Coronavirus: Überblick der Maßnahmen des LIKIV

31-03-2020

Das Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung (LIKIV) hat nach Ausbruch der Coronakrise einige Veränderungen in der Anwendung der gesetzlichen belgischen Krankenversicherung beschlossen. Hier finden Sie die wichtigsten Maßnahmen, die bisher getroffen wurden:

  • COVID-19-Test: Entschädigung für Labortests, für die keine Abrechnungen gemacht werden. Mehr lesen >>
  • Die Krankenpfleger(innen), die ihre Patienten zu Hause aufsuchen, müssen derzeit nicht den elektronischen Personalausweis lesen. Ein alternatives Verfahren wurde festgelegt, welches den Pflegern mitgeteilt wurde.
  • Für die Krankmeldung (Arbeitsunfähigkeitserklärung), die der Arzt ausstellt, wurde eine vereinfachte Vorlage erstellt, welche bereits im System der Allgemeinmediziner integriert ist. Mehr lesen >>
  • Lockerungen der Vereinbarungen mit funktionalen Rehabilitationszentren: Die genehmigte Dauer der Betreuung wurde um 6 Monate verlängert und die Bedingungen für unverzichtbare Kontakte gelockert.
  • Einführung eines Arzthonorars für eine Telefonsprechstunde, um den direkten Kontakt zu möglichen COVID-19-Erkrankten zu vermeiden. Mehr lesen >>
  • Krankenhausfinanzierung: Ein Betrag von 1 Milliarde Euro wurde bereitgestellt, um die Kontinuität der Krankenhausaktivitäten (ambulant und stationär) zu gewährleisten.
  • Sammelzentren: Der FÖD für Volksgesundheit sowie das LIKIV bieten eine integrierte Datenbank an, mit der die Finanzierung der medizinischen Tätigkeiten geplant ist. Die finanzielle Unterstützung für die Koordination einerseits und für die administrative Unterstützung andererseits wird ebenfalls gewährt.
  • Die elektronische Verschreibung von Medikamenten ist nun durch das Mitteilen des RID-Codes an den Patienten möglich. Mehr lesen >>
  • Vorauszahlung der Betriebskosten für allgemeinmedizinische Bereitschaftsdienste: Da der Dienst derzeit mit zusätzlichen Kosten konfrontiert ist, erhalten die Hausärzte bereits zum 23. März einen Vorschuss auf Betriebskosten, welcher normalerweise erst Ende Juni ausgezahlt wird. Zusätzlich wurde das vorgesehene Budget erhöht.
  • Maximale Nutzung von CT-Geräten: Diese Hybridgeräte, die normalerweise der Nuklearmedizin vorbehalten sind, sollen im Rahmen von COVID-19 eingesetzt werden.
  • Psychologische Gesundheitsversorgung: Sitzungen per Video und mehr Flexibilität werden vom LIKIV genehmigt. Mehr lesen >>

Weitere Maßnahmen in Arbeit:

  • Ähnliche Neuerungen wie für den Bereich der Psychotherapie sollen bald auch für Kinesitherapie und Sprachtherapie (Logopädie) umgesetzt werden.
  • Erweiterung der Testkapazität der Labore und Festlegung eines Höchstpreises für Tests.
  • Betreuung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.
  • Klare Richtlinien für Krankentransporte.
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