QR-Code auf Arzneimittelpackungen soll Fälschungen verhindern

13-05-2019

Seit Kurzem befindet sich ein individueller QR-Code auf einem Großteil der Verpackungen von erstattbaren Medikamenten. Ziel ist es, sowohl die Patienten als auch die Apotheker vor gefälschten Medikamenten zu schützen.

Europäische Direktive

Im Jahr 2017 sind fast 45.000 Pakete mit gefälschten Medikamenten in Belgien aufgetaucht. In anderen europäischen Ländern sieht es ähnlich aus. Die Plagiate stellen eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar. Aus diesem Grund tritt eine neue europäische Richtlinie in Kraft: Der Großteil der Medikamentenverpackungen ist fortan mit einem individuellen QR-Code ausgestattet. Dieser Code ist in einer Datenbank gespeichert und erlaubt dem Apotheker, ihn abzugleichen. Zusätzlich wird der Code so versiegelt, dass eine Fälschung unmöglich ist.

Kosten zu Lasten des Pharmasektors

Die Europäische Richtlinie legt fest, dass der Pharmasektor diese Maßnahme selbst entwickeln und finanzieren muss. Die VoG BeMVO (Belgian Medicines Verification Organisation, zu deutsch: Belgische Organisation zur Überprüfung von Medikamenten) wurde zu diesem Zweck gegründet. Die Pharmaindustrie übernimmt außerdem die Kosten für die Entwicklung der QR-Codes sowie für die zusätzliche Sicherheit durch die Versiegelung auf der Verpackung.

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