Neues Honorar für medizinische Beratung per Telefon

17-03-2020

Um die Pflegeleistenden während der Covid-19-Krise zu unterstützen, hat das LIKIV beschlossen, dass Ärzte Konsultationen nun telefonisch durchführen dürfen.

Telefonische Beratung aus 2 Gründen

Diese Maßnahme ermöglicht den Ärzten:

  • Patienten, die potenziell vom Coronavirus betroffen sind „herauszufiltern“ und zu überweisen.
  • die kontinuierliche Versorgung der Patienten zu gewährleisten; insbesondere die der Risikogruppen, die nicht mehr zum Arzt gehen sollten (chronisch Kranke, Personen mit Immunsuppression, ältere Menschen usw.).

Wenn ein ärztliches Attest erforderlich ist, können Ärzte es den Patienten per Post zusenden. 

Neues Honorar

Ärzte dürfen sich für diese telefonische Beratung ein Honorar von 20 Euro berechnen. Der Patient zahlt jedoch nichts. Die Ärzte rechnen diese Leistung direkt mit der Krankenkasse des Patienten über das Drittzahler-System ab. Der Arzt darf keine Zuschläge berechnen.

Verschreibung von Medikamenten

Verschreibungen für Medikamente werden automatisch auf elektronischem Wege an den Apotheker weitergeleitet. Verschreibt der Arzt ein Medikament, erhält der Patient im Normalfall jedoch einen Beleg mit einem sogenannten RID-Code (Strichcode sowie einem Code bestehend aus Zahlen und Buchstaben), den der Apotheker einscannt. Aufgrund der jetzigen Situation kann der Arzt dem Patienten (mit dessen Zustimmung) den Code per E-Mail oder Telefon übermmitteln.

In der Apotheke teilt der Patient den RID-Code dem Apotheker mit, der ihm dann das verschriebene Medikament aushändigt.

http://www.freie.be:443/de/News/Honorar_Aerzte_Covid19