Computerspielsucht offiziell als Krankheit anerkannt

01-10-2018

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat es nun offiziell gemacht: Computerspiel- bzw. Videospielsucht wird als eigenständige Krankheit anerkannt. Die Abhängigkeit wird in den Katalog für „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten“ aufgenommen.

Bisher noch eher unerforscht

Zwischen einem normalen Spielverhalten und einer regelrechten Abhängigkeit besteht ein großer Unterschied. Die WHO betont, dass die Abgrenzung zwischen Spaß und Videospielsucht klar definiert wird und ausschließlich eine kleine Gruppe der Gamer wirklich süchtig ist. Die gesundheitlichen Risiken können für die Betroffenen allerdings erheblich werden. Durch die Aufnahme der WHO in den Katalog wird eine intensivere Forschung auf diesem Gebiet erhofft: bessere Präventionsmaßnahmen, professionellere Behandlungsmethoden, angepasste Therapieformen u.v.m.

Ab wann ist man süchtig nach Videospielen?

Eine Abhängigkeit nach Computer- und Videospielen tritt ein, wenn die Spielaktivitäten das Leben und den Alltag während 12 Monaten vorherrschend dominieren: in dem Ausmaß, dass die alltäglichen Pflichten wie Arbeit oder Schule vernachlässigt sowie die sozialen Kontakte dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden. Außerdem ist es dem Süchtigen nicht mehr möglich, sein Verhalten trotz der negativen Konsequenzen zu verändern. Diese Folgen können sich auch auf körperlicher Ebene bemerkbar machen durch beispielsweise Bewegungsmangel, Kopfschmerzen und Schlafstörungen.

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