Stillen und arbeiten

Mithelfende Ehefrau

Zahlreiche Frauen verzichten auf das Stillen, da sie berufstätig sind. In der Tat ist eine Kombination der beiden nicht immer einfach.
Gesetzliche Regelungen wie der Elternurlaub oder das Anrecht auf Stillpausen sollen stillenden Müttern die Rückkehr an den Arbeitsplatz erleichtern.

Abpumpen

Sollte es Ihnen aus Organisationsgründen nicht möglich sein, Ihr Kind am Arbeitsplatz zu stillen, beginnen Sie drei Wochen vor Wiederaufnahme der Arbeit mit dem Abpumpen. 

Durchhalten...

Die ersten Versuche sind sicherlich nicht sehr erfolgversprechend, aber verlieren Sie nicht gleich die Hoffnung. Halten Sie sich dabei an den Zeitplan, zu dem Sie normalerweise Ihr Kind an die Brust legen. Da es sich um einen eher unnatürlichen Vorgang handelt, wird die Milchmenge anfangs eher gering sein. Dies ist jedoch kein Grund zur Besorgnis. 

Führen Sie die Versuche regelmäßig durch und Sie werden nach einigen Tagen feststellen, dass das Abpumpen immer einfacher wird. 

Die meisten Babys gewöhnen sich schnell an den Sauger der Flasche und akzeptieren das abwechselnde Trinken an der Brust und aus der Flasche. Stellen Sie Ihr Kind rechtzeitig darauf ein, bevor Sie wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren. Wenn das Kind die Flasche strikt ablehnt, versuchen Sie es mit einem kleinen Becher.

Gut zu wissen

Beschäftigte im Privatsektor haben nach der Wiederaufnahme ihrer Arbeit Anrecht auf Stillpausen >>

Aufbewahren der Muttermilch

Die Muttermilch sollte in sterilen, ausgekochten Glas- oder Plastikflaschen an der kühlsten Stelle im Kühlschrank aufbewahrt werden (nicht in der Kühlschranktür). Dort ist sie für 72 Stunden haltbar. Bei Zimmertemperatur sollte die Muttermilch nicht länger als 6 bis 8 Stunden aufbewahrt werden. Die abgepumpte Milch kann auch bei -18°C eingefroren werden und ist dann bis zu 6 Monate haltbar.

Setzen Sie sich Prioritäten!

Bei Wiederaufnahme der Arbeit erlebt die Frau meist ein wahres Wechselbad der Gefühle: Nervosität, Schuld, Freude usw. Nach Festlegung von Prioritäten tritt allmählich die Tagesroutine ein, die Ihren Bedürfnissen entspricht. 

Zögern Sie nicht, bei Unsicherheit um Hilfe zu bitten. Es ist wichtig, dass Sie bei Ihrer Familie und vor allem bei Ihrem Partner Unterstützung finden. Ihr Partner kann Ihnen bspw. Arbeit abnehmen, indem er das Kind zum Stillen aus seinem Bettchen nimmt. Oder aber er gibt ihm die Flasche mit der abgepumpten Muttermilch. So bleiben dann auch einige Momente, in denen Sie die Zeit für sich selbst nutzen können.

Die Unterstützung durch professionelle Einrichtungen, wie bspw. durch Kaleido Ostbelgien, kann dabei durchaus auch von Nutzen sein.

 

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