Zeckenstich

Zecke

Zecken sind kleine, blutsaugende Parasiten, die vor allem von März bis Oktober sehr aktiv sind. Sie halten sich mit Vorliebe in hoch gewachsenen Gräsern und Sträuchern am Weg-, Wald- und Bachrand auf.

Auch Ostbelgien zählt zu einem Zeckengebiet. Die milden Winter führen dazu, dass immer mehr Zecken überleben und sich vermehren können. Achten Sie bei Spaziergängen in der Natur auf gewisse Schutzmaßnahmen, denn Zecken können als Träger von Viren und Bakterien gefährliche Krankheiten wie bspw. die Borreliose oder die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) auslösen.

Schutzmaßnahmen gegen Zecken

  • Tragen Sie geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln sowie lange Hosen. Wenn Sie durch Wald und Wiesen wandern, sollten Sie Ihre Socken über die Hosenbeine ziehen.
  • Haben Sie den Tag in der freien Natur verbracht, so suchen Sie am Abend den ganzen Körper nach Zecken ab. Achten Sie besonders auf die Kniekehlen, die Achselhöhlen, den Schambereich, den Nacken und den Haaransatz.
  • Insektenabweisende Mittel können helfen, bieten jedoch keinen absoluten Schutz.

Zeckenstich – was nun? 

Wurden Sie trotz der oben genannten Schutzmaßnahmen von einer Zecke gestochen, so sollten Sie diese unverzüglich entfernen. Greifen Sie die Zecke mit einer Pinzette so nah wie möglich an der Haut und ziehen Sie sie anschließend langsam und vorsichtig von der Stichstelle weg. Wenn Sie fürchten, die Zecke nicht richtig entfernen zu können oder wenn Reste der Zecke in der Haut stecken geblieben sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Borreliose 

Die Borreliose-Bakterien werden meist zwischen 12 und 24 Stunden nach einem Zeckenstich übertragen. Eine sofortige Entfernung der Zecke ist demnach sehr wichtig. Achten Sie in den Tagen und Wochen nach dem Stich auf folgende Symptome und Beschwerden:

  • kreisförmige Rötung rund um den Zeckenstich;
  • Kopfschmerzen;
  • Muskel- und Gliederschmerzen;
  • Abgeschlagenheit.

Eine Borreliose-Erkrankung kann spontan ausheilen oder sich über mehrere Monate und Jahre hinziehen. Bei einem chronischen Verlauf sind meist auch das Nervensystem (Lähmungen), das Herz (Herzentzündung) und die Haut (Pergamentpapierhaut) betroffen.
Gegen Borreliose gibt es bislang keine Impfung, die Krankheit lässt sich jedoch gut mit Antibiotika behandeln. 

FSME 

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine virale Erkrankung des zentralen Nervensystems. Erste Symptome ähneln denen einer Grippe. Später entwickelt sich daraus eine Hirnhautentzündung, bei einem schlimmen Verlauf der FSME kann es sogar zu einer Gehirnentzündung kommen. Gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis kann und sollte man sich vor allem bei häufigem Aufenthalt in Zecken-Risikogebieten impfen lassen. Zu den Risikogebieten zählen z.B. der Schwarzwald, Teile der Schweiz und Österreichs, Tschechien, der Westen der Slowakei sowie der Westen Ungarns, Russland, Weißrussland, Estland, Lettland, Litauen, Ukraine und die Region rund um Stockholm (Schweden).

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