Europäische Kampagne: Verbesserung von Antibiotika-Konsum

04-12-2017

Die Resistenz von Bakterien auf Antibiotika könnte bis zum Jahr 2050 bis zu 10 Millionen Todesfälle zur Folge haben. Um dies zu vermeiden, beteiligen sich zahlreiche Institutionen aus ganz Europa an einer Kampagne, die dieses ernste Gesundheitsproblem angehen möchte. Unser Föderaler Öffentlicher Dienst (FÖD) für Volksgesundheit sowie das wissenschaftliche Institut für Volksgesundheit (ISP) nehmen ebenfalls daran teil.

Bessere Antibiotika-Politik

Alle teilnehmenden Organisationen sind sich einig: Die Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika stellt eine große Bedrohung für die Volksgesundheit dar. Derzeit ist dieses Problem bereits für rund 25.000 Todesfälle pro Jahr in der Europäischen Union verantwortlich.  Aus diesem Grund werden die Partnerländer eine verbesserte Antibiotika-Politik ausarbeiten und nationale Aktionspläne erstellen, um gegen die Antibiotikaresistenz anzukämpfen. Der FÖD für Volksgesundheit sowie das ISP hoffen dabei, von den Erfahrungen der Länder zu profitieren, in denen die Antibiotikapolitik bereits ausgereifter ist, wie bspw. den Niederlanden oder Schweden.

Weniger Pflegeinfektionen

Ein weiteres Ziel der Kampagne ist es, die Anzahl Infektionen zu reduzieren, welche unbeabsichtigt bei einer Pflege entstehen. In diesem Bereich hat Belgien bereits seit einigen Jahren eine Strategie entwickelt und unterschiedliche Aktionen durchgeführt. In Zukunft wird Belgien sich daher auf spezifische Leitlinien und Maßnahmen konzentrieren, die innerhalb einer speziellen Arbeitsgruppe zu diesem Thema entwickelt werden.

http://www.freie.be/de/news/antibiotikapolitik