Schnittwunden

Schnittwunde

Schnittwunden werden durch scharfe Gegenstände hervorgerufen. Sie haben einen glatten Rand, bluten stark und klaffen auseinander.

Je nach Tiefe der Schnittwunde können auch schlimmere Verletzungen auftreten, so z.B. wenn der Schnitt Sehnen oder Muskeln durchtrennt hat. Befindet sich ein Fremdkörper in der Wunde (Messer, Nagel usw.) lassen Sie diesen von einem Arzt entfernen. Es könnte zu sehr starken Blutungen kommen, wenn Sie den Fremdkörper einfach herausziehen.

Kleine Schnittwunden behandeln

Kleine Schnittwunden sind ungefährlich. Dennoch müssen Sie desinfiziert werden, damit keine Infektion auftritt. Spülen Sie die Wunde unter klarem Wasser aus. Desinfizieren Sie sie anschließend mit einem Wundspray. Je nach Größe der Wunde ist vielleicht ein Heftpflaster oder ein kleiner Verband nötig.

Große Schnittwunden behandeln

Reicht der Schnitt tief ins Fleisch, blutet die Wunde sehr stark und ist eventuell auch noch verschmutzt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Größere Wunden müssen meistens genäht, geklammert oder mit Gewebekleber versorgt werden. Außerdem können Sehnen oder Muskeln verletzt sein. Decken Sie die Wunde mit einer keimfreien Kompresse oder einem sauberen Tuch ab, um eine weitere Verschmutzung zu vermeiden. Blutet es sehr stark, üben Sie Druck auf die Verletzung aus, um die Blutung zu stoppen. Fahren Sie nun unverzüglich zum Arzt. Nachdem dieser die Wunde behandelt hat, heilt sie in der Regel problemlos ab.

Warten Sie jedoch länger als sechs Stunden, bevor Sie den Arzt aufsuchen, so kommt es zu einer sekundären Wundheilung. Oft entstehen dann Narben und der Heilungsprozess dauert viel länger.

 


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