Die häufigsten Schlafstörungen

Schlafen

Wissenschaftler unterscheiden zwischen einer Vielzahl an Schlafstörungen. Hier die häufigsten:

Ein- und Durchschlafstörungen

Um Einschlafstörungen handelt es sich, wenn man mehr als eine halbe Stunde braucht, um einzuschlafen. Bei Durchschlafstörungen wird man während einer Nacht mehrmals wach und dies mindestens für eine halbe Stunde.

Alpträume

Alpträume entstehen durch Stress und psychische Konflikte. Es handelt sich um Schlafstörungen mit Angstzuständen während eines Traums. Alpträume treten überwiegend im Kindesalter auf.
Eine schwerwiegendere Form von Alpträumen ist die "Pavor-Nocturnus-Störung". Sie tritt überwiegend zwischen dem vierten und zwölften Lebensjahr auf. Die Betroffenen erwachen plötzlich, weil sie das Gefühl haben, es habe jemand gewimmert, gekeucht oder geschrien. Danach treten häufig minutenlanges Zittern, Schweißausbrüche und eine schnellere Atmung auf. Am nächsten Morgen können sich die Betroffenen an nichts mehr erinnern.

Schlafwandeln

Das Schlafwandeln tritt vor allem bei Kindern auf. Durch einen Instinkt kommt es zu körperlichen Aktivitäten. Oft werden Schlafwandler von einer Lichtquelle angezogen. Der Betroffene steht auf und geht umher. Dies kann bis zu einer halben Stunde dauern. Die Orientierung während des Schlafwandelns ist nur eingeschränkt. So kommt es regelmäßig zu Verletzungen, vor allem, wenn gefährliche Gegenstände oder ein offenes Fenster in der Nähe sind. Der Betroffene sollte behutsam wieder in sein Bett zurückgeführt werden. Er wird sich am nächsten Morgen an nichts erinnern.

Schlafapnoe

Die Schlafapnoe ist eine gefährliche Form des Schnarchens. Mehrmals pro Stunde setzt der Atem für mindestens 10 Sekunden aus. Der Körper wird somit unterversorgt und es kommt zu Veränderungen des Herz-Kreislauf-Systems. Ursachen sind Übergewicht, eine Einengung der oberen Luftwege oder eine Fehlfunktion der Atemmuskulatur.
Erste Anzeichen sind Konzentrations- und Leistungsschwäche, Bluthochdruck, Tagesmüdigkeit und Depressionen. In den meisten Fällen wird dies mit Medikamenten behandelt, oft hilft jedoch auch eine operative Erweiterung der oberen Luftwege.

Zähneknirschen

Zähneknirschen ist eine überschüssige Aktivität des Kausystems. Verursacht wird es meist durch psychische Überbelastungen. Oft bemerken Betroffene das Zähneknirschen nicht, da sie es während des Schlafs oder bei hoher Konzentration machen.
Durch das Zähneknirschen wirken sehr große Kräfte auf den Kieferbereich. Deswegen treten nach einigen Jahren ernste Schäden an den Kiefergelenken, Kaumuskeln und Zähnen auf. Zusätzlich klagen Betroffene über Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich.
Gymnastische Übungen helfen, die Kaumuskulatur zu entspannen und dem Knirschen vorzubeugen. Außerdem hilft eine Beißschiene.

Schlafstörungen bei älteren Menschen

Fast die Hälfte aller älteren Menschen leidet unter chronischen Schlafstörungen. Diese sind häufig auf ein verändertes Schlafmuster im Alter zurückzuführen. Außerdem sind die Tiefschlafphasen verkürzt; ältere Menschen wachen somit leichter und häufiger auf. Andere Faktoren sind:

  • zu warme Zimmertemperatur;
  • zu weiche Matratze oder zu schwere Decke;
  • Ortswechsel (z.B. Umzug ins Altersheim);
  • Schmerzen;
  • Husten oder Atemwegserkrankungen;
  • Bewegungsmangel.
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