Bezieher einer Behindertenrente: Erhöhung des Freibetrages

19-11-2018

Beziehen Sie auf Grund einer Behinderung eine Eingliederungsbeihilfe und sind gleichzeitig verheiratet bzw. als Mitbewohner eingetragen? In diesem Fall wird bei der Berechnung Ihrer Beihilfe nicht nur Ihr eigenes Einkommen, sondern auch das Einkommen Ihres Partners mit in Abzug gebracht. Dabei wird allerdings ein Freibetrag nicht berücksichtigt. Dieser wurde zum 1. August 2018 angehoben, was somit zu Ihrem Vorteil sein kann.

Höhere Beihilfe

Wenn der Föderale Öffentliche Dienst für Soziale Sicherheit Ihre Eingliederungsbeihilfe errechnet, berücksichtigt er dabei auch das Einkommen Ihres Partners. Um es vereinfacht darzustellen: Je mehr Ihr Partner verdient, umso niedriger fällt Ihre Beihilfe aus. Oftmals ist auch vom "Preis der Liebe" die Rede. Allerdings wird ein Teil des Einkommens Ihres Partners freigestellt. Genau dieser Betrag wurde nun zum 1. August 2018 erhöht. Das vorherige Limit lag bei 22.450,95€. Fortan werden ausschließlich die Einkommen berücksichtigt, die über 39.289,17€ liegen. Dank dieser Anhebung werden manche Personen mit Behinderung nun eine höhere Beihilfe oder nun erstmals eine Beihilfe erhalten, wenn das Einkommen des Partners in der Vergangenheit über dem Grenzbetrag lag.

Welche Schritte müssen Sie nun unternehmen?

  • Sie haben bereits Anrecht auf eine Eingliederungsbeihilfe und leben mit Ihrem Partner zusammen? In dem Fall müssen Sie nichts weiter unternehmen. Der Betrag Ihrer Unterstützung wird automatisch gemäß den neuen Regeln angepasst.
  • Ihre Anfrage auf Eingliederungsbeihilfe wurde in der Vergangenheit verweigert? In diesem Fall können Sie eine neue Anfrage bei MyHandicap einreichen. Dies können Sie in einer unserer Kontaktstellen tun.
Allgemeine Informationen finden Sie auch auf der Webseite (auf Deutsch verfügbar) der Generaldirektion Personen mit Behinderung, über das Kontaktformular oder unter der Telefonnummer 0800 987 99 werktags von 8.30 bis 12.30 Uhr.

 

http://www.freie.be:443/de/News/MyHandicap