Krebsvorsorge

Krebsvorsorge

Jährlich erkranken weltweit 11 Millionen Menschen an Krebs. Wissenschaftler und Mediziner warnen davor, dass diese Anzahl bis 2020 auf 16 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr ansteigen wird.
Doch man kann durch einen gesunden Lebensstil vorbeugen sowie durch Vorsorgeuntersuchungen Krebs rechtzeitig erkennen und heilen.

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Belgien. Bei einer frühzeitigen Diagnose bestehen Heilungschancen von bis zu 85 %. Da die meisten Fälle jedoch zu spät erkannt und behandelt werden, stirbt in Belgien jeder Zweite an dieser Erkrankung.

Kampagne der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Die Deutschsprachige Gemeinschaft organisiert in Zusammenarbeit mit der Französischen Gemeinschaft ein Früherkennungsprogramm, welches sich an alle Personen im Alter zwischen 50 und 74 Jahren richtet.

Diese Personen werden persönlich angeschrieben und zur Darmkrebsfrüherkennung bei ihrem Hausarzt eingeladen. Wenn Sie schon einmal an dem Früherkennungsprogramm teilgenommen haben, erhalten Sie alle zwei Jahre einen Selbsttest per Post, dessen Kosten von der Deutschsprachigen Gemeinschaft getragen werden.

Normales Darmkrebsrisiko

Sind Sie beschwerdefrei und sind in Ihrer nahen Verwandtschaft keine Darmkrebserkrankungen bekannt, so tragen Sie kein erhöhtes Risiko und erhalten alle zwei Jahre den Selbsttest „iFOBT“.  Mit diesem Test kann Blut im menschlichen Stuhl nachgewiesen werden. Das wäre mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. In den meisten Fällen wird kein Blut im Stuhl nachgewiesen (97 % der Fälle). Sie erhalten dann in zwei Jahren die nächste Einladung zur Darmkrebsfrüherkennung. Lediglich in 2 % bis 3 % der Fälle ist das Testergebnis positiv, d.h. es wurde Blut im Stuhl nachgewiesen. Das heißt nicht, dass bereits Darmkrebs besteht. Es sollten daraufhin lediglich weitere Untersuchungen durchgeführt werden wie bspw. eine Darmspiegelung.

Hohes Darmkrebsrisiko

Leiden Sie unter einer Darmerkrankung oder sind in Ihrer nahen Verwandtschaft Darmerkrankungen bekannt, so tragen Sie ein erhöhtes Darmkrebsrisiko. Dann werden Sie anders betreut. Zum Beispiel wird gleich eine Darmspiegelung angeordnet.

Für Mädchen bis 18 Jahre sieht die gesetzliche Krankenversicherung eine Erstattung der Impfstoffe gegen Humane Papillomaviren vor.

Erstattet werden die Impfstoffe Gardasil oder Cervarix, die beide der Medikamenten Kategorie B zugeordnet sind. Daher bleibt ein gesetzlicher Eigenanteil für alle Versicherten.

Unsere Zusätzlichen Dienste erstatten bis zu 30.00 € pro Jahr für die in Belgien anerkannten Impfstoffe, wozu auch Gardasil oder Cervarix gegen Gebärmutterhalskrebs zählt.

Voraussetzungen 

Damit der Impfstoff durch die gesetzliche Krankenversicherung erstattet werden kann, gelten folgende Voraussetzungen:   

  • die Impfung ist ärztlich verordnet;
  • auf den Verordnungen muss vermerkt sein, ob es sich um die erste, zweite oder dritte Teilimpfung handelt. Bei der zweiten und dritten Impfung muss außerdem vermerkt sein, wann die erste bzw. zweite Impfung verabreicht wurde.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so kann der Apotheker das Drittzahlersystem anwenden, d.h. Sie zahlen nur den Eigenanteil.

Bei Versicherten mit Anrecht auf den Vorzugstarif fällt der gesetzliche Eigenanteil niedriger aus. 

Ausführliche Informationen zur Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs >>

Ausführliche Informationen zum Thema Gebärmutterhalskrebs >>

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Durchschnittlich erkrankt jede 11. Frau an Brustkrebs, jede 20. stirbt daran. Das Risiko steigt je älter man wird. Früherkennung spielt hierbei eine große Rolle. Im Frühstadium kann der Krebs vor allem durch eine Mammographie erkannt und meist erfolgreich behandelt werden.

Projekt Mammotest - ein Programm zur Krebsvorsorge

Das Projekt richtet sich an Frauen von 50 bis 69 Jahre. Diese werden alle zwei Jahre persönlich eingeladen zu einem Mammotest  (Mammographie ohne Ultraschalldiagnostik).

Der Test wird in Belgien durch die Provinzen und die "Gemeinschaften" organisiert, die Kosten werden jedoch von der Krankenkasse übernommen.

Ziel des Projektes

Das frühzeitige Erkennen einer Brustkrebserkrankung in dieser meist gefährdeten Altersklasse (etwa 75% Erkrankungen betreffen Frauen über 50 Jahre).

Einladung

Alle Frauen der Zielgruppe erhalten eine persönliche Einladung der provinzialen Koordinationszentren.

Mit dieser Einladung erhalten Sie eine Liste der zugelassenen Radiologen und eine Infobroschüre. Die Untersuchung in den zugelassenen Zentren ist kostenlos.

Wenn Ihnen die Wartezeit zu lang erscheint, bitten Sie Ihren behandelnden Arzt oder Gynäkologen, Ihnen einen Mammotest unter der Erstattungsnummer 450192 zu verschreiben.

Was sagen die Ergebnisse des Mammotests aus?

Die Ergebnisse werden zwei Mal überprüft: nach einer ersten Sichtung im Zentrum werden die Resultate dem provinzialen Koordinationszentrum übermittelt, wo sie ein zweites Mal ausgewertet werden. Spätestens drei Wochen nach der Untersuchung erhält Ihr Hausarzt den Befund.

Sollten beim Mammotest Anomalien festgestellt worden sein, werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt. Nicht immer liegt Brustkrebs vor: 5 bis 10 Prozent der untersuchten Frauen weisen Veränderungen auf. Nur jede zehnte von diesen Frauen leidet tatsächlich an Brustkrebs.


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