Anstieg im Gebrauch von starken Schmerzmitteln

05-11-2018

Rund 80 Millionen Schmerztabletten mit sehr starker Wirkung wurden letztes Jahr in belgischen Apotheken verkauft. In den letzten sechs Jahren ist die Anzahl der Konsumenten um ein Drittel gestiegen. Diese Zahlen gehen aus den neusten Statistiken des Landesinstituts für Kranken- und Invalidenversicherung (LIKIV) hervor.

Oxycodon und Tramadol

Immer häufiger nehmen Belgier sehr starke verschreibungspflichtige Schmerzmittel ein. Die Statistiken des LIKIV zeigen, dass die Anzahl der Konsumenten zwischen 2010 und 2016 um ein Drittel gestiegen ist. Die höchste Steigerung ist im Verkauf von Oxycodon, ein stark wirkendes Opioid, zu vermerken. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Konsumenten um 7% gestiegen: Dies macht eine Gesamtzahl von 78.000 Personen aus, drei Mal so viel wie im Jahr 2011. Der meist verwendete Arzneistoff in der Linderung von starken bis sehr starken Schmerzen bleibt jedoch Tramadol.

Den allgemeinen drastischen Anstieg erachten viele Experten als besorgniserregend, denn diese Art von Schmerzmitteln kann sehr schnell abhängig machen.

Stete Aufklärung ist wichtig

Das Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung hat im Laufe der letzten Monate sämtliche Ärzte und Apotheken kontaktiert, um nochmals auf die Risiken sowie die hohe Suchtgefahr hinzuweisen, die bei einem unbeaufsichtigten Gebrauch dieser Medikamente entstehen können. Viel zu häufig kommt es vor, dass sie aus medizinischer Sicht nicht notwendigerweise verschrieben werden müssten. Umso wichtiger erscheint es somit, die Betroffenen nochmals dahingehend zu sensibilisieren.

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