Ausgangssperre in Belgien bis zum 19. April

27-03-2020

Mitte März hat der Nationale Sicherheitsrat strengere Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Diese wurden nun bis zum 19. April 2020 verlängert.

Übersicht der Maßnahmen

  • Es gilt eine weitgehende Ausgangssperre. Erlaubt ist es weiterhin, zur Arbeit und einkaufen zu gehen, Besorgungen in der Apotheke zu machen, zum Arzt, zur Post oder zur Bank zu gehen, das Auto zu betanken, Menschen in Not zu helfen.
  • Menschenansammlungen sind verboten. Von einem Versammlungsverbot sind nur Familien ausgenommen.
  • Telearbeit wird die Norm. In Betrieben, in denen Telearbeit nicht möglich ist, wird das „Social Distancing“ (Abstand zu anderen Menschen) zur Pflicht.
  • Alle Geschäfte müssen schließen, auch an Werktagen. Davon ausgeschlossen sind Lebensmittelgeschäfte (auch für Tiernahrung), Supermärkte, Apotheken und Zeitschriftenläden. Night Shops müssen ab 22 Uhr schließen. Der Zugang zu den Supermärkten wird auf 1 Person pro 10 Quadratmeter und 30 Minuten pro Kunde beschränkt.
  • Optiker und Akustiker gehören zu den Schlüsselsektoren und bleiben geöffnet.
  • Werkstätten und Reifenwerkstätten bleiben für dringende Reparaturen geöffnet. Dies gilt auch für den Austausch von Windschutzscheiben.
  • Pflegeberufe wie Zahnärzte, Kinesiotherapeuten, Osteopathen, ... dürfen weiter praktizieren, aber alle nicht notwendigen Behandlungen müssen verschoben werden.
  • Haushaltshilfen dürfen weiterarbeiten, wenn sie die Regeln des Social Distancing einhalten.
  • Friseur- und Schönheitssalons sind geschlossen. Kosmetikerinnen dürfen auch keine Hausbesuche machen.
  • Bewegung im Freien wird weiterhin erlaubt und sogar gefördert. Aber dies nur in Anwesenheit einer weiteren Person (ein Familienmitglied, das unter demselben Dach wohnt oder ein Freund bzw. Bekannter). Auch hier gilt die Regel, dass man genügend Abstand zueinander halten muss.
  • Nicht notwendige Auslandsreisen sind verboten.
  • Die öffentlichen Verkehrsmittel müssen so organisiert werden, dass die Reisenden einen Abstand von 1,5 Metern zueinander einhalten können. Die Regel der „sozialen Distanz“ gilt auch in privaten Fahrzeugen.

Wer gegen diese neuen Regeln verstößt, muss mit Geldbußen rechnen. Die Polizei kontrolliert streng. Die neuen Maßnahmen gelten zusätzlich zu denen, die seit Freitag, den 13. März, in Kraft getreten sind.

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