Google ist kein Arzt

11-06-2019

Googles „Warteraum“ ist voll: Immer häufiger suchen wir nach Krankheitsbildern, Symptomen und Ursachen gesundheitlicher Probleme im Internet. Eine neue Kampagne des flämischen Ärzteverbandes Domus Medica und der Firma Bayer warnt vor den Gefahren.

Fake News?

Ein Drittel aller Patienten zieht erst Doktor Google zu Rate, bevor sie einen Arzt aufsuchen. Und sogar nach der Konsultation beim Arzt suchen zahlreiche Menschen weitere Informationen über ihre Diagnose oder die verschriebenen Medikamente im Internet. Laut einer Meinungsumfrage unter Allgemeinmedizinern verbessern diese Online-Suchen das Wissen der Patienten jedoch nicht. Im Gegenteil, fast 7 von 10 Ärzten finden, dass die online verfügbaren Informationen unzuverlässig sind, insbesondere in Blogs und Foren. 90 % der Ärzte glauben außerdem, dass es für Patienten schwierig ist, zwischen wahren und falschen Informationen zu unterscheiden.

Förderung zuverlässiger Informationsquellen

8 von 10 Ärzten sind der Ansicht, dass die Regierung und die Ärztekammern glaubhafte Informationsquellen weiter fördern sollten. Die Websites von Berufsverbänden, Patientenverbänden, Bundes- und Landesgesundheitsdiensten usw. bieten wissenschaftlich fundierte Informationen in einer für den Normalverbraucher verständlichen Sprache. Leider befinden sich diese bei Google nicht immer unter den Toptreffern. Deshalb empfehlen Domus Medica und Bayer den Patienten, bei gesundheitlichen Problemen immer ihren Hausarzt aufzusuchen. Dieser soll der erste Ansprechpartner für gesundheitliche Beschwerden bleiben.

http://www.freie.be:443/de/News/Google_arzt