Natürliche Geburt oder Kaiserschnitt

Kreißsaal

Natürlich werden Sie es kaum erwarten können, nach den neun Monaten Ihrer Schwangerschaft Ihr Kind endlich in den Armen zu halten. Machen Sie sich vorher Gedanken darüber, wie diese ablaufen soll (Hausgeburt, Wassergeburt, Kaiserschnitt, ...).

Sprechen Sie darüber mit Ihrem Gynäkologen, ob einer natürlichen Geburt nichts im Wege steht. Ist das Kind bspw. besonders groß oder liegt es in Steißlage, so empfiehlt der Arzt meist einen Kaiserschnitt.

Natürliche Geburt

Eine natürliche Geburt lässt sich zeitlich nicht genau planen. Zwar hat der Arzt einen voraussichtlichen Geburtstermin errechnet, doch werden die wenigsten Kinder auch tatsächlich an diesem Tag geboren. Setzen die Wehen in einem Abstand von jeweils 10 Minuten regelmäßig ein oder ist die Fruchtblase geplatzt, so sollten Sie ins Krankenhaus fahren bzw. Ihre Hebamme benachrichtigen, falls Sie eine Hausgeburt planen.
Viele Schwangere fürchten sich vor den starken Geburtsschmerzen bei einer natürlichen Geburt. Diese lassen sich heutzutage allerdings durch bestimmte Schmerzmittel, Geburtshaltungen (stehend, sitzend oder liegend) und Atemübungen lindern.
Die Dauer einer natürlichen Geburt ist von Frau zu Frau verschieden. Vor allem bei Erstgebärenden kann sich die natürliche Geburt über viele Stunden hinweg ziehen. Bei Frauen, die ihr zweites oder drittes Kind erwarten, verkürzt sich meist die Geburtsdauer. 

Wassergeburt

Da sich Schwangere im konstant warmen Wasser (etwa 36 °C) besser entspannen können, verläuft diese Geburtsmethode meist mit weniger Schmerzen. Eine Wassergeburt ist allerdings nicht möglich, wenn sich die Schwangere für eine Päridualanästhesie (PDA) entscheidet oder die Geburt mit gewissen Risiken verbunden ist (z.B. Zwillingsgeburt).

Kaiserschnitt

Rund 16 % aller Kinder werden durch einen Kaiserschnitt geboren. Ist dieser von vornherein notwendig, so wird der Termin etwa 10 Tage im Voraus festgelegt. Es ist allerdings auch möglich, dass während einer natürlichen Geburt Probleme auftreten und ein Kaiserschnitt unvorhergesehen durchgeführt werden muss.
Die meisten Frauen bevorzugen dabei nur eine örtliche Betäubung (Päridualanästhesie), um die Geburt ihres Kindes miterleben zu können. Ein Kaiserschnitt dauert in der Regel bis zu 45 Minuten. Die bleibende Narbe wird etwa 10 bis 15 cm lang sein.

Vorteile der natürlichen Geburt oder des Kaiserschnitts 

Natürliche Geburt
Kaiserschnitt
  • Besonderes Erlebnis für Mutter und Vater.
    Sofortige Bindung zum Kind;
  • Der Vater kann bei der Geburt anwesend sein
    und seine Partnerin unterstützen;
  • Das Kind bestimmt in gewisser Weise,
    wann es bereit ist für die Geburt;
  • Geringes Risiko für die Mutter,
    schnellere Erholung nach der Geburt;
  • Keine Narbe.


  • Empfehlenswert bei
    Problemschwangerschaften, bestehenden
    Risiken und für Frauen, die schlimme
    Panik vor den Geburtsschmerzen haben;
  • Verletzungen im Beckenbereich werden
    vermieden, das Risiko einer späteren
    Inkontinenz wird dadurch verringert;
  • Der Geburtstermin lässt sich festlegen
    und die Geburt bzw. der Kaiserschnitt
    dauert etwa 45 Minuten.

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