Mentale Begleitung für ältere Menschen?

11-06-2018

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Auch ältere Menschen können mit psychischen Problemen konfrontiert sein. Wie kann die mentale Hilfe, die derzeit angeboten wird, verbessert werden? Das Föderale Expertisezentrum für Gesundheitspflege (KCE) machte hierzu einige Vorschläge.

Zu Hause oder in Pflegezentren

Es gibt landesweit bereits Pilotprojekte oder mobile psychiatrische Teams, die mentale Probleme im familiären Umfeld der Betroffenen behandeln. Leider sind diese Angebote nicht jedem bekannt oder sie richten sich nicht spezifisch an ältere Menschen. Das KCE schlägt eine Erweiterung solcher Initiativen vor. Zusätzlich sollten entsprechende Behandlungen ebenfalls in Seniorenheimen angeboten werden, wo ältere Menschen mit einer schwachen mentalen Gesundheit leben.

Zusammenarbeit

Der Hausarzt spielt eine zentrale Rolle bei der Erkennung mentaler Erkrankungen seiner älteren Patienten. Manchmal ist er diesbezüglich sogar deren einzige Kontaktperson. Leider verfügen Allgemeinmediziner aber häufig nicht über ausreichend Wissen und Zeit, um solche Erkrankungen entsprechend zu behandeln. Aus diesem Grund sollte die Zusammenarbeit mit Spezialisten wie Psychologen, Psychiatern oder Geriatern verstärkt werden. Auch im Krankenhaus muss mehr Aufmerksamkeit auf die allgemeine Versorgung älterer Patienten gelegt werden, durch die Schaffung gut strukturierter multidisziplinärer Teams.

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