Mund- und Zahnhygieniker darf Zahnarzt assistieren

04-06-2018

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Manchmal dauert es sehr lange, bis man bei seinem Zahnarzt einen Termin erhält. Ein neuer paramedizinischer Beruf, der des Mund- und Zahnhygienikers, könnte bald Abhilfe schaffen. Derzeit folgen rund 350 Studenten dieser Ausbildung und die ersten sollen 2019 ihr Diplom in Mund- und Zahnhygiene erhalten.

Was macht ein Zahnhygieniker?

Zahnhygieniker können Zahnärzte künftig unterstützen, indem sie bestimmte präventive Leistungen der Zahnpflege eigenständig durchführen dürfen: Kontrolle der Mund- und Zahnhygiene, Beratung über die richtige Zahnpflege, Erstellen eines Vorsorgeplans, Zahnreinigungen usw. Außerdem können sie, auf Anweisung des Zahnarztes, vorbereitende und vorbeugende Maßnahmen treffen wie Zahnsteinentfernung, Entfernen von Nähten, Polieren der Zahnwurzel-Oberflächen, Röntgen der Zähne usw.

Besserer Zugang zur Zahnpflege

Dank des Einsatzes von Mund- und Zahnhygienikern können die Wartezeiten bei Zahnärzten künftig reduziert werden. Außerdem dürfen die neuen Paramediziner schwache Personen in Pflege- und Seniorenheimen aufsuchen sowie Personen, die in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind und dort eine Zahnuntersuchung durchführen. Damit soll ein besserer Zugang dieser Personen zu einer präventiven Zahnpflege gewährleistet werden. Derzeit absolvieren rund 350 Studenten diesen neuen Bachelor-Gang. Die ersten Mund- und Zahnhygieniker sollen ihre abschließende Prüfung im kommenden Jahr absolvieren.

 

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