Vater werden

Vater und Kind

Die Nachricht, ein Kind zu bekommen, löst auch bei den werdenden Vätern meist unterschiedliche Reaktionen und Gefühle aus. Im ersten Augenblick sind die meisten Männer stolz auf ihr Vaterglück. Später entwickeln sich dann häufig erste Bedenken und Ängste. Das ist völlig normal und sollte Sie nicht aus der Bahn werfen!

Geburtsvorbereitung – auch für den Mann

Geburtsvorbereitung für den Mann bedeutet einerseits, seine Partnerin während der Schwangerschaft zu begleiten und zu unterstützen, und andererseits, sich auf die zukünftigen Aufgaben als Vater vorzubereiten.
Zwar sollten Sie Ihre Partnerin während der Schwangerschaft nicht wie ein rohes Ei behandeln, dennoch können Sie sie in vielerlei Hinsicht unterstützen:

  • Begleiten Sie Ihre Partnerin zu den Vorsorgeuntersuchungen und erleben Sie die Entwicklung des Kindes hautnah mit. Das hilft Ihnen, sich schon vor der Geburt als Vater zu fühlen;
  • Besuchen Sie gemeinsam einen Geburtsvorbereitungskursus, damit auch Sie auf die Geburt vorbereitet sind und Ihre Partnerin im Kreißsaal unterstützen können;
  • Haben Sie immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Beschwerden Ihrer Partnerin. Suchen Sie gemeinsam nach Lösungen, um Stress möglichst zu vermeiden;
  • Bieten Sie regelmäßig Ihre Hilfe an – auch für die Hausarbeit;
  • Schlagen Sie Ihrer Partnerin häufiger eine Massage vor. Indem Sie täglich den immer dicker werdenden Bauch mit Massageöl oder Lotion einreiben, fördern Sie die Strapazierfähigkeit der Haut. Dies beugt unansehnlichen Schwangerschaftsstreifen vor. Zudem bauen Sie so eine besondere Bindung zu Ihrem Kind auf.
  • Denken Sie auch an Ihre eigenen Bedürfnisse. Nur wenn Sie sich wohlfühlen, können Sie auch für das Wohlergehen Ihrer Partnerin und Ihres gemeinsamen Kindes sorgen.

Nach der Geburt – die Aufgaben des Vaters

"Die Familie ernähren" – das galt lange Zeit als Hauptaufgabe des Mannes. Da mittlerweile meist beide Elternteile berufstätig sind, hat sich vieles verändert. Der Vater wird sowohl in die Erziehung als auch in die Pflege der Kinder eingebunden, d.h. Windeln wechseln, Flasche geben, baden usw. sind Aufgaben, mit denen Sie sich vertraut machen sollten. Profitieren Sie von jedem persönlichen Kontakt, um die Bindung zu Ihrem Kind zu stärken.
Auch nach der Geburt sollten Sie Ihrer Partnerin helfen und Sie weiterhin im Haushalt unterstützen. Gönnen Sie Ihr ab und zu ein wenig Ruhe. 

Baby Blues bei Männern

Der Baby Blues bei Männern ist ähnlich wie bei Frauen. Der Mann fühlt sich der Situation nicht gewachsen, alles hat sich verändert und er fühlt sich ausgeschlossen. Außerdem ist es für ihn sehr schwierig, in diesem Bad der Gefühle seinen Platz in der Familie zu finden.
Allerdings sollten Sie sich bewusst sein, dass es sehr wichtig ist, sich gleich als Vater zu fühlen und auch zu verhalten: die kleinen Streicheleinheiten, die Zärtlichkeit und die Liebe, sind nicht nur der Mutter vorbehalten. Ihre Partnerin kann Ihnen außerdem verständlich machen, dass sie Sie braucht. Durch Worte, Gesten und ihr Verhalten kann sie Ihnen helfen, sich in Ihrer neuen Rolle als Vater zurechtzufinden.

 

http://www.freie.be:443/de/Ratgeber Gesundheit/Gesundheit bei Schwangerschaft/Vater werden