Kalendertage als arbeitsunfähig anerkannt worden.
    • Sie haben das Statut „zusammenlebend, ohne mitversicherte Personen“.

    warning pictogram freie Sie erhalten den Zusatz nicht mehr, sobald Sie ein Jahr der Arbeitunfähigkeit überschritten haben und in die Invalidität übergehen.

    SITUATION 2

    • Sie sind hauptberuflich selbstständig (oder aus Krankheitsgründen gleichgestellt) oder sind mithelfender Ehepartner.
    • Während Ihrer Arbeitsunfähigkeit hat der Vertrauensarzt Ihnen erlaubt, eine Tätigkeit auszuüben, die Sie jedoch während mindestens 7 aufeinander folgenden Kalendertagen eingestellt haben (zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. März 2021).
    • Sie haben das Statut „zusammenlebend, ohne mitversicherte Personen“.

    warning pictogram freie Befinden Sie sich in der 2. Situation, muss Ihre Arbeitsunfähigkeit nicht frühestens ab dem 1. März 2020 begonnen haben.

    Betrag

    Der Tagessatz der Zusatzzahlung entspricht der Differenz der „Überbrückungszahlung ohne Mitversicherte“ (in Arbeitstagen bemessen: 1.291,69 €/26 Arbeitstage = 49,68 €) und dem Pauschalbetrag des Invaliden- oder Krankengeldes. Der tägliche Betrag der Zusatzzahlung beträgt somit :

    • Bei primärer Arbeitsunfähigkeit (im ersten Jahr der Arbeitsunfähigkeit): 49,68 € – 38,10 € = 11,58 €;
    • Bei Invalidität (ab dem zweiten Jahr der Arbeitsunfähigkeit) ohne Schließung des Unternehmens: 49,68 € – 38,10 € = 11,58 €;
    • Bei Invalidität mit Betriebsschließung: 49,68 €- 42,60 € = 7,08 €.

     

    warning pictogram freie Die Zulage unterliegt der persönlichen Einkommensteuer und einer festen Besteuerung von 11,11%.

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    Update

    Durch die Neubewertung des Krisenüberbrückungsanspruchs und der Pauschalbeträge für Selbstständige erhöht sich auch der Zusatz zum Krankengeld für den Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis einschließlich 30. September 2021:

    • Primäre Arbeitsunfähigkeit: 50,67 € - 38,86 € = 11,81 €
    • Arbeitsunfähigkeit ohne Schließung des Unternehmens: 50,67 € - 38,86 € = 11,81 €
    • Arbeitsunfähigkeit mit Betriebsschließung: 50,67 € - 43,45 € = 7,22 €

    Für welchen Zeitraum?

    Sie erhalten den Zusatz zum Krankengeld für die Dauer Ihrer Arbeitsunfähigkeit zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2021.

    Auszahlung des Zusatzes

    Wir zahlen Ihnen den Zusatz spätestens bis zum 1. Januar 2021 aus, für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit, die vor diesem Datum liegt. Ab 2021 erhalten Sie den Zusatz gleichzeitig zum Krankengeld. Die Maßnahme gilt bis zum 30. September 2021.

  • Wegen des Coronavirus wurde ich im Ausland behandelt. Werden die Kosten erstattet?

    Eine Coronavirus-Behandlung, die in Ländern stattfindet, die durch unsere Leistung „Dringende Pflege im Ausland” abgedeckt werden, wird erstattet. Wenn Sie zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, werden diese Kosten vollständig erstattet, unter der Bedingung, dass Sie Mediphone Assist rechtzeitig (innerhalb von 48 Stunden) benachrichtigt haben. Das gilt auch für andere medizinische Behandlungen. Eine Rückführung ist ebenfalls abgedeckt.

     

    Ambulante Pflegeleistungen, also Leistungen, die nicht mit einem Krankenhausaufenthalt verbunden sind, können ebenfalls erstattet werden. In diesem Fall zahlen Sie die Kosten vor Ort und legen der Krankenkasse bei Ihrer Rückkehr die originalen Zahlungsbelege und alle weiteren erhaltenen Dokumente vor.

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    Die Zusatzdeckung im Ausland gilt jedoch nur für Länder, die in der Ampelliste des FÖD grün oder orange sind.
    Wird Ihr Urlaubsland erst während Ihres Aufenthalts als rotes Land eingestuft, ist eine Erstattung durch die Zusatzdeckung möglich. Für dringende Reisen kann eine Erstattungsausnahme beantragt werden.

  • Ärztliche Bescheinigungen: Was muss ich beachten?

    Aufgrund der Coronakrise wurden einige Änderungen bezüglich der ärztlichen Atteste vorgenommen. Diese Änderungen betreffen einerseits die Bescheinigungen an den Arbeitgeber und für Selbstständige, andererseits die Bescheinigungen, die der Patient an die Krankenkasse weiterleiten muss.

    Ärztliche Bescheinigungen für den Arbeitgeber und für Selbstständige

    Ärzte können nun 2 Bescheinigungen ausstellen, die der Patient an seinen Arbeitgeber weiterleitet:

    • Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Diese wird ausgestellt bei Krankheit, Schwangerschaft oder privaten Unfällen und gilt für Arbeitnehmer im Privatsektor sowie Selbstständige. Für Patienten,  die im öffentlichen Sektor beschäftigt sind, bleiben die elektronischen Bescheinigungen weiterhin in Gebrauch (Auszug aus der Software oder vom Patienten mitgeteilt).
    • Eine „Quarantänebescheinigung“: Eine sogenannte “Quarantänebescheinigung” wird den Patienten ausgestellt, die arbeitsfähig sind, sich aber nicht zum Arbeitsplatz begeben können aufgrund des Kontakts mit einer infizierten Person, weil ein medizinischer Risikozustand vorliegt (z.B. Immunsuppression) oder der Patient infiziert ist, ohne Symptome aufzuweisen. Diese Bescheinigung wird für jeden Patienten angewandt, unabhängig vom Arbeitgeber und dem sozialen Statut.

    Auswirkungen der Quarantänebescheinigung auf die Entlohnung von Angestellten und Selbstständigen

    Arbeitnehmer, die unter Quarantäne stehen, können weiterhin ihren Lohn erhalten, soweit Telearbeit für sie möglich ist. Ist dies nicht möglich, können diese vorübergehend Arbeitslosengeld beantragen auf Grundlage der ärztlichen Quarantänebescheinigung, die sie dem Arbeitgeber vorlegen.

    Selbstständige, die unter Quarantäne stehen und ihre Tätigkeit für mindestens sieben aufeinanderfolgende Kalendertage einstellen, können über ihre Sozialversicherungskasse ein Überbrückungsanrecht beantragen.

    Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen für die Krankenkasse

    Während der Corona-Krise können die Ärzte ihre Konsultationen per Telefon oder Video durchführen. Es wurde eine vereinfachte Version der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erstellt, um die Arbeit der Ärzte zu erleichtern. Der Arzt kann diese Bescheinigung ausstellen

    • für Patienten, die Symptome einer COVID-19-Infektion aufweisen,
    • oder Patienten mit einer chronischen Krankheit, die sich aufgrund der COVID-19-Richtlinien nicht zum Arzt begeben können (bspw. aufgrund einer Immunsuppression).

     

    Diese Bescheinigung gilt für Arbeitnehmer, Selbstständige und Arbeitslose.

    Für alle anderen Konsultationen, die nicht telefonisch durchgeführt werden, d.h. für Konsultationen mit physischem Kontakt, wird der Arzt weiterhin das gewöhnliche Modell der „vertraulichen“ Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verwenden.

    Administrative Auswirkungen der Bescheinigungen für Arbeitgeber und die Krankenkasse

    • Abhängig von der Art der Konsultation (physischer oder telefonischer Kontakt) wird der Arzt die Bescheinigung (für den Arbeitgeber oder die Krankenkasse) dem Patienten entweder persönlich aushändigen oder per Post oder E-Mail zusenden.
    • Die Bescheinigungen müssen nicht vom Arzt unterzeichnet werden, wenn sie per E-Mail verschickt werden, müssen dann aber die Identifikation des Arztes (Name, Vorname, LIKIV-Nummer) enthalten.
    • Bescheinigungen, die für andere Arten von Empfängern (Schulen, Versicherungsgesellschaften usw.) bestimmt sind, bleiben unverändert.