Ungewollte Schwangerschaft

Schwangerschaft

Es ist möglich, trotz Verhütung schwanger zu werden. Manche Mädchen und Frauen sind in einer solchen Situation völlig überfordert und entscheiden sich gegen die Schwangerschaft.
Jeder Mensch muss sich jedoch darüber im Klaren sein, dass eine Abtreibung alles andere ist, als eine Problemlösung. Eine solche Entscheidung kann nie mehr korrigiert werden und es entsteht eine ungeheure, meist lebenslange, psychische Belastung, die in keinem Verhältnis steht zu den Problemen einer ungewollten Schwangerschaft.

Gesetzliche Vorgaben

Eine Abtreibung kann nur innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis (etwa 14 Wochen nach Beginn der letzten Regelblutung) durchgeführt werden. Spätere Abbrüche sind nur möglich, falls die Gesundheit von Mutter oder Kind ernsthaft gefährdet ist.

  • Vor dem Schwangerschaftsabbruch muss die werdende Mutter mindestens ein Mal einen Allgemeinmediziner oder einen Gynäkologen aufgesucht haben, der Abtreibungen durchführt.
  • Zwischen dem ersten Arztbesuch und dem Schwangerschaftsabbruch müssen mindestens sechs Tage verstreichen.

Abtreibungsmethoden 

Absaug-Methode

Der Fötus wird durch einen starken Sog mit Hilfe eines Plastikschlauchs aus der Gebärmutter gesaugt. Da der Kopf häufig zu groß ist für den Schlauch, wird er zuerst vom abtreibenden Arzt zertrümmert. Anschließend wird die Gebärmutter mit einem stumpfen Schabeisen (Curette) ausgekratzt. 

Ausschabung

Der Arzt zieht den Fötus mit einer Abtreibungszange aus der Gebärmutter und kratzt sie mit einem stumpfen Schabeisen aus. 

Prostaglandin-Hormon

Der Schwangeren wird dieses Hormon in die Gebärmuttermuskulatur gespritzt. Dies löst umgehend Geburtswehen aus. Diese Methode wird bei Spätabtreibungen durchgeführt, weil das Kind schon zu groß für die Absaug-Methode oder eine Ausschabung ist.

Beratungsstellen

Spezialisierte Beratungsstellen stehen Ihnen im Falle einer ungewollten Schwangerschaft zur Seite. Geschultes Personal (z.B. Ärzte, Psychologen oder Sozialassistenten) wird die Lage mit Ihnen besprechen und versuchen, gemeinsam mit Ihnen Lösungen zu finden.
Sowohl die Gespräche beim Arzt als auch die Unterredungen in den Beratungszentren werden streng vertraulich behandelt und unterliegen der Schweigepflicht.
Die Adressen der anerkannten Zentren finden Sie hier >>

http://www.freie.be:443/de/Ratgeber Gesundheit/Gesundheit bei Schwangerschaft/Ungewollte Schwangerschaft