Vegetarismus

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Die vegetarische Nahrung findet stets mehr Anhänger. Neben der gesunden Ernährung eignet sie sich auch zur Behandlung und Linderung zahlreicher Krankheiten, wie z.B. Krebs, Herzgefäßerkrankungen, Diabetes und Übergewicht.
Die hohe Aufnahme an Vitaminen und der geringe Verzehr von Fetten machen aus der pflanzlichen Kost eine gesunde Ernährungsform. In den Industriestaaten, so auch in unserem Land, isst die Mehrzahl der Bevölkerung zu fett.

Die Folgen sind gravierend. Immer mehr Menschen leiden an erhöhten Blutfettwerten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Studien haben belegt, dass fleischhaltige Nahrung länger im Verdauungssystem verweilt. So haben schädliche, z.B. krebserregende, Substanzen mehr Zeit, die Darmwände anzugreifen.
Durch den hohen Anteil an Gemüse in der vegetarischen Kost steigt die Aufnahme von Ballaststoffen. Diese sind besonders wichtig für eine gesunde Darmtätigkeit.
Der Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte kann jedoch einen Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen hervorrufen. Erhält der Körper nicht ausreichend Eiweiße, Vitamine und Mineralien, so wird er krank. Dem können Vegetarier vorbeugen, indem sie Fleisch durch gleichwertige Pflanzenkost ersetzen. 

Vegetarier ist nicht gleich Vegetarier 

Vegetarier lassen sich in drei Gruppen einteilen:

  • Anhänger der ersten Gruppe verzichten auf bestimmte tierische Produkte:
    • Halbvegetarier streichen Fleisch, Geflügel und Fisch aus ihrem Ernährungsplan;
    • Pesco-Vegetarier essen weder Fleisch noch Geflügel, wohl aber Fisch;
    • Ovo-Lakto-Vegetarier konsumieren Eier und Milchprodukt;
    • Lakto-Vegetarier nehmen neben pflanzlichen Erzeugnissen nur Milchprodukte zu sich.
  • Vegetarier der zweiten Gruppe nehmen ausschließlich Pflanzenkost zu sich:
    • Veganer verzichten auf jegliche tierische Erzeugnisse (sogar auf Honig);
    • Rohköstler verzichten ganz auf gekochte Nahrung.
  • Die dritte Gruppe vereint zwei Sonderformen des Vegetarismus:
    • Pudding-Vegetarier nehmen die pflanzliche Kost nur verarbeitet und gekocht zu sich;
    • Fruktaner sind reine Obstesser.

Veganer, Rohköstler, Pudding-Vegetarier und Fruktaner sind einem sehr hohen Risiko der Mangelernährung ausgesetzt. Sie sollten ihre Nahrung unbedingt durch Zusatzpräparate (Tofu, Seitan) ergänzen!

Mangelerscheinungen ...

Eine ausschließlich pflanzliche Ernährung kann einen Mangel an Eisen und Vitamin B12 bewirken. Beide sind unerlässlich für die Bildung roter Blutkörperchen. Die ausreichende Versorgung mit B2 (Zellatmung), Vitamin D und Kalzium (Knochen- und Zahnbildung) ist bei strengen Vegetariern ebenfalls gefährdet. Dies gilt auch für Jod (Bindegewebe, Schilddrüse), Kupfer (Stoffwechsel), Selen und Vitamin B3.
Aus diesem Grund sollten Vegetarier auf einen möglichst abwechslungsreichen Ernährungsplan achten. Bei Vegetariern, die gar keine tierischen Produkte zu sich nehmen, steigt das Risiko einer Unterversorgung mit Kalzium, Eisen und Vitamin B12.
Müdigkeit, Konzentrationsmangel, Ekzeme, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Verstopfung, Knochenbrüchigkeit und geringe Knochendichte sowie Appetitlosigkeit sind die Folgen. 

... ausgleichen durch Zusatzprodukte

Bei Halb-Vegetariern bieten Eier, Milchprodukte und Fisch ausreichende Nährstoffquellen. Strenge Vegetarier sollten auf Präparate oder Fleischersatz zurückgreifen.

  • Tofu: Sojaprodukt, in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich; eignet sich besonders als Hackfleisch-Ersatz.
  • Tempeh: fermentiertes (Soja-)Bohnen-Produkt; durch den Zusatz eines Pilzes ist es mit Schimmelkäse zu vergleichen. In Reformhäusern und Bioläden erhältlich.
  • Seitan: Weizeneiweißprodukt; fleischähnliche, faserige Struktur.
  • Auch verschiedene Getreidearten (Buchweizen, Hirse,...) und Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen,...) enthalten Proteine und Ballaststoffe.
http://www.freie.be:443/de/Ratgeber Gesundheit/Ernaehrung/Vegetarismus