10.000 Defibrillatoren, aber nur 30 gerettete Leben

18-12-2017

defibrillator

Es gibt in Belgien zwischen 8.000 und 10.000 automatisierte externe Defibrillatoren. Insgesamt werden jedoch nur rund 30 Menschenleben pro Jahr durch einen solchen „Laiendefibrillator“ gerettet. Dies ist ein schwaches Ergebnis, es geht hervor aus einer Studie des Föderalen Expertisezentrums für Gesundheitspflege (KCE).

Keine einheitliche Strategie

Jährlich erleiden circa 9.000 Menschen in Belgien einen unerwarteten Herzstillstand, zwischen 17 % und 30 % dieser Vorfälle geschehen in der Öffentlichkeit. Dank automatisierter externer Defibrillatoren (AED) können Passanten in diesen Situationen Hilfe leisten, das geschieht aber äußerst selten. In Belgien sind die Laiendefibrillatoren nur sehr begrenzt verfügbar und es gibt diesbezüglich keine globale Strategie. Zudem sind die Geräte schwer ausfindig zu machen und die Menschen eher ängstlich, diese zu benutzen.

Mögliche Verbesserungen

Mit einem Defibrillator ist es tatsächlich möglich, Leben zu retten. Informationskampagnen sind natürlich erforderlich, um die große Öffentlichkeit für die Technik einer solchen Reanimation zu sensibilisieren. Insbesondere soll dies künftig durch Pflichtkurse in den Sekundarschulen oder in Unternehmen realisiert werden. Außerdem soll die örtliche Verfügbarkeit der Geräte besser erläutert werden, damit die Menschen in einer Notsituation sofort wissen, wo sie das nächstgelegene AED finden.  

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