Wiedereingliederung: Auch Hausarzt darf Langzeitkranken helfen

11-09-2017

Seit Kurzem dürfen auch Allgemeinmediziner Langzeitarbeitsunfähigen helfen, eine angepasste Beschäftigung aufzunehmen - dank eines Wiedereingliederungsplans. Dafür steht ihnen nun ein neues digitales Tool zur Verfügung.

Patientennähe

Bisher durften nur der Arbeitsarzt und der Vertrauensarzt der Krankenkasse einen Wiedereingliederungsplan für Langzeitarbeitsunfähige aufstellen. Diese Aufgabe fällt jedoch auch in den Kompetenzbereich eines Hausarztes, wie Gesundheitsministerin De Block beschlossen hat. Denn der Allgemeinmediziner ist meist ein nahestehender Begleiter des Patienten und kann somit in Absprache mit dem Betroffenen am besten bestimmen, ob dieser fähig ist, seine Arbeit unter angepassten Bedingungen wiederaufzunehmen. Die Hausärzte erhalten ein neues digitales Tool, mit dem sie eine Wiedereingliederungsakte für ihren Patienten anlegen können.

Wie funktioniert das?

In einem ersten Schritt legt der behandelnde Hausarzt mithilfe des neuen Tools einen Wiedereingliederungsplan an, in Absprache mit dem arbeitsunfähigen Patienten. Anschließend wird gemeinsam eine Liste ausgearbeitet, die folgendes beinhaltet: Punkte, auf die der Patient während der Wiedereingliederung besonders achten muss, wie auch die beruflichen Tätigkeiten, wozu er gesundheitlich in der Lage ist und welche Behandlung (z.B. Einnahme von Medikamenten) er weiterhin verfolgen muss. Im letzten Schritt wird diese gesicherte Auflistung den zuständigen Medizinern zugesendet (Vertrauensarzt, Arbeitsarzt usw.).

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