Pflege in Grenzregionen

Baxter

Einwohner bestimmter Grenzregionen können grenzüberschreitend für bestimmte Pflegeleistungen eine Erstattung erhalten. Dafür ist die vorherige Genehmigung des Vertrauensarztes notwendig.

Bei einer Genehmigung werden die Behandlungskosten von der ausländischen Krankenkasse gemäß des dort geltenden Erstattungstarifs übernommen. Dazu benötigen Sie einen "S2-Schein für Grenzbewohner".

Wer kann den S2-Schein für Grenzbewohner erhalten?

  • Alle in Belgien versicherten Personen, die ihren belgischen Wohnsitz bis zu 15 km von der Grenze entfernt haben.
  • Die Einwohner der 9 deutschsprachigen Gemeinden (für diese wird jedoch vorzugsweise das Erstattungssystem der Ostbelgien-Regelung angewandt).

Welche Leistungen werden übernommen?

Nur Hospitalisierungen und Dialyse-Behandlungen im Umkreis von 25 km jenseits der Grenze.

Wie erhalten Sie den S2-Schein für Grenzbewohner?

Übermitteln Sie dem Vertrauensarzt Ihre schriftliche Anfrage sowie eine Anfrage des behandelnden Arztes. Darin müssen folgende Angaben enthalten sein:

  • die Bestätigung, dass eine stationäre Aufnahme notwendig ist;
  • den Namen bzw. die Bezeichnung der Pflegeeinrichtung;
  • die Dauer der Behandlung.

Der Vertrauensarzt prüft die Anfrage und erteilt gegebenenfalls die Genehmigung für die Kostenübernahme. Daraufhin erhalten Sie von uns den S2-Schein für Grenzbewohner, den Sie bei der ausländischen Krankenkasse oder der Krankenhausverwaltung abgeben.

Anhand dieses Formulars werden die Kosten für die medizinische Versorgung von einer ausländischen Krankenkasse übernommen, gemäß der dort geltenden Gesetzgebung und Erstattungstarife. Sie zahlen lediglich den Eigenanteil.

Ambulante Leistungen werden nicht über dieses System erstattet.

Wohnen Sie nicht in der Grenzregion oder ist der Behandlungsort weiter als 25 km von der Grenze entfernt, gelten andere Regelungen bezüglich der Kostenübernahme für stationäre Pflegeleistungen im Ausland >>

 


http://www.freie.be:443/de/Was tun bei/Geplante Pflege im Ausland/Pflege in Grenzregionen