eAttest: nach Hausärzten bald auch die Zahnärzte

08-04-2019

Etwas mehr als die Hälfte aller belgischen Hausärzte benutzt das System „eAttest“. Es erlaubt den digitalen Versand einer Pflegebescheinigung an die Krankenkasse. Dieser elektronische Datenfluss soll nun auch von weiteren Pflegeleistenden eingesetzt werden – angefangen mit den Zahnärzten im Laufe dieses Jahres.

Der Patient erhält keine Pflegebescheinigung mehr

Dank des eAttests erhalten Sie vom Hausarzt keine Papierbescheinigung mehr, die Sie zur Erstattung bei der Krankenkasse einreichen müssen. Der Arzt übermittelt der Krankenkasse direkt die Bescheinigung in digitaler Form. Sie zahlen das Honorar und erhalten lediglich eine Quittung mit Angabe des gezahlten Betrages und einer Referenznummer, mit der sich der Bearbeitungsweg Ihrer Rückerstattung verfolgen lässt. Eine Studie der Dachverbände der belgischen Krankenkassen bei ihren Mitgliedern hat ergeben, dass diese sehr zufrieden sind mit diesem System: der Patient spart den Weg zur Krankenkasse, der Papierverbrauch wird reduziert und die Erstattung geschieht schnell.

Bereits die Hälfte der Hausärzte

Im Januar 2019 nutzen bereits 6.212 Allgemeinmediziner das eAttest. Das ist etwas mehr als die Hälfte aller belgischen Hausärzte. In Ostbelgien ist der Anteil etwas geringer: Etwa ein Viertel der Hausärzte verwendet die elektronische Pflegebescheinigung. Allerdings spielt auch der Anteil der Ärztehäuser, die auf Pauschalbasis arbeiten, eine Rolle. Ziel ist es, das eAttest nun schrittweise für weitere Pflegeleistende einzuführen – die Zahnärzte sollen noch in diesem Jahr den Anfang machen. 
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