Standardeingriffe bald einheitlich fakturiert

12-12-2017

Hospitalia

Einsatz einer Knieprothese, eine unkomplizierte Blinddarmentfernung,… dies sind Standardeingriffe, die nur wenige Unterschiede von einem Patienten zum anderen vorweisen. Ab dem 1. September 2018 sollen diese Eingriffe gleichermaßen in allen belgischen Krankenhäusern in Rechnung gestellt werden.

Derzeit unterschiedliche Erstattungen

Patienten, die an der gleichen Erkrankung leiden, erhalten zwar ein und denselben Standardeingriff, jedoch variieren die Erstattungen je nach Krankenhaus. Dies hängt meist ab von der Art und der Anzahl Leistungen unterschiedlicher Pflegeleistender während eines Krankenhausaufenthaltes. Ab dem 1. September 2018 soll dies jedoch geändert werden: Die gesetzliche Krankenversicherung wird solche Standardeingriffe einheitlich erstatten, unabhängig davon, in welchem belgischen Krankenhaus sie stattgefunden haben. Den Krankenhäusern ist somit im Voraus bekannt, wie viel sie für solche Eingriffe in Rechnung stellen dürfen. Patienten erhalten eine transparente Rechnung und unnötige Untersuchungen, nur mit dem Ziel, den Preis in die Höhe zu treiben, werden verringert.

Gleiches Problem - gleiches Honorar

Das neue Erstattungssystem wird für etwa ein Zehntel aller Krankenhausaufenthalte anwendbar. Es handelt sich dabei um Eingriffe, bei denen die Pflege nur selten variiert, d.h. um Standardeingriffe ohne Komplikationen bei Patienten, die - abgesehen von dem betreffenden Eingriff - bei guter Gesundheit sind. Der Rechnungsbetrag steht bereits vor der Aufnahme fest. Die Honorare aller Pflegeleistenden, die ihren Beitrag bei solch einem Eingriff zu leisten haben, werden in einer globalen Summe zusammengefasst. Weitere Erstattungen, wie z.B. für Medikamente, sollen in den kommenden Jahren ebenfalls integriert werden. 

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