Behandlung

Spritze

Eine allergische Reaktion wird lediglich hervorgerufen, wenn der Organismus in Kontakt mit dem vermeintlichen Allergen kommt. Wird dieser Kontakt vermieden, so treten auch keine Beschwerden mehr auf.

Allergien, bspw. gegen Nickel oder gegen Erdbeeren, lassen sich dadurch sehr gut in den Griff bekommen. Sind Sie allerdings allergisch auf Substanzen aus der Luft (z.B. Pollen), so ist dies leichter gesagt als getan.

In der freien Natur atmen wir zur Pollenhochsaison mit einem Atemzug zwischen 4.000 und 8.000 Pollen ein. Schon 40 Pollen reichen aus, um eine Allergie auszulösen.

Spezifische Immuntherapie

Die Immuntherapie ist auch unter den Bezeichnungen Allergie-Impfung und Hypo-Sensibilisierung bekannt. Sie wird eingesetzt, um das Immunsystem schrittweise an die allergieauslösende Substanz zu gewöhnen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Allergen bekannt ist, welches die Beschwerden auslöst.

Die Behandlung kann nicht gegen jede Art von Allergie eingesetzt werden. Bisher sind vor allem Präparate gegen eine Pollen-, Milben-, Insektengift-, Tierhaar- und Schimmelpilzallergie erhältlich. Je früher in den Verlauf der Allergie eingegriffen wird, umso höher sind auch die Heilungschancen.

Drei verschiedene Formen werden angewendet, die allerdings alle eins gemeinsam haben: die Allergendosis wird stetig erhöht, sodass die Allergentoleranz im Laufe der Zeit bis zur Unempfindlichkeit zunimmt.

Die Langzeittherapie ...

... gilt als die wirksamste Form der Immuntherapie. Die Dauer beträgt drei bis fünf Jahre. Zu Beginn wird jeweils wöchentlich eine sehr niedrige Dosis des betroffenen Allergens injiziert. Im Laufe der Zeit wird diese erhöht, sodass nach vier Monaten die Höchstdosis erreicht ist, welche dann alle sechs Wochen gespritzt wird. Das Immunsystem lernt, normal auf das Allergen zu reagieren.

Die Kurzzeittherapie ...

... wird vor allem gegen eine Pollenallergie eingesetzt. Sie kann zwar noch kurzfristig vor der Pollensaison durchgeführt werden, muss allerdings in den folgenden Jahren wiederholt werden.

Während sechs Wochen werden in steigender Dosis Allergeninjektionen verabreicht. Ziel ist es in erster Linie, die Beschwerden zu lindern. Bei manchen schlägt die Therapie allerdings auch so gut an, dass sie von einer völligen Beschwerdefreiheit sprechen können.

Die sublinguale Immuntherapie ...

eignet sich besonders gut für Kinder. Eine Allergenlösung wird unter die Zunge gegeben und dort für kurze Zeit belassen. Auch hier wird die Dosis stetig erhöht. Die Behandlung erfolgt täglich und kann zu Hause durchgeführt werden.

Die ersten beiden Behandlungsformen müssen immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen könnten sofort vom Arzt behandelt werden. Es können auftreten:

  • Rötung
  • Schwellung
  • Juckreiz
  • tränende Augen
  • Atembeschwerden und Atemnot
  • Kopfschmerzen, Unwohlsein
  • Kreislaufbeschwerden, anaphylaktischer Schock

Medikamentöse Behandlung

Eine medikamentöse Behandlung kann lediglich eingesetzt werden, um die Beschwerden zu lindern.

Kortison hat eine entzündungshemmende Wirkung. Es kann vorbeugend oder auch lindernd verabreicht werden.

Antihistaminika neutralisieren den Botenstoff Histamin. Die klassischen Allergiebeschwerden (laufende Nase, Niesreiz sowie tränende und gerötete Augen) klingen durch dieses Medikament sehr schnell ab. Außerdem haben Antihistaminika eine entzündungshemmende Wirkung.

 


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