Kein Alkohol – das sind die positiven Effekte


Die Zeit nach Karneval ist ein geeigneter Moment, um den eigenen Alkoholkonsum zu hinterfragen – sei es durch eine bewusste Pause oder eine langfristige Reduktion. Alkohol ist fest in unserer Gesellschaft verankert: Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) trinkt jede Person in Belgien im Durchschnitt mehr als 12 Liter reinen Alkohol pro Jahr.


Eine konsequent eingelegte Alkoholpause, eine dauerhafte Reduzierung oder sogar ein kompletter Verzicht macht sich nicht nur am Tag danach bemerkbar, sondern unser Körper wird uns auf allen Ebenen danken.

Bessere Stimmung und weniger Grübeln

Alkohol greift direkt in das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn ein. Er kann zunächst entspannend wirken, senkt danach jedoch Serotonin und Dopamin – die sogenannten Glückshormone. Wird auf Alkohol verzichtet, kann sich dieses Gleichgewicht wieder stabilisieren. Das wirkt sich positiv auf die Stimmung aus: Stimmungsschwankungen nehmen ab, ebenso Angstgefühle und innere Unruhe. Auch die „emotionalen Kater“ treten seltener auf. Wer keinen Alkohol trinkt, bereut zudem seltener Gesagtes oder Verhalten vom Vorabend und grübelt insgesamt weniger.

Aktiver, klarer und selbstreflektierter

Alkohol macht auf Dauer kraftlos, da er Stoffwechsel, Muskelaufbau und Nährstoffaufnahme belastet und Entzündungen im Körper fördert. Herz, Leber und andere Organe werden stärker beansprucht, was zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit und geringerer Leistungsfähigkeit führt. Außerdem beeinträchtigt Alkohol kognitive Fähigkeiten und die Gedächtnisleistung. Schon nach kurzer Zeit ohne Alkohol spürt man ein deutlich höheres Energielevel, mehr geistige Klarheit und Präsenz im Hier und Jetzt. Aufmerksamkeit und Konzentration sind spürbar besser. Zugleich bietet der Verzicht die Chance, eigene Gewohnheiten zu hinterfragen und langfristig bewusster mit Alkohol umzugehen.

Gesünder schlafen

Nach Alkoholkonsum ist besonders die zweite Nachthälfte unruhig: Häufiges Aufwachen, leichterer Schlaf und Störungen der Schlafphasen treten auf, bei stärkerem Konsum kann auch die Atmung beeinträchtigt werden.

 

Eine Pause vom Trinken führt dagegen zu erholsamem Schlaf: REM- und Tiefschlafphasen stabilisieren sich, was die Regeneration und Entgiftung des Körpers verbessert und ein frischeres Aufwachen ermöglicht.

Weniger Risiken

Mit dem Konsum von Alkohol geht ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Schlaganfälle und Herzrhythmusstörungen einher. Problematisch wird es vor allem, wenn in kurzer Zeit viel Alkohol konsumiert wird, denn dann steigt die Alkoholkonzentration im Blut rasch an. Der Körper kann den Alkohol nicht schnell genug abbauen, was zu einer Blutvergiftung führen kann. Typische Folgen können Unterkühlung, Bewusstlosigkeit, Schmerzverlust oder sogar Atemstillstand sein.

Reduzieren Sie Konsum, reduzieren Sie Risiken.

Bessere Ernährung

Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und bringt die Signale für Hunger und Durst durcheinander. Das Ergebnis: Man greift öfters zu Essen, obwohl eigentlich nur Wasser fehlt. Gleichzeitig aktiviert er das Belohnungssystem im Gehirn, senkt die Impulskontrolle und verändert Hungerhormone: Appetitanregende Hormone steigen, Sättigungshormone sinken – der Blutzuckerspiegel fällt, sodass kalorienreiche Snacks besonders verlockend wirken. Menschen, die zu impulsivem Verhalten neigen, greifen nach Alkohol oft vermehrt zu Snacks.

 

Ohne Alkohol fühlen sich viele wach und motiviert, sodass die Zubereitung gesunder Mahlzeiten leichter fällt. Gleichzeitig arbeitet der Stoffwechsel effizienter und die Nährstoffaufnahme verbessert sich.