Schlaf- und Beruhigungsmittel: Erst andere Lösungen suchen

19-03-2018

medikament

Landesweit werden in den Apotheken täglich mehr als 1,25 Millionen Dosen Schlaf- und Beruhigungsmittel verkauft. Belgien ist damit leider Spitzenreiter beim Konsum solcher Medikamente, die süchtig machen können. Aus diesem Grund startet Gesundheitsministerin De Block eine Kampagne gegen die Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln.

Abhängigkeit nach zwei Wochen

Bereits nach zwei Wochen können Sie von Schlaf- und Beruhigungsmitteln abhängig sein. Dazu kommen unerwünschte Nebenwirkungen wie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit, bei älteren Menschen kommt ein erhöhtes Sturzrisiko hinzu.  Die Kampagne der Gesundheitsministerin fordert Patienten und Ärzte dazu auf, weniger schnell zu Medikamenten zu greifen und lieber in eine langfristige Herangehensweise zu investieren - zum Beispiel durch eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und Entspannung, einen geregelten Schlafrhythmus, ausgeglichene Arbeitszeiten und eine gezielte Begleitung.

Rolle von Arzt und Patient

Es ist wirklich wichtig, dass Betroffene, die an Schlaflosigkeit und Angstzuständen leiden, genügend Zeit und Energie in die obengenannten Alternativen investieren, ohne vorschnell zu Schlaf- oder Beruhigungsmitteln zu greifen. Die neue Kampagne soll Betroffenen dabei helfen. Unterschiedliche Instrumente werden den Ärzten zur Verfügung gestellt, um ihre Patienten über die langfristige Strategie gegen Schlafstörungen und Angstzustände zu beraten.
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