Palliativpflege zu kurz für viele ältere Menschen

06-11-2017

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Nur eine von drei älteren Personen erhält eine Palliativpflege während drei Monaten vor ihrem Ableben. Für die Hälfte der Betroffenen beginnt die Palliativpflege erst zwei Wochen bevor sie sterben. Diese Zahlen wurden von der Zeitung „De Standaard“ veröffentlicht und stammen von einer Studie der Gruppe „End-of-Life Care“ der Freien Universität Brüssel sowie der Universität Gent.

Palliativpflege ist keine „Sterbehilfe“

Palliativpflege erlaubt es, die Lebensqualität zu erhalten und in manchen Fällen sogar die Lebensdauer des Kranken zu verlängern. Die Pflege dient nicht nur dazu, den Patienten beim Sterben zu begleiten. Dennoch kommt die Palliativpflege den meisten Betroffenen nur kurze Zeit zugute. Nur einer von drei älteren Menschen erhält bereits drei Monate vor seinem Ableben diese wertvolle Begleitung. Die Hälfte der Betroffenen erhält circa ab zwei Wochen vor ihrem Tod eine Palliativpflege und für ein Viertel der Kranken ist die Dauer sogar noch kürzer.

Begrenztes Wachstum in Krankenhäusern

Von den 65-jährigen Personen, die nicht plötzlich gestorben sind, hatten im Jahr 2005 nur 39 % eine Palliativpflege erhalten. Bis zum Jahre 2014 ist der Anteil mittlerweile auf 63 % angestiegen. Das ist zwar eine bemerkenswerte Erhöhung, dennoch erhält die Hälfte der Bewohner von Pflegeheimen in Belgien, die nicht plötzlich sterben, keinerlei palliative Pflege. In Krankenhäusern bleibt diese Pflege ebenfalls sehr begrenzt, da die Anzahl der Betten für diese Abteilung nur sehr gering ist.

http://www.freie.be/de/news/palliativpflege