Chronische Erkrankungen begleiten Betroffene oft ein Leben lang. Sie entwickeln sich meist schleichend, verlaufen über viele Jahre hinweg und wirken sich nicht nur auf die Gesundheit, sondern auch auf Alltag, Beruf und soziales Umfeld aus. Für Erkrankte und ihre Angehörigen stellen sich viele Fragen: Was bedeutet die Diagnose konkret? Welche Symptome sind typisch? Und worauf sollte man im täglichen Leben achten?

Kurzprofil

Mit unseren Kurzprofilen möchten wir Orientierung bieten. Wir stellen ausgewählte chronische Erkrankungen verständlich vor, erklären Hintergründe und zeigen auf, welche Herausforderungen im Alltag entstehen können. Dabei geht es nicht nur um medizinische Fakten, sondern auch um praktische Aspekte, die für Betroffene und ihre Familie wichtig sind.

 

  • Alzheimer

    Was ist Alzheimer?

    Alzheimer ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung des Gehirns und die häufigste Form der Demenz. Sie führt zum Abbau von Nervenzellen und zur Störung der Signalübertragung im Gehirn. Betroffene verlieren nach und nach Gedächtnis, Orientierung und Selbstständigkeit.

    Typische Symptome

    Die Anzeichen entwickeln sich schleichend und nehmen mit der Zeit zu. Häufige Symptome sind:

    • Gedächtnisverlust (z.B. Namen, Termine oder Wege werden vergessen),

    • Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit,

    • Schwierigkeiten beim Planen oder Organisieren von Alltagstätigkeiten,

    • Veränderungen der Stimmung oder des Verhaltens,

    • Probleme beim Sprechen oder Verstehen von Sprache.

    Verlauf

    Alzheimer schreitet kontinuierlich fort. Die Erkrankung verändert das Denken, die Erinnerung und das Verhalten. Mit zunehmendem Fortschreiten benötigen Betroffene immer mehr Unterstützung im Alltag, während die Pflegebedürftigkeit steigt.

    Diagnose

    Die Diagnose wird durch ärztliche Untersuchungen gestellt, einschließlich kognitiver Tests, Blutanalysen und bildgebender Verfahren wie MRT oder CT. Eine frühe Diagnose ermöglicht rechtzeitige Therapie und Unterstützung.

    Behandlung und Unterstützung

    Eine Heilung gibt es derzeit nicht, Medikamente und Therapien können aber Symptome verlangsamen und die Lebensqualität verbessern. Kognitive Trainings, Alltagsstrukturierung, Ergotherapie und soziale Aktivitäten helfen, die Fähigkeiten so lange wie möglich zu erhalten.

    Tipps für Angehörige

    • Informieren Sie sich über die Erkrankung, um Verhalten und Bedürfnisse besser zu verstehen.

    • Schaffen Sie eine sichere und strukturierte Umgebung, um Orientierung zu erleichtern.

    • Bieten Sie Unterstützung bei Alltagsaufgaben an, ohne den Betroffenen zu überfordern.

    • Achten Sie auf eigene Belastung und nutzen Sie Beratungs- oder Entlastungsangebote.

    • Geduld, Verständnis und liebevolle Begleitung sind besonders wichtig im Umgang mit der Erkrankung.

    Leben mit Alzheimer

    Mit frühzeitiger Betreuung, angepasster Therapie und unterstützendem Umfeld können Betroffene länger selbstständig bleiben und aktiv am Leben teilnehmen. Angehörige spielen eine entscheidende Rolle, um Sicherheit, Orientierung und Lebensqualität zu gewährleisten.

  • Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

    Was ist ALS?

    ALS ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung des Nervensystems, bei der die Nervenzellen, die die Muskelbewegungen steuern, nach und nach absterben. Die Folge: Die Muskeln schwächen sich, werden unbeweglich und können ihre Funktionen nicht mehr ausführen. Trotz der körperlichen Einschränkungen bleibt der Geist in vielen Fällen klar.

    Typische Symptome

    Die Beschwerden treten schleichend auf und verstärken sich im Verlauf der Krankheit:

    • Muskelschwäche und Muskelschwund,

    • Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken oder Atmen,

    • Muskelkrämpfe oder Zittern,

    • Einschränkungen bei Bewegungen von Armen, Beinen und Rumpf.

    Verlauf

    ALS verläuft fortschreitend. Die Geschwindigkeit des Fortschreitens kann individuell sehr unterschiedlich sein. Mit zunehmender Muskelschwäche wird die Selbstständigkeit eingeschränkt, während die körperliche Versorgung zunehmend Unterstützung erfordert.

    Diagnose

    Die Diagnose erfolgt durch neurologische Untersuchungen, Elektromyographie (EMG) und bildgebende Verfahren, um andere Erkrankungen auszuschließen. Eine frühzeitige Abklärung ist wichtig, um Therapieoptionen zu besprechen und die Lebensqualität zu erhalten.

    Behandlung und Unterstützung

    Eine Heilung gibt es derzeit nicht. Die Behandlung zielt darauf ab, Symptome zu lindern, die Muskelkraft zu erhalten und Komplikationen zu verhindern. Dazu gehören Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie Hilfsmittel wie Rollstuhl, Atemunterstützung oder Kommunikationshilfen. Psychologische Begleitung für Betroffene und Angehörige ist ebenfalls wichtig.

    Tipps für Angehörige

    • Begleiten Sie den Betroffenen einfühlsam, ohne seine Selbstständigkeit unnötig einzuschränken.

    • Unterstützen Sie bei Alltagsaktivitäten und im Umgang mit Hilfsmitteln.

    • Achten Sie auf Anzeichen von Atemproblemen und sorgen Sie ggf. frühzeitig für ärztliche Betreuung.

    • Pflegen Sie eigene Erholungszeiten und nutzen Sie Entlastungsangebote.

    • Offene Kommunikation, Geduld und emotionale Unterstützung sind entscheidend.

    Leben mit ALS

    Trotz der schweren körperlichen Einschränkungen können Betroffene mit gezielter Therapie, Hilfsmitteln und einem unterstützenden Umfeld weiterhin aktiv am Leben teilnehmen. Verständnis, Planung und rechtzeitige medizinische Betreuung tragen dazu bei, die Lebensqualität so hoch wie möglich zu halten.

     
     
  • Huntington-Krankheit

    Was ist die Huntington-Krankheit?

    Die Huntington-Krankheit ist eine genetisch bedingte, fortschreitende Erkrankung des Nervensystems. Sie führt zu einer Degeneration bestimmter Nervenzellen im Gehirn, die Bewegungen, Denken und Verhalten steuern. Die Krankheit tritt meist im Erwachsenenalter auf und verläuft chronisch.

    Typische Symptome

    Die Beschwerden entwickeln sich schleichend und nehmen mit der Zeit zu:

    • unkontrollierbare, ruckartige Bewegungen (Chorea),

    • verminderte Koordination und Gleichgewichtsstörungen,

    • Veränderungen der Stimmung oder Persönlichkeit (z.B. Reizbarkeit, Depression),

    • Schwierigkeiten beim Planen, Entscheiden und Problemlösen,

    • Sprach- und Schluckprobleme.

    Verlauf

    Die Huntington-Krankheit schreitet kontinuierlich fort. Körperliche, geistige und emotionale Fähigkeiten nehmen nach und nach ab. Betroffene benötigen im Verlauf zunehmend Unterstützung im Alltag und in der Pflege. Die Geschwindigkeit des Fortschreitens ist individuell unterschiedlich, oft verläuft der Erkrankungsweg über mehrere Jahrzehnte.

    Diagnose

    Die Diagnose erfolgt durch neurologische Untersuchungen, genetische Tests und bildgebende Verfahren. Eine frühe Diagnosestellung ermöglicht eine rechtzeitige Planung, Therapie und Beratung für Betroffene und Angehörige.

    Behandlung und Unterstützung

    Eine Heilung gibt es derzeit nicht. Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung von Symptomen und die Unterstützung im Alltag:

    • Medikamente gegen Bewegungsstörungen, Stimmungsschwankungen oder psychische Begleiterscheinungen,

    • Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie zur Erhaltung von Beweglichkeit, Selbstständigkeit und Kommunikation,

    • psychologische Unterstützung für Betroffene und Angehörige.

    Tipps für Angehörige

    • Informieren Sie sich über die Erkrankung, um Verhalten und Bedürfnisse besser zu verstehen.

    • Unterstützen Sie den Betroffenen bei Alltagsaktivitäten und Therapie, ohne seine Selbstständigkeit unnötig einzuschränken.

    • Achten Sie auf Veränderungen von Stimmung, Verhalten oder körperlichen Fähigkeiten und reagieren Sie frühzeitig.

    • Planen Sie flexibel, da sich Belastbarkeit und Fähigkeiten ändern können.

    • Nutzen Sie Beratungs-, Entlastungs- und Selbsthilfeangebote, um eigene Kräfte zu schonen.

    Leben mit der Huntington-Krankheit

    Mit gezielter Therapie, einem unterstützenden Umfeld und frühzeitiger Planung können Betroffene ihre Lebensqualität verbessern und so lange wie möglich aktiv am Alltag teilnehmen. Geduld, Verständnis und eine stabile Betreuung sind entscheidend, um die Herausforderungen der Erkrankung zu bewältigen.

  • Morbus Crohn

    Was ist Morbus Crohn?

    Morbus Crohn ist eine chronische Entzündung des Verdauungstrakts. Sie kann jeden Abschnitt vom Mund bis zum After betreffen, am häufigsten zeigt sie sich jedoch im Dünn- und Dickdarm. Die Ursache ist nicht vollständig geklärt, vermutlich spielen genetische, immunologische und umweltbedingte Faktoren eine Rolle.

    Typische Symptome

    Die Beschwerden treten schubweise auf und können stark variieren:

    • Bauchschmerzen und Krämpfe,

    • Durchfall (teilweise blutig),

    • Gewichtsverlust oder Mangelernährung,

    • Müdigkeit und Abgeschlagenheit,

    • Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl in akuten Phasen.

    Verlauf

    Morbus Crohn verläuft meist schubartig: Gute Tage wechseln sich mit akuten Entzündungsphasen ab. Schwere und Häufigkeit der Schübe sind individuell sehr unterschiedlich. Unbehandelt können Komplikationen wie Engstellen im Darm oder Fisteln auftreten.

    Diagnose

    Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus ärztlicher Untersuchung, Blutwerten, Darmspiegelung und bildgebenden Verfahren. Eine genaue Diagnose ist wichtig, um Schübe gezielt zu behandeln und Folgeschäden zu verhindern.

    Behandlung und Unterstützung

    Morbus Crohn ist nicht heilbar, aber behandelbar. Ziel der Therapie ist es, Entzündungen zu kontrollieren, Schübe zu verhindern und Symptome zu lindern. Dazu gehören:

    • Medikamente zur Unterdrückung der Entzündung und zur Immunmodulation,

    • Ernährungsberatung und ggf. gezielte Unterstützung durch Nahrungsergänzungsmittel,

    • chirurgische Eingriffe bei Komplikationen,

    • regelmäßige ärztliche Kontrolle.

    Tipps für Angehörige

    • Nehmen Sie Beschwerden ernst, auch wenn sie von außen nicht sichtbar sind.

    • Unterstützen Sie bei Ernährungsfragen und Planung des Alltags.

    • Seien Sie flexibel, da Schübe unvorhersehbar auftreten können.

    • Ermutigen Sie zu medizinischer Betreuung und regelmäßiger Kontrolle.

    • Achten Sie auf die eigene Belastung und nutzen Sie Entlastungsangebote.

    Leben mit Morbus Crohn

    Mit angepasster Therapie, ärztlicher Begleitung und einem bewussten Lebensstil können Betroffene viele alltägliche Aktivitäten bewältigen. Verständnis, Geduld und gegenseitige Unterstützung helfen, die Lebensqualität trotz chronischer Erkrankung zu erhalten.

  • Mukoviszidose

    Was ist Mukoviszidose?

    Mukoviszidose (zystische Fibrose) ist eine genetisch bedingte, chronische Erkrankung, die vor allem die Lunge und die Verdauungsorgane betrifft. Ein fehlerhaftes Gen sorgt dafür, dass Schleim besonders zäh wird, was Atemwege verstopfen und die Verdauung beeinträchtigen kann. Die Krankheit begleitet Betroffene ein Leben lang.

    Typische Symptome

    Die Beschwerden sind vielfältig und zeigen sich bereits im Kindesalter:

    • häufige Infektionen der Atemwege,

    • Husten mit zähem Schleim,

    • Atemnot und verringerte Belastbarkeit,

    • Probleme bei Verdauung, Fett- und Nährstoffaufnahme,

    • Untergewicht oder verlangsamtes Wachstum.

    Verlauf

    Mukoviszidose ist fortschreitend: Ohne Therapie verschlechtert sich die Lungenfunktion und die Verdauung. Moderne Therapien haben die Lebenserwartung deutlich verbessert, erfordern aber konsequente Behandlung und tägliche Pflege.

    Diagnose

    Die Diagnose wird meist durch den Schweißtest, genetische Untersuchungen und Lungenfunktionstests gestellt. Eine Früherkennung ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten.

    Behandlung und Unterstützung

    Mukoviszidose ist nicht heilbar, aber behandelbar. Ziel der Therapie sind Erhaltung der Lungenfunktion, Unterstützung der Verdauung und Vorbeugung von Infektionen durch:

    • regelmäßige Atemtherapie und Physiotherapie,

    • Einnahme von Enzympräparaten zur Unterstützung der Verdauung,

    • medikamentöse Behandlung von Entzündungen und Infektionen,

    • Ernährungsberatung und angepasste Ernährung,

    • regelmäßige ärztliche Kontrollen.

    Tipps für Angehörige

    • Begleiten Sie den Betroffenen bei Therapie und Alltagsroutinen, ohne die Selbstständigkeit einzuschränken.

    • Unterstützen Sie bei der Einhaltung von Atemübungen, Medikamenten und Ernährungsplänen.

    • Achten Sie auf Veränderungen der Lungenfunktion oder Verdauung und ziehen Sie frühzeitig ärztliche Hilfe hinzu.

    • Planen Sie flexibel, da Belastbarkeit und Krankheitsschübe schwanken können.

    • Nutzen Sie Beratungs- und Entlastungsangebote für Angehörige.

    Leben mit Mukoviszidose

    Mit konsequenter Therapie, regelmäßiger ärztlicher Betreuung und einem unterstützenden Umfeld können Betroffene ihre Lebensqualität verbessern und aktiv am Alltag teilnehmen. Geduld, Verständnis und gezielte Unterstützung sind entscheidend, um die Herausforderungen der Erkrankung gemeinsam zu meistern.

  • Multiple Sklerose (MS)

    Was ist MS?

    Multiple Sklerose ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Das Immunsystem greift irrtümlich die schützende Hülle der Nervenfasern in Gehirn und Rückenmark an. Dadurch wird die Weiterleitung von Nervenimpulsen gestört – Beschwerden können vorübergehend auftreten oder dauerhaft bestehen bleiben.

    Typische Symptome

    Die Anzeichen sind sehr unterschiedlich und hängen davon ab, welche Nervenbereiche betroffen sind. Häufige Symptome sind:

    • Sehstörungen,

    • Taubheitsgefühle oder Kribbeln in Armen und Beinen,

    • Muskelschwäche und Koordinationsprobleme,

    • Gleichgewichtsstörungen,

    • ausgeprägte Müdigkeit (Fatigue).

    Verlauf

    In vielen Fällen verläuft MS schubweise: Phasen mit neuen oder verstärkten Symptomen wechseln sich mit stabilen Zeiten ab. Bei manchen Betroffenen schreitet die Erkrankung langsam fort. Die Unvorhersehbarkeit kann den Alltag und die Lebensplanung erschweren.

    Diagnose

    Die Diagnose erfolgt durch neurologische Untersuchungen, MRT und weitere Tests. Eine frühzeitige Abklärung ist wichtig, um möglichst rasch mit einer geeigneten Behandlung zu beginnen.

    Behandlung und Unterstützung

    MS ist derzeit nicht heilbar, jedoch gut behandelbar. Ziel der Therapie ist es, Schübe zu reduzieren, das Fortschreiten zu verlangsamen und Beschwerden zu lindern. Neben medikamentösen Therapien spielen Physiotherapie, Ergotherapie sowie psychologische Unterstützung eine wichtige Rolle.

    Tipps für Angehörige

    • Informieren Sie sich über die Erkrankung, um Symptome und Verlauf besser zu verstehen.

    • Nehmen Sie Beschwerden ernst – auch unsichtbare Symptome wie Fatigue oder Konzentrationsprobleme.

    • Bieten Sie Unterstützung an, ohne dem Betroffenen Selbstständigkeit zu nehmen.

    • Planen Sie flexibel, da gute und weniger gute Tage wechseln können.

    • Achten Sie auch auf die eigene Belastung und nehmen Sie bei Bedarf Beratung oder Austauschangebote in Anspruch.

    Leben mit MS

    Mit einer individuellen Behandlung, regelmäßiger Betreuung und einem angepassten Lebensstil können viele Betroffene lange aktiv bleiben. Information, Austausch und gezielte Unterstützung helfen dabei, den Alltag trotz Erkrankung selbstbestimmt zu gestalten.

  • Parkinson

    Was ist Parkinson?

    Parkinson ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung des Nervensystems. Sie entsteht, weil im Gehirn Nervenzellen absterben, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dopamin ist wichtig für die Steuerung von Bewegungen. Fehlt dieser Stoff, geraten Bewegungsabläufe zunehmend aus dem Gleichgewicht.

    Typische Symptome

    Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:

    • Zittern (Tremor) (oft zunächst an einer Hand),

    • Muskelsteifheit,

    • verlangsamte Bewegungen,

    • Gleichgewichts- und Haltungsprobleme,

    • leise oder monotone Stimme.

    Auch nicht motorische Symptome wie Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Verstopfung oder Geruchsverlust können auftreten.

    Verlauf

    Parkinson schreitet in der Regel langsam fort. Die Symptome verstärken sich im Laufe der Zeit und können die Selbstständigkeit im Alltag zunehmend einschränken. Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich und lässt sich nicht exakt vorhersagen.

    Diagnose

    Die Diagnose wird vor allem anhand der typischen Symptome und einer neurologischen Untersuchung gestellt. Bildgebende Verfahren können ergänzend eingesetzt werden, um andere Ursachen auszuschließen.

    Behandlung und Unterstützung

    Parkinson ist derzeit nicht heilbar, aber gut behandelbar. Medikamente können den Dopaminmangel ausgleichen und die Beschwerden deutlich lindern. Ergänzend spielen Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und regelmäßige Bewegung eine wichtige Rolle. Eine frühzeitige und kontinuierliche Betreuung trägt dazu bei, die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

    Tipps für Angehörige

    • Informieren Sie sich über die Erkrankung und deren Verlauf.

    • Unterstützen Sie bei alltäglichen Aufgaben, ohne die Selbstständigkeit unnötig einzuschränken.

    • Planen Sie mehr Zeit für Aktivitäten ein, da Bewegungen langsamer werden können.

    • Achten Sie auf Veränderungen der Stimmung oder des Verhaltens.

    • Nehmen Sie Entlastungsangebote oder Beratung in Anspruch, um eigene Kräfte zu schonen.

    Leben mit Parkinson

    Mit einer angepassten Therapie, regelmäßiger Bewegung und einem unterstützenden Umfeld können viele Betroffene lange aktiv bleiben. Struktur im Alltag, Geduld und gegenseitiges Verständnis sind wichtige Faktoren, um die Herausforderungen der Erkrankung gemeinsam zu bewältigen.

     
     
  • Pompesche Krankheit

    Was ist die Pompesche Krankheit?

    Die Pompesche Krankheit (Glykogenose Typ II) ist eine seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung. Ein fehlendes Enzym (Säure-α-Glucosidase) verhindert den Abbau von Glykogen in den Muskeln. Dadurch sammeln sich Energiereserven in den Zellen an, was nach und nach zu Muskelschwäche führt. Herz, Atmung und Beweglichkeit können ebenfalls betroffen sein.

    Typische Symptome

    Die Beschwerden variieren je nach Schweregrad und Altersbeginn:

    • Muskelschwäche (besonders in Rücken, Rumpf und Beinen),

    • Schwierigkeiten beim Gehen, Treppensteigen oder Heben von Gegenständen,

    • Atemprobleme, da die Atemmuskulatur betroffen sein kann,

    • Herzprobleme in schwereren Fällen,

    • verzögerte motorische Entwicklung bei früh beginnender Form.

    Verlauf

    Die Erkrankung schreitet fort, kann aber durch frühzeitige Behandlung verlangsamt werden. Ohne Therapie führt die Muskelschwäche zunehmend zu Einschränkungen der Beweglichkeit und der Selbstständigkeit. Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich.

    Diagnose

    Die Diagnose wird durch Bluttests, Muskelbiopsie und genetische Untersuchungen gestellt. Frühzeitige Abklärung ist entscheidend, um eine gezielte Therapie einzuleiten und Folgeschäden zu reduzieren.

    Behandlung und Unterstützung

    Eine Heilung gibt es derzeit nicht. Die Behandlung zielt darauf ab, die Enzymaktivität zu ersetzen und Symptome zu lindern:

    • Enzymersatztherapie zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs,

    • Physiotherapie und Ergotherapie zur Unterstützung von Beweglichkeit und Muskelkraft,

    • regelmäßige ärztliche Kontrolle von Herz- und Atemfunktion,

    • Hilfsmittel wie Gehhilfe oder Rollstuhl je nach Bedarf.

    Tipps für Angehörige

    • Unterstützen Sie den Betroffenen im Alltag, ohne seine Selbstständigkeit einzuschränken.

    • Helfen Sie bei der Umsetzung von Physiotherapie und Bewegungsübungen.

    • Achten Sie auf Anzeichen von Atem- oder Herzproblemen und ziehen Sie frühzeitig medizinische Hilfe hinzu.

    • Planen Sie Aktivitäten flexibel, da die Belastbarkeit schwanken kann.

    • Nutzen Sie Entlastungsangebote und tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen oder Angehörigen aus.

    Leben mit der Pompeschen Krankheit

    Mit frühzeitiger Behandlung, regelmäßiger Therapie und einem unterstützenden Umfeld können Betroffene ihre Lebensqualität verbessern und möglichst lange aktiv bleiben. Verständnis, Geduld und gezielte Unterstützung sind entscheidend für das gemeinsame Bewältigen der Herausforderungen.

     
     
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Der Inhalt dieser Website wird fortlaufend erweitert, sodass nach und nach weitere Krankheitsbilder hinzukommen. Ziel ist es, verlässliche Informationen bereitzustellen und dabei zu unterstützen, den eigenen Weg mit einer chronischen Erkrankung gut informiert und selbstbestimmt zu gestalten, damit das Leben trotz chronischer Erkrankung lebenswert bleibt.

Garantie schwere Krankheiten

Die Garantie schwere Krankheiten ist eine Option, die zu den Krankenhausversicherungen Hospitalia Smart, Hospitalia Care und Hospitalia Plus hinzugewählt werden kann. Nach Anerkennung einer schweren (chronischen) Krankheit gibt sie Anrecht auf zusätzliche Erstattungen für ambulante Pflegekosten, die nicht mit einem Krankenhausaufenthalt, aber mit der schweren Krankheit in Verbindung stehen – bis zu 10.000,00 € pro Jahr.

 

Patienten, die an einer schweren (chronischen) Krankheit leiden und bereits vor der Diagnose unter den Schutz der Garantie fallen, können bei uns einen Antrag auf Gewährung der Garantie schwere Krankheiten stellen (siehe Downloadbereich).

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Weitere Details sowie die Liste der schweren (chronischen) Krankheiten, die die Garantie abdeckt, finden Sie unter Verwandte Themen.

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Freie Krankenkasse

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Versicherungsvertreter Nr. AfK 5004c für die VaG MLOZ Insurance, anerkannt vom Aufsichtsamt für die Krankenkassen und für die Landesbünde der Krankenkassen unter der Kodenummer AfK 750/01 für die Zweige 2 und 18. 

 

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Unternehmensnummer: 0422.189.629

 

Beschwerden: Beschwerden können gerichtet werden an info@freie.be oder an den Beschwerdemanager von MLOZ Insurance (complaints@mloz.be) oder an den Ombudsmann der Versicherungen (info@ombudsman-insurance.be).

Die Freie Krankenkasse bietet diese Versicherung im Auftrag der VaG MLOZ Insurance an.