Hausnotrufanlage

Callcenter

In einer Notsituation ist das Telefon meist nicht griffbereit oder wichtige Telefonnummern fallen plötzlich nicht mehr ein. Durch die Hausnotrufanlage können hilfsbedürftige, meist ältere Menschen auf Knopfdruck Hilfe anfordern. Doch nicht nur den Senioren, sondern auch ihren Angehörigen bietet dieses System eine zusätzliche Sicherheit und Beruhigung.

Die Hausnotrufanlage besteht aus

  • einem Sendegerät, welches im Haus an einem Festnetzanschluss für gewöhnliche Telefone angebracht wird und
  • einem Handsender, welchen die hilfsbedürftige Person ständig bei sich trägt. Der Handsender kann über eine Distanz von 300 m zum Sendegerät Alarm auslösen.

Wie funktioniert die Hausnotrufanlage?

In einer Notsituation kann die betroffene Person auf einfachen Knopfdruck ein Signal an die Notrufzentrale senden. In Ostbelgien wurde ein System installiert, welches die "Anrufer" mit dem "Arbeiter-Samariter-Bund" (ASB) in Köln verbindet. Französischsprachige werden mit "Centre d’Information Sanitaire" in Alleur bei Lüttich verbunden.
Das Sendegerät verfügt über ein hochempfindliches Mikrofon, sodass es meist möglich ist, selbst aus einem entfernten Zimmer mit der Zentrale zu sprechen.

Je nach Vorfall werden unterschiedliche Maßnahmen eingeleitet:

  • Falls es sich nicht um einen medizinischen Notfall handelt, wird die vorher angegebene Kontaktperson informiert, damit diese nach der bedürftigen Person sehen kann. Es können mehrere Bezugspersonen angegeben werden, die nacheinander kontaktiert werden, bis tatsächlich jemand erreicht wird.
  • Falls es sich um einen medizinischen Notfall handelt, wird unverzüglich der Rettungsdienst informiert. Die Angehörigen werden anschließend über die eingeleiteten Maßnahmen benachrichtigt.

Wo erhalten Sie das Hausnotrufgerät?

  • Die Hausnotrufanlage muss beim Öffentlichen Sozialhilfezentrum (ÖSHZ) der Wohngemeinde beantragt werden. Bei Genehmigung wird das Gerät gegen eine niedrige Leihgebühr, je nach Einkommen, zur Verfügung gestellt. Personen mit Anrecht auf den Vorzugstarif zahlen bei manchen ÖSHZ eine niedrigere Leihgebühr als Normalversicherte;
  • Zudem können folgende Personen mit Anrecht auf den Vorzugstarif seitens der Provinz Lüttich jährlich eine Erstattung in Höhe von 54,00 € für die entrichteten Gebühren erhalten:
    • Personen, die mindestens 70 Jahre alt sind;
    • Invaliden oder Personen mit einer Behinderung (ab 66 %). 

Das erforderliche Antragsformular ist in unseren Geschäftsstellen und bei der Provinz erhältlich und muss bei der Provinzverwaltung eingereicht werden:

Provinz Lüttich (Zentralverwaltung):
Büro ACPAS 2.1.1., Sozialtelefontarif
Place de la République Française 1
4000 Lüttich
Tel.: 04 220 22 25.

Erstattung unserer Zusätzlichen Dienste

Für Mitglieder unserer Krankenkasse erstatten wir max. 5,00 € pro Monat für Hausnotrufgeräte (Verleih über ÖSHZ).

Schwerpflegebedürftige können von unserer Krankenkasse die vollständige Rückerstattung dieser Leihgebühren erhalten. 

http://www.freie.be:443/de/Was tun bei/Hilfe Senioren/Hausnotrufanlage