Honorarzuschläge begrenzt bei Behandlung von schwerkranken Kindern

25-03-2018

krankenhaus

Bald dürfen die Krankenhäuser für schwerkranke Kinder insgesamt nicht mehr als 5.000 € Honorarzuschläge im Einzelzimmer in Rechnung stellen. Diese Grenze wurde im Abkommen zwischen Medizinern und Krankenkassen für die Jahre 2018-2019 festgelegt.

Honorarzuschläge steigen stetig

Den Zahlen der intermutualistischen Agentur (AIM) zufolge sind die Honorarzuschläge der Fachärzte in den Krankenhäusern zwischen 2006 und 2015 um 6,5 % gestiegen. Im Jahr 2015 haben landesweit 7.037 Patienten mehr als 5.000 € pro Aufenthalt ausgegeben, zusätzlich zu den von der Krankenkasse erstatteten Honoraren. 1.149 Personen erhielten eine Krankenhausrechnung um die 10.000 € und bei 16 der Betroffenen betrug die Summe sogar mehr als 30.000 €. Auf Drängen von Gesundheitsministerin De Block wurde eine Begrenzung dieser Zuschläge in das neue Abkommen zwischen Medizinern und Krankenkassen 2018-2019 aufgenommen. Die Honorarzuschläge, die schwerkranken Kindern bei einem Aufenthalt im Einzelzimmer in Rechnung gestellt werden, dürfen maximal 5.000 € betragen.

Auch für andere Patientengruppen

Nach Meinung der intermutualistischen Agentur sollte diese Begrenzung auch auf andere sensible Patientengruppen angewandt werden. Entsprechende Vorschläge sollen bis zum 30. Juni 2018 vorliegen. Denkbar sind weitere Begrenzungen für Personen, die sich einer Transplantation unterziehen müssen oder Personen, die an einer seltenen Erkrankung leiden oder Menschen mit Polytrauma, z.B. infolge eines Verkehrsunfalls. Zusätzlich wurde mit den Ärzten ausgehandelt, dass die Honorarzuschläge weder in diesem Jahr noch im Jahr 2019 erhöht werden dürfen.


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