Übergangsregelung zur Rückerstattung von Impfkosten

06-10-2017

Impfung

Bedingt durch das Ende des IZOM-Abkommens sind nicht vorhersehbare Übergangssituationen aufgetreten, die die Kostenübernahme von Impfstoffkosten bei Kindern betreffen. Die Deutschsprachige Gemeinschaft sieht nun eine Rückerstattung für betroffene Familien vor.

Unvorhersehbare Übergangssituationen

Nach dem Ende des IZOM-Abkommens zum 30. Juni 2017 müssen Arzneimittel, die in Deutschland gekauft werden, vom Patienten selber bezahlt werden, dies gilt auch für den Impfstoff einer Vorsorgeimpfung. Die Deutschsprachige Gemeinschaft sieht nun eine Übergangsregelung für die Kostenübernahme vor.

Zum einen ist dies der Fall, wenn die Erstimpfung in Deutschland stattgefunden hat und die Folgeimpfung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft durchgeführt wird: Der in Belgien kostenlos vorgesehene Impfstoff stimmt nicht mit dem der Erstimpfung überein, sodass der Arzt eine Verschreibung ausstellt und die Eltern den Folgeimpfstoff in der Apotheke kaufen müssen.

Zum anderen kann es sein, dass betroffene Familien bereits vor Ende des IZOM-Abkommens eine deutsche Verschreibung für eine Impfung erhalten haben, diese aber erst im Nachhinein in einer deutschen Apotheke kaufen und somit die Kosten übernehmen müssen.

Kostenübernahme durch die Deutschsprachige Gemeinschaft

Aufgrund der oben genannten Situationen und im Sinne der Behandlungskontinuität haben Eltern die Möglichkeit, nach Rückerstattung der Krankenkasse, den Eigenanteil der Impfstoffkosten beim Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft einzufordern. Dazu müssen folgende Belege beim Ministerium, Fachbereich Gesundheit und Senioren, Gospertstraße 1 in 4700 Eupen eingereicht werden:

http://www.freie.be/de/news/impfstoffkosten_dg