Coronakrise: Psychologie-Sitzungen nun auf Distanz

30-03-2020

Im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise dürfte der Bedarf an psychologischer Betreuung sowohl bei den Bürgern, aber auch bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen steigen. Als Reaktion darauf ergreift das LIKIV vorübergehende Maßnahmen: Im Mittelpunkt stehen die Genehmigung zur Durchführung von Konsultationen per Video, die Lockerung des Verfahrens zur Überweisung eines Patienten sowie die Erlaubnis, die maximale Kapazität der betreuten Sitzungen zu überschreiten.

Maßnahmen bis zum 30. Juni

Die Rückerstattung für Psychologiesitzungen auf Distanz soll folgenden Zweck erfüllen: Sie soll den Menschen helfen, die  aufgrund der aktuellen Lage unter Angst und Panik leiden und auch die Kontinuität  bereits begonnener psychologischer Behandlungen gewährleisten.

Die klinischen Psychologen und Orthopädagogen können nun Videokonsultationen durchführen und die monatliche Sitzungsanzahl gegebenenfalls überschreiten. Fortan können außer den Allgemeinmedizinern auch Präventions- und Arbeitsmediziner den Patienten an einen Psychologen überweisen. Der speziell vorgesehene Vordruck auf Papier, den der Arzt im Normalfall für die Überweisung ausfüllen muss, ist vorläufig nicht mehr verpflichtend. Eine E-Mail gilt beispielsweise auch als Beweis.

Diese Maßnahmen gelten rückwirkend vom 14. März bis vorerst zum 30. Juni 2020. Bisher betreffen sie nur Personen zwischen 18 und 64 Jahren, sollen aber schnellstmöglich auf alle Altersgruppen ausgeweitet werden.

Zur Erstattung für Psychologie-Sitzungen >>

http://www.freie.be:443/de/News/Corona_psychologie