95 % der Weltbevölkerung atmet schädliche Luft ein

23-07-2018

luft

Fast 7 Milliarden Menschen atmen schädliche Luft ein – das sind knapp 95 % der Weltbevölkerung. Dadurch, dass so viele Menschen den Verschmutzungen ausgesetzt sind, sterben jährlich 6,1 Millionen Menschen frühzeitig. Dies ergab der Bericht des « State of Global Air 2018 ».

Vierthäufigste Todesursache

Von Luftverschmutzung ist die Rede, wenn die Konzentration feiner Luftpartikel 10 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft übersteigt. Im Jahr 2016 betrug die Konzentration in Belgien 16 Mikrogramm, in den Niederlanden wurden 15 Mikrogramm gemessen. Währenddessen ergeht es rund 60 % der Weltbevölkerung noch schlechter. Es gibt Regionen, in denen die Konzentration der feinen Partikel über 35 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegt. Jährlich verursacht diese atmosphärische Verschmutzung 6,1 Millionen frühzeitige Todesfälle – geschuldet durch Schlaganfälle, Herzinfarkte, Lungenkrebs und chronische Lungenerkrankungen. Es handelt sich somit um die vierthäufigste Todesursache weltweit.

Verschmutzung drinnen

Im Jahr 2016 waren 2,5 Millionen Menschen außerdem von Luftverschmutzungen in Innenräumen belastet – durch Holzverbrennung, Holzkohle, Gas oder ähnlichem zum Kochen oder Heizen. Ein Großteil der Betroffenen wohnt in einkommensschwachen Ländern in Asien und Afrika. In Indien werden 25 % der Todesfälle durch Luftverschmutzungen in Innenräumen verursacht, in China liegt der Anteil bei 20 %.
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