Neues Pilotprojekt gegen Burnout

25-06-2018

Psychologie

Die Gesundheitsministerin De Block möchte das Tempo im Kampf gegen Burnout drastisch erhöhen. Hierzu startet im kommenden November ein Pilotprojekt, das sich an ca. 1000 Arbeitnehmer aus dem Banken- und Krankenhaussektor richtet. Das Hauptanliegen der Initiative ist eine individuelle Betreuung der Betroffenen.

Mindestens 17 Sitzungen vorgesehen

Anhand mehrerer Studien wurde festgestellt, dass zunehmend Arbeitnehmer aus dem Banken- sowie Krankenhaussektor gefährdet sind, an Burnout zu erkranken. Die mentale Last und der psycho-soziale Druck seien in den beiden Berufsfeldern besonders hoch. Aus diesem Grund konzentriert sich das für November angesetzte Pilotprojekt gezielt auf diese Berufsgruppen. Konkret besteht das Angebot für die rund 1000 Arbeitnehmer darin, jedem mindestens 17 Sitzungen über einen Zeitraum von maximal neun Monaten anzubieten. Diese finden im Rahmen einer individuellen Begleitung statt, die spezifisch auf die Bedürfnisse der einzelnen Betroffenen angepasst wird. Dazu zählen u.a. Stressbewältigung, Beratung zur Lebensweise und in Alltagssituationen, berufliche Umstrukturierungen, Kinesitherapie-Behandlungen, Entspannungsmethoden, usw.

Wenn Burnout durch die Arbeit entsteht

Dieses Pilotprojekt bezieht sich auf Burnout als eine arbeitsbedingte Erkrankung. Das bedeutet, dass die berufliche Tätigkeit an sich den Risikofaktor darstellt. Die Betreuung des Arbeitnehmers zielt demnach darauf ab, das Arbeitsumfeld weitestgehend anzupassen. Fedris, die Föderale Agentur für Berufliche Risiken, wird dieses Projekt nach Ablauf von zwei Jahren auswerten. Fällt die Beurteilung positiv aus, könnte diese Initiative landesweit zu einem permanent verfügbarem Programm gegen Burnout ausgedehnt werden.

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