Alkohol, Zigaretten und Medikamente

Alkohol

Obschon die Risiken des Tabakkonsums zur Genüge bekannt sind, geben 35 % der Raucherinnen diese Angewohnheit auch während der Schwangerschaft nicht auf.

Zigaretten

Durch das Rauchen während der Schwangerschaft entstehen für Mutter und Kind schwere gesundheitliche Risiken: Fehl- oder Frühgeburt, oder später der plötzliche Kindstod, können die Folge sein.

  • Im Vergleich zu Nichtraucherinnen kommt es bei rauchenden Schwangeren doppelt so oft zu einer Einnistung der Eizelle außerhalb der Gebärmutter. Auch das Risiko einer Fehlgeburt verdreifacht sich bei Raucherinnen.
  • Kinder von Raucherinnen wiegen bei der Geburt häufig weniger als andere Säuglinge. Dieser Unterschied lässt sich während der gesamten Entwicklung des Kindes nachverfolgen.
  • Durch die Tabakbelastung leiden die Kinder oftmals an Atembeschwerden wie bspw. Asthma.
  • In manchen Fällen bringen die Ärzte sogar den plötzlichen Kindstod mit dem Rauchen in Verbindung. Das Nikotin beeinflusst den Herzrhythmus des Säuglings und kann so zu Atemstillständen während des Schlafs führen.

Die meisten dieser Risiken können durch einen Rauchstopp vermieden werden. Schwangere können für die professionelle Hilfe eines anerkannten Tabakologen beim Rauchstopp eine Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung erhalten. Hierzu müssen sie die Raucherentwöhnung aber spätestens drei Monate vor dem errechneten Geburtstermin beginnen (ausführliche Informationen >>).

Selbst wenn Sie nicht rauchen, sollten Sie sich und Ihr Baby vor dem blauen Dunst schützen:

  • Verwandeln Sie Ihr Haus in einen Nichtraucher-Bereich. Bitten Sie Ihre Gäste, draußen zu rauchen.
  • Meiden Sie Orte, an denen viel geraucht wird.

Alkohol

Ein hoher Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann bei Ihrem Baby das so genannte fötale Alkoholsyndrom hervorrufen. Dieses hat oft schwere Auswirkungen auf die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Sollte es Ihnen schwer fallen, die Alkoholmenge zu reduzieren, so reden Sie mit Ihrem Arzt darüber.

Medikamente

Während der Schwangerschaft und während der Stillzeit sollten Sie sehr vorsichtig mit Arzneimitteln (auch mit rezeptfreien Medikamenten) umgehen. Die Einnahme von Heilmitteln kann die Entwicklung des Kindes negativ beeinflussen. Fragen Sie Ihren Arzt stets nach seiner Meinung, bevor Sie ein Medikament einnehmen.

 

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