Neue Erstattung für Personen mit Blutgerinnungsstörung

24-09-2019

Hämophilie-Patienten erhalten Gerinnungsmittel zur Behandlung und Prävention von Blutungen. Die Erstattungsmaßnahmen für diese Mittel wurden zum 1. Juli 2019 angepasst.

Alle 2 Jahre in einem zugelassenen Hämophiliezentrum

Folgen Sie einer Behandlung mit Gerinnungsmitteln? Falls ja, müssen Sie sich künftig alle zwei Jahre einer Kontrolle in einem anerkannten Referenzzentrum für Hämophilie (Blutgerinnungsstörung) unterziehen. Ein Facharzt erstellt einen Behandlungsplan, einen ärztlichen Bericht sowie einen Erstattungsantrag an die Krankenkasse. Dieser Antrag gilt dann für einen Zeitraum von zwei Jahren. Auch ein Hausarzt darf den Erstattungsantrag ausstellen, muss dann aber den Behandlungsplan oder den medizinischen Bericht des Referenzzentrums beifügen. Die neue Maßnahme zielt darauf ab, die Qualität der Versorgung durch eine sorgfältige Überwachung der Krankheit und die korrekte Verwendung der Gerinnungsmittel  zu verbessern.

Übergangsphase bis März 2020

Diese neue Maßnahme bedeutet nicht, dass Sie sich nun unverzüglich in ein zugelassenes Zentrum begeben müssen. Denn es ist eine Übergangszeit eingeplant: Falls Sie zum 1. Juli 2019 noch eine gültige Genehmigung für die Kostenübernahme hatten, so bleibt diese gültig bis zum 31. März 2020. Vor diesem Zeitpunkt müssen Sie sich jedoch an ein zugelassenes Referenzzentrum für Hämophilie wenden. Eine Liste der Zentren ist auf der Website des LIKIV verfügbar.

http://www.freie.be:443/de/News/Blutgerinnungsstoerung_2019